Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leitfaden
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Die Möglichkeiten der beiliegenden DVDs
5 Daten aus Windows sichern
6 Die Installation
7 Erste Schritte
8 Kubuntu und Xubuntu
9 Ubuntu mobil
10 Programme und Pakete installieren
11 Internet und E-Mail
12 Office
13 Grafik und Bildbearbeitung
14 Multimedia
15 Das Terminal
16 Programmierung und Design
17 Einrichtung der grundlegenden Hardware
18 Software- und Paketverwaltung
19 Architektur
20 Backup und Sicherheit
21 Desktop-Virtualisierung
22 Server-Installation
23 Sicherheit und Monitoring
24 Netzwerke
25 Server im Heim- und Firmennetzwerk
26 Der Server im Internet
27 Server-Virtualisierung mit KVM
28 Server-Virtualisierung mit Xen
29 Hilfe
30 Befehlsreferenz
Mark Shuttleworth
Glossar
Stichwort

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Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer
Das umfassende Handbuch, aktuell zu Ubuntu 10.04 LTS "Lucid Lynx"
Buch: Ubuntu GNU/Linux

Ubuntu GNU/Linux
5., aktualisierte und erweiterte Auflage, gebunden, mit 2 DVDs
1.104 S., 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1654-8
Pfeil 30 Befehlsreferenz
Pfeil 30.1 Dateiorientierte Kommandos
Pfeil 30.1.1 bzcat – Ausgabe von bzip2-komprimierten Dateien
Pfeil 30.1.2 cat – Datei(en) nacheinander ausgeben
Pfeil 30.1.3 chgrp – Gruppe ändern
Pfeil 30.1.4 cksum/md5sum/sum – Prüfsummen ermitteln
Pfeil 30.1.5 chmod – Zugriffsrechte ändern
Pfeil 30.1.6 chown – Eigentümer ändern
Pfeil 30.1.7 cmp – Dateien miteinander vergleichen
Pfeil 30.1.8 comm – zwei sortierte Textdateien vergleichen
Pfeil 30.1.9 cp – Dateien kopieren
Pfeil 30.1.10 csplit – Zerteilen von Dateien
Pfeil 30.1.11 cut – Zeichen oder Felder aus Dateien schneiden
Pfeil 30.1.12 diff – Vergleichen zweier Dateien
Pfeil 30.1.13 diff3 – Vergleich von drei Dateien
Pfeil 30.1.14 dos2unix – Dateien umwandeln
Pfeil 30.1.15 expand – Tabulatoren in Leerzeichen umwandeln
Pfeil 30.1.16 file – den Inhalt von Dateien analysieren
Pfeil 30.1.17 find – Suche nach Dateien
Pfeil 30.1.18 fold – einfaches Formatieren von Dateien
Pfeil 30.1.19 head – Anfang einer Datei ausgeben
Pfeil 30.1.20 less – Datei(en) seitenweise ausgeben
Pfeil 30.1.21 ln – Links auf eine Datei erzeugen
Pfeil 30.1.22 ls – Verzeichnisinhalt auflisten
Pfeil 30.1.23 more – Datei(en) seitenweise ausgeben
Pfeil 30.1.24 mv – Datei(en) verschieben oder umbenennen
Pfeil 30.1.25 nl – Datei mit Zeilennummer ausgeben
Pfeil 30.1.26 od – Datei(en) hexadezimal bzw. oktal ausgeben
Pfeil 30.1.27 rm – Dateien und Verzeichnisse löschen
Pfeil 30.1.28 sort – Dateien sortieren
Pfeil 30.1.29 split – Dateien in mehrere Teile zerlegen
Pfeil 30.1.30 tac – Dateien rückwärts ausgeben
Pfeil 30.1.31 tail – Ende einer Datei ausgeben
Pfeil 30.1.32 tee – Ausgabe duplizieren
Pfeil 30.1.33 touch – Zeitstempel verändern
Pfeil 30.1.34 tr – Zeichen ersetzen
Pfeil 30.1.35 type – Kommandos klassifizieren
Pfeil 30.1.36 umask – Datei-Erstellungsmaske ändern
Pfeil 30.1.37 uniq – doppelte Zeilen nur einmal ausgeben
Pfeil 30.1.38 wc – Zeilen, Wörter und Zeichen zählen
Pfeil 30.1.39 whereis – Suche nach Dateien
Pfeil 30.1.40 zcat, zless, zmore – Ausgabe von zip-Dateien
Pfeil 30.2 Verzeichnisorientierte Kommandos
Pfeil 30.2.1 basename – Dateianteil eines Pfadnamens
Pfeil 30.2.2 cd – Verzeichnis wechseln
Pfeil 30.2.3 dirname – Verzeichnisanteil eines Pfadnamens
Pfeil 30.2.4 mkdir – ein Verzeichnis anlegen
Pfeil 30.2.5 pwd – aktuelles Arbeitsverzeichnis ausgeben
Pfeil 30.2.6 rmdir – ein leeres Verzeichnis löschen
Pfeil 30.3 Verwaltung von Benutzern und Gruppen
Pfeil 30.3.1 exit, logout – eine Session oder Sitzung beenden
Pfeil 30.3.2 finger – Informationen zu Benutzern abfragen
Pfeil 30.3.3 groupadd etc. – Gruppenverwaltung
Pfeil 30.3.4 groups – Gruppenzugehörigkeit ausgeben
Pfeil 30.3.5 id – eigene Benutzer- und Gruppen-ID ermitteln
Pfeil 30.3.6 last – An- und Abmeldezeit eines Benutzers
Pfeil 30.3.7 logname – Name des aktuellen Benutzers
Pfeil 30.3.8 newgrp – Gruppenzugehörigkeit wechseln
Pfeil 30.3.9 passwd – Passwort ändern bzw. vergeben
Pfeil 30.3.10 useradd/adduser etc. – Benutzerverwaltung
Pfeil 30.3.11 who – eingeloggte Benutzer anzeigen
Pfeil 30.3.12 whoami – Namen des aktuellen Benutzers anzeigen
Pfeil 30.4 Programm- und Prozessverwaltung
Pfeil 30.4.1 at – Zeitpunkt für ein Kommando festlegen
Pfeil 30.4.2 batch – ein Kommando später ausführen lassen
Pfeil 30.4.3 bg – einen Prozess im Hintergrund fortsetzen
Pfeil 30.4.4 cron/crontab – Programme zeitgesteuert ausführen
Pfeil 30.4.5 fg – Prozesse im Vordergrund fortsetzen
Pfeil 30.4.6 jobs – Anzeigen von im Hintergrund laufenden Prozessen
Pfeil 30.4.7 kill – Signale an Prozesse mit Nummer senden
Pfeil 30.4.8 killall – Signale an Prozesse mit Namen senden
Pfeil 30.4.9 nice – Prozesse mit anderer Priorität ausführen
Pfeil 30.4.10 nohup – Prozesse nach dem Abmelden fortsetzen
Pfeil 30.4.11 ps – Prozessinformationen anzeigen
Pfeil 30.4.12 pgrep – Prozesse über ihren Namen finden
Pfeil 30.4.13 pstree – Prozesshierarchie in Baumform ausgeben
Pfeil 30.4.14 renice – Priorität laufender Prozesse verändern
Pfeil 30.4.15 sleep – Prozesse schlafen legen
Pfeil 30.4.16 su – Ändern der Benutzerkennung
Pfeil 30.4.17 sudo – Programme als anderer Benutzer ausführen
Pfeil 30.4.18 time – Zeitmessung für Prozesse
Pfeil 30.4.19 top – Prozesse nach CPU-Auslastung anzeigen
Pfeil 30.5 Speicherplatzinformationen
Pfeil 30.5.1 df – Abfrage des Speicherplatzes für Dateisysteme
Pfeil 30.5.2 du – Größe eines Verzeichnisbaums ermitteln
Pfeil 30.5.3 free – verfügbaren Speicherplatz anzeigen
Pfeil 30.6 Dateisystem-Kommandos
Pfeil 30.6.1 badblocks – überprüft defekte Sektoren
Pfeil 30.6.2 cfdisk – Partitionieren von Festplatten
Pfeil 30.6.3 dd – Datenblöcke zwischen Devices kopieren
Pfeil 30.6.4 dd_rescue – fehlertolerantes Kopieren
Pfeil 30.6.5 dumpe2fs – Analyse von ext2/ext3-Systemen
Pfeil 30.6.6 e2fsck – ein ext2/ext3-Dateisystem reparieren
Pfeil 30.6.7 fdformat – eine Diskette formatieren
Pfeil 30.6.8 fdisk – Partitionieren von Speichermedien
Pfeil 30.6.9 fsck – Reparieren und Überprüfen
Pfeil 30.6.10 mkfs – Dateisystem einrichten
Pfeil 30.6.11 mkswap – eine Swap-Partition einrichten
Pfeil 30.6.12 mount, umount – Dateisysteme an- bzw. abhängen
Pfeil 30.6.13 parted – Partitionen anlegen etc.
Pfeil 30.6.14 swapon, swapoff – Swap-Speicher (de-)aktivieren
Pfeil 30.6.15 sync – gepufferte Schreiboperationen ausführen
Pfeil 30.7 Archivierung und Backup
Pfeil 30.7.1 bzip2/bunzip2 – (De-)Komprimieren von Dateien
Pfeil 30.7.2 cpio, afio – Dateien archivieren
Pfeil 30.7.3 ccrypt – Dateien verschlüsseln
Pfeil 30.7.4 gzip/gunzip – (De-)Komprimieren von Dateien
Pfeil 30.7.5 mt – Streamer steuern
Pfeil 30.7.6 tar – Dateien und Verzeichnisse archivieren
Pfeil 30.7.7 Übersicht zu den Packprogrammen
Pfeil 30.8 Systeminformationen
Pfeil 30.8.1 cal – zeigt einen Kalender an
Pfeil 30.8.2 date – Datum und Uhrzeit
Pfeil 30.8.3 uname – Rechnername, Architektur und OS
Pfeil 30.8.4 uptime – Laufzeit des Rechners
Pfeil 30.9 Systemkommandos
Pfeil 30.9.1 dmesg – letzte Kernel-Boot-Meldungen
Pfeil 30.9.2 halt – alle laufenden Prozesse beenden
Pfeil 30.9.3 reboot – System neu starten
Pfeil 30.9.4 shutdown – System herunterfahren
Pfeil 30.10 Druckeradministration und Netzwerkbefehle
Pfeil 30.10.1 arp – Ausgeben von MAC-Adressen
Pfeil 30.10.2 ftp – Dateien übertragen
Pfeil 30.10.3 hostname – Rechnername ermitteln
Pfeil 30.10.4 ifconfig – Netzwerkzugang konfigurieren
Pfeil 30.10.5 mail/mailx – E-Mails schreiben und empfangen
Pfeil 30.10.6 netstat – Statusinformationen über das Netzwerk
Pfeil 30.10.7 nslookup (host/dig) – DNS-Server abfragen
Pfeil 30.10.8 ping – Verbindung zu einem anderen Rechner testen
Pfeil 30.10.9 Die r-Kommandos (rcp, rlogin, rsh)
Pfeil 30.10.10 ssh – sichere Shell auf einem anderen Rechner starten
Pfeil 30.10.11 scp – Dateien per ssh kopieren
Pfeil 30.10.12 rsync – Replizieren von Dateien und Verzeichnissen
Pfeil 30.10.13 traceroute – Route zu einem Rechner verfolgen
Pfeil 30.11 Benutzerkommunikation
Pfeil 30.11.1 wall – Nachrichten an alle Benutzer verschicken
Pfeil 30.11.2 write – Nachrichten an Benutzer verschicken
Pfeil 30.11.3 mesg – Nachrichten zulassen oder unterbinden
Pfeil 30.12 Bildschirm- und Terminalkommandos
Pfeil 30.12.1 clear – Löschen des Bildschirms
Pfeil 30.12.2 reset – Zeichensatz wiederherstellen
Pfeil 30.12.3 setterm – Terminaleinstellung verändern
Pfeil 30.12.4 stty – Terminaleinstellung abfragen oder setzen
Pfeil 30.12.5 tty – Terminalnamen erfragen
Pfeil 30.12.6 apropos – nach Schlüsselwörtern suchen
Pfeil 30.12.7 info – GNU-Online-Manual
Pfeil 30.12.8 man – die traditionelle Onlinehilfe
Pfeil 30.12.9 whatis – Kurzbeschreibung zu einem Kommando
Pfeil 30.13 Sonstige Kommandos
Pfeil 30.13.1 alias/unalias – Kurznamen für Kommandos
Pfeil 30.13.2 bc – Taschenrechner
Pfeil 30.13.3 printenv/env – Umgebungsvariablen anzeigen


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30.6 Dateisystem-Kommandos Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Bei den Kommandos zu den Dateisystemen handelt es sich häufig um Kommandos, die nur als Root ausführbar sind. Aus Erfahrung weiß ich, dass man schnell gern mit Root-Rechten spielt, um mit solchen Kommandos zu experimentieren. Hiervor möchte ich Sie aber warnen, sofern Sie nicht genau wissen, was Sie tun. Mit zahlreichen dieser Kommandos verlieren Sie häufig nicht nur ein paar Daten, sondern können z. T. ein ganzes Dateisystem beschädigen – was sich so weit auswirken kann, dass Ihr Betriebssystem nicht mehr startet.


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30.6.1 badblocks – überprüft defekte Sektoren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Kommando badblocks testen Sie den physischen Zustand eines Datenträgers. Dabei sucht badblocks auf einer Diskette oder Festplatte nach defekten Blöcken.

user$ sudo badblocks -s -o block.log /dev/fd0 1440

Hier wird z. B. bei einer Diskette (1,44 MByte) nach defekten Blöcken gesucht. Das Fortschreiten der Überprüfung wird durch die Option -s simuliert. Mit -o schreiben Sie das Ergebnis defekter Blöcke in die Datei block.log, die wiederum von anderen Programmen verwendet werden kann, damit diese beschädigten Blöcke nicht mehr genutzt werden. Die Syntax sieht somit wie folgt aus:

user$ badblocks [-optionen] Gerätedatei [startblock]

Die »Gerätedatei« ist der Pfad zum entsprechenden Speichermedium (z. B. /dev/hda1 = erste Festplatte). Sie können außerdem auch optional den »startblock« festlegen, von dem aus mit dem Testen begonnen werden soll. Die Ausführung dieses Kommandos bleibt selbstverständlich dem Superuser vorbehalten.


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30.6.2 cfdisk – Partitionieren von Festplatten Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit cfdisk teilen Sie eine formatierte Festplatte in verschiedene Partitionen ein. Natürlich kann man auch eine bestehende Partition löschen oder eine vorhandene verändern (z. B. eine andere Systemkennung vergeben). Man kann mit cfdisk allerdings auch eine »rohe« ganze Festplatte bearbeiten (nicht nur einzelne Partitionen). Die Gerätedatei lautet also /dev/hda für die erste IDE-Festplatte, /dev/hdb für die zweite Festplatte, /dev/sda für die erste SCSI- bzw. S-ATA-Festplatte, /dev/sdb für die zweite SCSI- bzw. S-ATA- Festplatte usw.

Starten Sie cfdisk, so werden alle gefundenen Partitionen mitsamt ihren Größen angezeigt. Mit den Pfeiltasten »nach oben« und »nach unten« können Sie hierbei eine Partition auswählen und mit den Pfeiltasten »nach rechts« bzw. »nach links« ein Kommando. Mit q können Sie cfdisk beenden.

Selbstverständlich ist cfdisk nur als Root ausführbar. Sollten Sie Root-Rechte haben und ohne Vorwissen mit cfdisk herumspielen, ist Ihnen mindestens ein Datenverlust sicher.

Wenn Sie Ihre Festplatte wirklich »zerschneiden« wollen, so sollten Sie vor dem Partitionieren die alte Partitionstabelle sichern. Im Falle eines Missgeschicks können Sie dann noch die alte Partitionstabelle wiederherstellen und auf die Daten zugreifen.


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30.6.3 dd – Datenblöcke zwischen Devices kopieren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dd können Sie eine Datei lesen und den Inhalt in einer bestimmten Blockgröße mit verschiedenen Konvertierungen zwischen verschiedenen Speichermedien (Festplatte, Diskette usw.) übertragen. Auf diese Weise lassen sich neben einfachen Dateien auch ganze Festplatten-Partitionen kopieren. Ein komplettes Backup kann mit diesem Kommando realisiert werden. Mit sudo dd if=/dev/hda bs=512 count=1 geben Sie den Boot-Sektor auf dem Bildschirm aus (nur als Root möglich). Wollen Sie jetzt auch noch ein Backup des Boot-Sektors auf einerDiskette sichern, dann gehen Sie so vor: sudo dd if=/dev/hda of=/dev/fd0 bs=512 count=1. Bevor Sie jetzt noch weitere Beispiele zum mächtigen Werkzeug dd sehen werden, müssen Sie sich zunächst mit den Optionen vertraut machen – im Beispiel werden if, of, bs und count verwendet.

Es folgen noch einige interessante Beispiele zu dd:

user$ sudo dd if=/vmlinuz of=/dev/fd0

Damit kopieren Sie den Kernel (hier in »vmlinuz« – bitte anpassen) in den ersten Sektor der Diskette, die als Boot-Diskette verwendet werden kann.

user$ sudo dd if=/dev/hda of=/dev/hdc

Mit diesem Befehl klonen Sie praktisch in einem Schritt die erste Festplatte am MasterIDE-Controller auf die Festplatte am zweiten Master-Anschluss. Somit haben Sie auf /dev/hdc denselben Inhalt wie auf /dev/hda. Natürlich kann die Ausgabedatei auch auf ein anderes Medium geschrieben werden, z. B. auf einen DVD-Brenner, eine Festplatte am USB-Anschluss oder in eine Datei.

Zwar ist dd ein mächtigeres Werkzeug, als es hier vielleicht den Anschein hat, dennoch sollten Sie dd nicht unbedacht aufrufen. Der Datensalat entsteht auch hier schneller als bei anderen Werkzeugen. Daher benötigt man wieder die allmächtigen Root-Rechte. Falls Sie größere Datenmengen mit dd kopieren, können Sie dem Programm von einer anderen Konsole aus mittels kill das Signal SIGUSR1 senden, um dd zu veranlassen, den aktuellen Fortschritt auszugeben.


Option Bedeutung

if = Datei

Input File: Hier gibt man den Namen der Eingabedatei (Quelldatei) an – ohne Angaben wird die Standardeingabe verwendet.

of = Datei

Output File: Hier wird der Name der Ausgabedatei (Zieldatei) angegeben – ohne Angabe wird hier die Standardausgabe verwendet.

ibs = Schritt

Input Block Size: Hier wird die Blockgröße der Eingabedatei angegeben.

obs = Schritt

Output Block Size: Hier wird die Blockgröße der Ausgabedatei angegeben.

bs = Schritt

Block Size: Hier legt man die Blockgröße für die Ein- und Ausgabedatei fest.

cbs = Schritt

Conversion Block Size: Die Blockgröße für die Konvertierung wird bestimmt.

skip = Blöcke

Hier können Sie eine Anzahl Blöcke angeben, die von der Eingabe zu Beginn ignoriert werden sollen.

seek = Blöcke

Hier können Sie eine Anzahl Blöcke angeben, die von der Ausgabe am Anfang ignoriert werden sollen; das Kommando unterdrückt am Anfang die Ausgabe der angegebenen Anzahl von Blöcken.

count = Blöcke

Hier wird angegeben, wie viele Blöcke kopiert werden sollen.


Eine spezielle Option steht Ihnen mit conv-Konvertierung zur Verfügung:


Option Konvertierung

conv=ascii

EBCDIC nach ASCII

conv=ebcdic

ASCII nach EBCDIC

conv=ibm

ASCII nach »big blue special EBCDIC«

conv=block

Es werden Zeilen in Felder mit der Größe cbs geschrieben, und das Zeilenende wird durch Leerzeichen ersetzt. Der Rest des Feldes wird mit Leerzeichen aufgefüllt.

conv=unblock

Abschließende Leerzeichen eines Blocks der Größe cbs werden durch ein Zeilenende ersetzt.

conv=lcase

Großbuchstaben in Kleinbuchstaben

conv=ucase

Kleinbuchstaben in Großbuchstaben

conv=swab

Vertauscht je zwei Bytes der Eingabe. Ist die Anzahl der gelesenen Bytes ungerade, wird das letzte Byte einfach kopiert.

conv=noerror

Lesefehler werden ignoriert.

conv=sync

Füllt Eingabeblöcke bis zur Größe von ibs mit Nullen.



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30.6.4 dd_rescue – fehlertolerantes Kopieren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Falls Sie eine defekte Festplatte – oder eine Partition auf derselben – kopieren wollen, stößt dd schnell an seine Grenzen. Zudem ist beim Retten von Daten eines defekten Speichermediums die Geschwindigkeit wichtig, da das Medium weitere Fehler verursachen kann und somit weitere Dateien beschädigt werden können. Ein Fehlversuch mit dd kann hier also fatale Folgen haben.

Reparatur

An dieser Stelle bietet sich das Werkzeug dd_rescue an, das bei Ubuntu mithilfe des gleichnamigen Pakets nachinstalliert wird. Sie können damit – ähnlich wie mit dd – Dateiblöcke auf Low-Level-Basis auf ein anderes Medium kopieren. Als Zielort ist eine Datei auf einem anderen Speichermedium sinnvoll. Von diesem Abbild der defekten Festplatte können Sie eine Kopie erstellen, um das ursprüngliche Abbild nicht zu verändern. In einem der Abbilder können Sie versuchen, das Dateisystem mittels fsck wieder zu reparieren. Ist dies gelungen, können Sie das Abbild wieder mit dd_rescue auf eine neue Festplatte kopieren. Ein Beispiel:

user$ sudo dd_rescue -v /dev/hda1 \
/mnt/rescue/hda1.img

In dem Beispiel wird die Partition /dev/hda1 in die Abbilddatei /mnt/ rescue/hda1.img kopiert.


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30.6.5 dumpe2fs – Analyse von ext2/ext3-Systemen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

dumpe2fs gibt eine Menge interner Informationen zum Superblock und anderen Blockgruppen zu einem ext2/ext3-Dateisystem aus (vorausgesetzt, dieses Dateisystem wird auch verwendet). Zum Beispiel: sudo dumpe2fs -b /dev/hda6.

Mit der Option -b werden alle Blöcke von /dev/hda6 auf die Konsole ausgegeben, die als »schlecht« (engl. bad) markiert wurden.


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30.6.6 e2fsck – ein ext2/ext3-Dateisystem reparieren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

e2fsck überprüft ein ext2/ext3-Dateisystem und repariert den Fehler. Damit e2fsck verwendet werden kann, muss fsck.ext2 installiert sein. Das eigentliche Programm e2fsck ist nur ein »Frontend« dieses Programms. Die Befehlssyntax lautet:

user$ sudo e2fsck Gerätedatei

Mit der »Gerätedatei« geben Sie die Partition an, auf der das Dateisystem überprüft werden soll (das selbstverständlich wieder ein ext2/ext3-Dateisystem sein muss). Bei den Dateien, bei denen die Inodes in keinem Verzeichnis notiert sind, werden sie von e2fsck im Verzeichnis lost+found eingetragen und können so repariert werden. e2fsck gibt beim Überprüfen einen Exit-Code zurück, den Sie mit echo $? abfragen können. Die in der folgenden Tabelle zusammengestellten wichtigen Exit-Codes und deren Bedeutung können dabei zurückgegeben werden.


Exit-Code Bedeutung

0

kein Fehler im Dateisystem

1

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden und repariert.

2

Es wurde ein schwerer Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert, das System sollte dennoch neu gestartet werden.

4

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden, aber nicht korrigiert.

8

Fehler bei der Kommandoausführung von e2fsck

16

falsche Verwendung von e2fsck

128

Fehler in den Shared-Librarys


Wichtige Optionen, die Sie mit e2fsck angeben können, sind:


Option Bedeutung

-p

alle Fehler automatisch ohne Rückfragen reparieren

-c

Durchsucht das Dateisystem nach schlechten Blöcken.

-f

Erzwingt eine Überprüfung des Dateisystems, auch wenn der Kernel das System für in Ordnung befunden hat (valid-Flag gesetzt).


fsck fragt meist nach, ob das Kommando wirklich ausgeführt werden soll. Als Antwort genügt der Anfangsbuchstabe »j« oder »y« nicht, sondern Sie müssen »yes« oder »ja« (je nach Fragestellung) eingeben. Anderenfalls bricht fsck an dieser Stelle kommentarlos ab.


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30.6.7 fdformat – eine Diskette formatieren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Auch wenn viele Rechner mittlerweile ohne Diskettenlaufwerk ausgeliefert werden, wird das Diskettenlaufwerk immer wieder einmal benötigt (z. B. für eine Rettungsdiskette mit einem Mini-Linux). Mit dem Kommando fdformat formatieren Sie eine Diskette. Das Format wird dabei anhand von im Kernel gespeicherten Parametern erzeugt. Beachten Sie allerdings, dass die Diskette nur mit leeren Blöcken beschrieben wird und nicht mit einem Dateisystem. Zum Erstellen von Dateisystemen stehen Ihnen die Kommandos mkfs, mk2fs oder mkreiserfs zur Verfügung. Die Syntax des Befehls lautet:

fdformat Gerätedatei

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30.6.8 fdisk – Partitionieren von Speichermedien Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

fdisk ist die etwas unkomfortablere Alternative zu cfdisk, um eine Festplatte in verschiedene Partitionen aufzuteilen, zu löschen oder gegebenenfalls zu ändern. Im Gegensatz zu cfdisk können Sie hier nicht mit den Pfeiltasten navigieren, sondern müssen einzelne Tastenkürzel verwenden. Allerdings hat fdisk den Vorteil, fast überall und immer präsent zu sein. Die wichtigsten Tastenkürzel zur Partitionierung sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.


Taste Bedeutung

Taste B

»bsd disklabel« bearbeiten

Taste D

eine Partition löschen

Taste L

die bekannten Dateisystemtypen anzeigen (Sie benötigen die Nummer.)

Taste M

ein Menü mit allen Befehlen anzeigen

Taste N

eine neue Partition anlegen

Taste P

die Partitionstabelle anzeigen

Taste Q

Ende ohne Speichern der Änderungen

Taste S

einen neuen leeren »Sun disklabel« anlegen

Taste T

den Dateisystemtyp einer Partition ändern

Taste U

die Einheit für die Anzeige/Eingabe ändern

Taste V

die Partitionstabelle überprüfen

Taste W

die Tabelle auf die Festplatte schreiben und das Programm beenden

Taste W

zusätzliche Funktionen (nur für Experten)


Automatisches Formatieren

Noch ein Vorzug ist, dass fdisk nicht interaktiv läuft. Man kann es z. B. benutzen, um mehrere Festplatten automatisch zu formatieren. Dies ist praktisch, wenn man ein System identisch auf mehreren Rechnern installieren muss.

Man installiert in diesem Fall das System nur auf einem der Rechner, erzeugt mit dd ein Image, erstellt ein kleines Skript, bootet die anderen Rechner z. B. von »damnsmall-Linux« (einer speziellen Mini-Distribution z. B. für den USB-Stick) und führt das Skript aus, das dann die Festplatte per fdisk formatiert und per dd das Image des Prototyps installiert. Anschließend muss man nur noch die IP-Adresse und den Hostnamen anpassen, was auch skriptgesteuert möglich ist. Einen komfortablen Überblick über alle Partitionen auf allen Festplatten können Sie sich mit der Option -l anzeigen lassen:

user$ sudo fdisk -l
Platte /dev/hdc: 120.0 GByte, 120034123776 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 14593 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Gerät      Anfang     Ende     Blöcke   Id  System
/dev/hdc1    1        6079    48829536   83  Linux
/dev/hdc2 6080        7903    14651280   83  Linux
/dev/hdc3 7904       14593    53737425   83  Linux

Zum Partitionieren müssen Sie fdisk mit der Angabe der Gerätedatei starten:

user$ sudo fdisk /dev/hda

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30.6.9 fsck – Reparieren und Überprüfen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

fsck ist ein unabhängiges Frontend zum Prüfen und Reparieren der Dateisystem-Struktur. fsck ruft gewöhnlich je nach Dateisystem das entsprechende Programm auf. Bei ext2/ext3 ist dies fsck.ext2, bei einem Minix-System fsck.minix, bei ReiserFS reiserfsck usw. Die Zuordnung des entsprechenden Dateisystems nimmt fsck anhand der Partitionstabelle aufgrund einer Kommandozeilenoption vor. Die meisten dieser Programme unterstützen die Optionen -a, -A, -l, -r, -s und -v.

Meistens wird hierbei die Option -a -A verwendet. Mit -a veranlassen Sie eine automatische Reparatur, sofern dies möglich ist, und mit -A geben Sie an, dass alle Dateisysteme getestet werden sollen, die in /etc/fstab eingetragen sind. fsck gibt beim Überprüfen einen Exit-Code zurück, den Sie mit echo $? abfragen können. Folgende wichtige Exit-Codes und deren Bedeutungen können dabei zurückgegeben werden:


Exit-Code Bedeutung

0

kein Fehler im Dateisystem

1

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden und repariert.

2

Es wurde ein schwerer Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert, das System sollte dennoch neu gestartet werden.

4

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden, aber nicht korrigiert.

8

Fehler bei der Kommandoausführung von fsck

16

falsche Verwendung von fsck

128

Fehler in den Shared-Librarys


Besonders wichtig ist es auch, fsck immer auf nicht eingebundene bzw. nur im Readonly-Modus eingebundene Dateisysteme anzuwenden. Denn fsck kann sonst eventuell ein Dateisystem verändern (reparieren), ohne dass das System dies zu erkennen vermag. Ein Systemabsturz ist dann vorprogrammiert. Gewöhnlich wird fsck bzw. fsck.ext3 beim Systemstart automatisch ausgeführt, wenn eine Partition nicht sauber ausgehängt wurde, oder bei Ubuntu nach jedem 30. Booten in der Standardeinstellung.


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30.6.10 mkfs – Dateisystem einrichten Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit mkfs können Sie auf einer zuvor formatierten Festplatte bzw. Diskette ein Dateisystem anlegen. Wie schon fsck ist auch mkfs ein unabhängiges Frontend, das die Erzeugung des Dateisystems nicht selbst übernimmt, sondern auch hier das spezifische Programm zur Erzeugung des entsprechenden Dateisystems verwendet. Auch hierbei richtet sich mkfs wieder nach den Dateisystemen, die in der Partitionstabelle aufgelistet sind, oder gegebenenfalls nach der Kommandozeilenoption. Abhängig vom Dateisystemtyp ruft mkfs dann das Kommando mkfs.minix (für Minix), mk2fs (für ext2/ext3), mkreiserfs (für ReiserFS) usw. auf.

Die Syntax lautet:

user$ mkfs [option] Gerätedatei [blöcke]

Für die »Gerätedatei« müssen Sie den entsprechenden Pfad angeben (z. B. /dev/hda1). Sie können außerdem auch die Anzahl von Blöcken angeben, die das Dateisystem belegen soll. Auch mkfs gibt einen Exit-Code über den Verlauf der Kommandoausführung zurück, den Sie mit echo $? auswerten können.


Exit-Code Bedeutung

0

alles erfolgreich durchgeführt

8

Fehler bei der Programmausführung

16

ein Fehler in der Kommandozeile


Mit der Option -t können Sie den Dateisystemtyp des zu erzeugenden Dateisystems festlegen. Ohne -t würde hier versucht, das Dateisystem anhand der Partitionstabelle zu bestimmen. Sie erzeugen z. B. mit

user$ sudo mkfs -f xfs /dev/hda7

auf der Partition /dev/hda7 ein Dateisystem xfs (alternativ zu ext2).


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30.6.11 mkswap – eine Swap-Partition einrichten Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit mkswap legen Sie eine Swap-Partition an. Diese können Sie z. B. dazu verwenden, schlafende Prozesse, die auf das Ende von anderen Prozessen warten, in die Swap-Partition der Festplatte auszulagern. So halten Sie Platz im Arbeitsspeicher für andere laufende Prozesse frei. Sofern Sie nicht schon bei der Installation von Ubuntu die (gewöhnlich) vorgeschlagene Swap-Partition eingerichtet haben, können Sie dies nachträglich mit dem Kommando mkswap vornehmen. Zum Aktivieren einer Swap-Partition rufen Sie das Kommando swapon auf. Ist Ihr Arbeitsspeicher ausgelastet, können Sie auch kurzfristig solch einen Swap-Speicher einrichten.

user$ sudo dd bs=1024 if=/dev/zero \
of=/tmp/myswap count=4096
4096+0 Datensätze ein
4096+0 Datensätze aus
user$ sudo mkswap -c /tmp/myswap 4096
Swap-Bereich Version 1 wird angelegt,
Größe 4190 KBytes
user$ sudo sync
user$ sudo swapon /tmp/myswap

Zuerst legen Sie mit dd eine leere Swap-Datei von 4 Megabytes Größe mit Null-Bytes an. Anschließend verwenden Sie diesen Bereich als Swap-Datei. Nach einem Aufruf von sync müssen Sie nur noch den Swap-Speicher aktivieren. Wie dieser Swap-Bereich allerdings verwendet wird, haben Sie nicht in der Hand: Dies wird vom Kernel mit dem »Paging« gesteuert. Eine Datei, die als Swap-Bereich eingebunden wird, sollte nur genutzt werden, wenn keine Partition dafür zur Verfügung steht, da die Methode erheblich langsamer ist als eine Swap-Partition.


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30.6.12 mount, umount – Dateisysteme an- bzw. abhängen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Kommando mount hängt einzelne Dateisysteme mit den verschiedensten Medien (Festplatte, CD-ROM, Diskette etc.) an einen einzigen Dateisystembaum an. Die einzelnen Partitionen werden dabei als Gerätedateien im Ordner /dev angezeigt. Rufen Sie mount ohne irgendwelche Argumente auf, werden alle »gemounteten« Dateisysteme aus /etc/mtab aufgelistet. Auch hier bleibt es wieder Root überlassen, ob ein Benutzer ein bestimmtes Dateisystem einbinden kann oder nicht. Hierzu muss nur ein entsprechender Eintrag in /etc/fstab vorgenommen werden.

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Beispiele, wie verschiedene Dateisysteme eingehängt werden können:


Verwendung Bedeutung

mount /dev/fd0

Hängt das Diskettenlaufwerk ein.

mount /dev/hda9 /home/you

Hier wird das Dateisystem /dev/hda9 an das Verzeichnis /home/you gemountet.

mount goliath:/progs /home/progs

Mountet ein Dateisystem per NFS von einem Rechner namens »goliath« und hängt dieses an das lokale Verzeichnis /home/progs.


Wollen Sie ein Dateisystem wieder aushängen, dann verwenden Sie dazu umount:

user$ umount /dev/fd0

Hier wird das Diskettenlaufwerk aus dem Dateisystem ausgehängt. Wenn ein Eintrag für ein Dateisystem in der /etc/fstab besteht, reicht es aus, mount mit dem Device oder dem Mount-Punkt als Argument aufzurufen: mount /dev/fd0.


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30.6.13 parted – Partitionen anlegen etc. Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit parted können Sie nicht nur – wie mit fdisk bzw. cfdisk – Partitionen anlegen oder löschen, sondern diese auch vergrößern, verkleinern, kopieren und verschieben. parted wird gern verwendet, wenn man auf der Festplatte Platz für ein neues Betriebssystem schaffen will oder alle Daten einer Festplatte auf eine neue kopieren will. Mehr hierzu entnehmen Sie der man-Seite von parted.


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30.6.14 swapon, swapoff – Swap-Speicher (de-)aktivieren Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Wenn Sie auf dem System eine Swap-Partition eingerichtet haben (siehe mkswap), so existiert diese zwar, muss aber noch mit dem Kommando swapon aktiviert werden. Den so aktivierten Bereich können Sie jederzeit mit swapoff wieder aus dem laufenden System entfernen.


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30.6.15 sync – gepufferte Schreiboperationen ausführen topZur vorigen Überschrift

Normalerweise verwendet Linux einen Puffer (Cache) im Arbeitsspeicher, in dem sich ganze Datenblöcke eines Massenspeichers befinden. So werden Daten häufig temporär erst im Arbeitsspeicher verwaltet, da sich ein dauernd schreibender Prozess äußerst negativ auf die Performance des Systems auswirken würde. Stellen Sie sich das einmal bei hundert Prozessen vor! Gewöhnlich übernimmt ein Daemon die Arbeit und entscheidet, wann die veränderten Datenblöcke auf die Festplatte geschrieben werden.

Mit dem Kommando sync können Sie nun veranlassen, dass veränderte Daten sofort auf die Festplatte (oder auf jeden anderen Massenspeicher) geschrieben werden. Dies ist häufig der letzte Rettungsanker, wenn das System sich nicht mehr richtig beenden lässt. Können Sie hierbei noch schnell ein sync ausführen, so werden alle Daten zuvor nochmals gesichert, und der Datenverlust kann eventuell ganz verhindert werden.



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