Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leitfaden
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Die Möglichkeiten der beiliegenden DVDs
5 Daten aus Windows sichern
6 Die Installation
7 Erste Schritte
8 Kubuntu und Xubuntu
9 Ubuntu mobil
10 Programme und Pakete installieren
11 Internet und E-Mail
12 Office
13 Grafik und Bildbearbeitung
14 Multimedia
15 Das Terminal
16 Programmierung und Design
17 Einrichtung der grundlegenden Hardware
18 Software- und Paketverwaltung
19 Architektur
20 Backup und Sicherheit
21 Desktop-Virtualisierung
22 Server-Installation
23 Sicherheit und Monitoring
24 Netzwerke
25 Server im Heim- und Firmennetzwerk
26 Der Server im Internet
27 Server-Virtualisierung mit KVM
28 Server-Virtualisierung mit Xen
29 Hilfe
30 Befehlsreferenz
Mark Shuttleworth
Glossar
Stichwort

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Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer
Das umfassende Handbuch, aktuell zu Ubuntu 10.04 LTS "Lucid Lynx"
Buch: Ubuntu GNU/Linux

Ubuntu GNU/Linux
5., aktualisierte und erweiterte Auflage, gebunden, mit 2 DVDs
1.104 S., 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1654-8
Pfeil 18 Software- und Paketverwaltung
Pfeil 18.1 Allgemeines
Pfeil 18.2 Synaptic
Pfeil 18.2.1 Lokales Repository mit Synaptic verwalten
Pfeil 18.2.2 Die Ubuntu-Anwendungsverwaltung
Pfeil 18.3 Paketquellen
Pfeil 18.3.1 Main
Pfeil 18.3.2 Restricted
Pfeil 18.3.3 Universe
Pfeil 18.3.4 Multiverse
Pfeil 18.3.5 Backports
Pfeil 18.4 dpkg – Die Basis der Paketverwaltung
Pfeil 18.4.1 Einzelne Pakete installieren und deinstallieren
Pfeil 18.4.2 Installierte Pakete konfigurieren
Pfeil 18.4.3 Pakete finden
Pfeil 18.5 Advanced Packaging Tool (APT)
Pfeil 18.5.1 Installation von Paketen
Pfeil 18.5.2 Entfernen von Paketen
Pfeil 18.5.3 Upgrade von Paketen oder der kompletten Distribution
Pfeil 18.5.4 Ungenutzte Pakete entfernen
Pfeil 18.5.5 Die Datei sources.list
Pfeil 18.5.6 APT lokal verwenden
Pfeil 18.5.7 Externe Quellen
Pfeil 18.6 Fremdsoftware nutzen
Pfeil 18.6.1 Windows-Programme
Pfeil 18.6.2 Java-Programme
Pfeil 18.7 Sekundärsoftware aus Quellen
Pfeil 18.7.1 Der Linux-Dreisprung
Pfeil 18.7.2 Installation unter Ubuntu
Pfeil 18.8 Versionsverwaltung mit Bazaar
Pfeil 18.8.1 Was ist Bazaar?
Pfeil 18.8.2 Ein erstes kleines Projekt
Pfeil 18.8.3 Das Projekt veröffentlichen


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18.5 Advanced Packaging Tool (APT) Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das zentrale Programm, das man unter Ubuntu zum Aktualisieren und Installieren von Paketen benutzt, ist APT (Advanced Packaging Tool). Dies ist eine fortschrittliche Schnittstelle zum Ubuntu- bzw. Debian-Paketsystem dpkg. Als grafische Benutzeroberfläche für APT bietet sich Synaptic (siehe Abschnitt 18.2) an (System · Systemverwaltung (Administration) ·Synaptic-Paketverwaltung). Wie bereits gesagt, arbeitet Ubuntu als Abkömmling von Debian mit deb-Paketen.

Datenbanken

Das Paketsystem verwendet eine Datenbank, die Informationen über installierte, nicht installierte und verfügbare Pakete enthält. Das Programm apt-get nutzt wiederum diese Datenbank, um herauszufinden, wie es die vom Benutzer angeforderten Pakete installieren soll und welche zusätzlichen Pakete benötigt werden, damit die ausgewählten Pakete ordnungsgemäß funktionieren.

Datenbank manuell aktualisieren

Um diese Liste zu aktualisieren, verwenden Sie den Befehl

sudo apt-get update

Die erste Befehlszeile sorgt dafür, dass die Informationen für die Pakete, die man ja in der Regel von einem Internetserver lädt, vor der Installation auf den neuesten Stand gebracht werden. Da sich die Anzahl der Programme und die Version mancher Programme fast täglich ändern, ist somit sichergestellt, dass stets die aktuellste Version eines Programms installiert wird. Die Quellen (d. h. Serveradressen) für die Pakete sind in der Datei /etc/apt/sources.list eingetragen. Hier können auch neue Quellen hinzugefügt werden. Sie sollten diesen Befehl regelmäßig ausführen, insbesondere vor der Installation von neuen Paketen, um sicherzustellen, dass Ihr System immer auf dem neuesten Stand ist. Sie erfahren mehr über die Datei sources.list in Abschnitt 18.5.5, »Die Datei sources.list«.


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18.5.1 Installation von Paketen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Pakete lassen sich über das Werkzeug apt-get von einer Kommandozeile aus folgendermaßen installieren: sudo apt-get install <Paketname>.

Dieses Kommando installiert das genannte Paket. Durch Leerzeichen getrennt, können hier auch mehrere Pakete angegeben werden. Bei der Installation via apt-get kommen Sie in den Genuss eines entscheidenden Vorteils des APT-Systems: Oft benötigt ein Programm zur kompletten Funktion weitere Bibliotheken (engl.: libraries), die in anderen Paketen versteckt sind. Bei Verwendung des RPM-Paketsystems würde nun eine wilde Sucherei losgehen, in welchen Paketen die entsprechenden Bibliotheken zu finden sind.

Nicht so unter Ubuntu: Der Paketmanager sorgt automatisch dafür, dass die fehlenden Pakete mit installiert werden. Mitunter kann das natürlich bei der Installation aus dem Internet zu langwierigen Downloads führen. apt-get fragt daher nach, ob die entsprechende Installation auch wirklich vorgenommen werden soll, und gibt hierbei alle benötigten Pakete an.

Die Installation des Kubuntu-Desktops aus einer GNOME-Ubuntu-Installation heraus wäre ein Beispiel für dieses Verfahren:

sudo apt-get install kubuntu-desktop
Reading package lists ...
Building dependency tree ...
Die folgenden zusätzlichen Pakete werden installiert:
adept akode akregator amarok amarok-gstreamer ark arts debtags enscript
gtk2-engines-gtk-qt gwenview ...
Die folgenden Pakete werden aktualisiert:
libartsc0 python2.4 python2.4-gdbm python2.4-minimal python2.4-tk
5 aktualisiert, 146 neu installiert, 0 zu entfernen und 303 nicht aktualisiert.
Es müssen noch 135 MB von 135 MB Archiven geholt werden.
Nach dem Auspacken werden 388 MB Plattenplatz zusätzlich benutzt.
Möchten Sie fortfahren [J/n]?

Dadurch wird das komplette KDE-Framework inklusive der wichtigsten Programme mit einem einzigen Befehl installiert. Die letzte Nachfrage können Sie vermeiden, indem Sie dem Installationsbefehl alle abhängigen Pakete als Argument mitliefern. Dies bedeutet, dass APT nur um Bestätigung bittet, wenn es Pakete installieren muss, die Sie nicht auf der Kommandozeile übergeben haben.

Die folgenden Optionen können in diesem Zusammenhang wertvoll sein:

  • -d – Pakete nur herunterladen, aber diese nicht installieren.
  • -s – Die Installation lediglich simulieren.
  • -y – Alle Nachfragen automatisch mit »Ja« beantworten.
  • -u – Zeige eine Liste der Pakete, die aktualisiert werden.

Aptitude verwenden

APT ist rein konsolenbasiert, Sie müssen folglich alles über das Terminal erreichen und haben keinerlei grafische Hilfsmittel. Um dieses Dilemma zu beheben, wurde Aptitude entwickelt (siehe Abbildung 18.7).

Das Werkzeug Aptitude{} wird über das Terminal mit

sudo aptitude

gestartet und lässt sich auf zwei Arten bedienen: entweder über die Tastatur oder mit der Maus. Unter Debian GNU/Linux ist aptitude inzwischen die bevorzugte Installationsmethode, da es bei manchen Paketen die Abhängigkeiten besser auflöst und beim Entfernen sämtliche Abhängigkeiten berücksichtigt.

Auch wenn die Fähigkeiten von aptitude mächtig sind, so ist das Erscheinungsbild gelinde gesagt bescheiden – die grafischen Darstellungsfähigkeiten des Terminals sind eben bescheiden.


Abbildung 18.7 Paketverwaltung mit »aptitude«

Re-Install

Wenn Sie ein installiertes Paket beschädigt haben oder die Dateien dieses Pakets neu installieren möchten, dann können Sie die Option - -reinstall verwenden:

sudo apt-get – reinstall install gdm

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18.5.2 Entfernen von Paketen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Wenn Sie ein bestimmtes Paket nicht mehr auf Ihrem System benötigen, können Sie es mit APT auch entfernen. Dies erledigen Sie mit der Option remove:

sudo apt-get remove gparted

APT kümmert sich während der Deinstallation des Pakets auch um die Abhängigkeiten, d. h. es entfernt zwangsläufig auch die Pakete, die abhängig von dem ursprünglichen Paket sind. Dieses Verhalten ist nicht zu beeinflussen.

Konfigurationen erhalten

Bei der eben beschriebenen Vorgehensweise entfernen Sie zwar das Paket an sich, nicht aber die Konfigurationsdateien, die ein darin enthaltenes Programm eventuell angelegt hat. Dies ist kein Schönheitsfehler, sondern ein gewünschter Vorgang. So haben Sie bei einer möglichen Neuinstallation Zugriff auf Ihre vorher gemachten Einstellungen.

Vollständig entfernen

Wenn Sie ein Programm komplett entfernen wollen, also inklusive der Konfigurationsdateien, müssen Sie die Option - -purge hinzufügen:

sudo apt-get --purge remove gparted

Bei der Verwendung von - -purge ist darauf zu achten, dass ebenso sämtliche Konfigurationsdateien abhängiger Pakete deinstalliert werden.


Gleichzeitige Installation und Deinstallation von Paketen

Sie können im Übrigen dem Befehl zum Installieren von Paketen durch einen Trick auch Pakete übergeben, die deinstalliert werden sollen. Dies geschieht in der gleichen Zeile, indem Sie den zu entfernenden Paketen ein Minuszeichen »-« anhängen:

sudo apt-get install gparted aptitude-

So, wie Sie bei der Installation gleichzeitig auch Pakete entfernen können, sind Sie bei der Verwendung von remove auch in der Lage, gleichzeitig Programme zu installieren. Sie können quasi die Wirkung von remove umkehren. Dies geschieht, indem Sie dem Paket, das Sie installieren möchten, ein Pluszeichen »+« anhängen:

sudo apt-get remove gparted aptitude+


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18.5.3 Upgrade von Paketen oder der kompletten Distribution Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mithilfe von APT benötigen Sie nur einen einzigen Befehl, um Pakete zu aktualisieren. Sie verwenden es folgendermaßen:

sudo apt-get -u upgrade

Wie hier angegeben, ist es sinnvoll, die Option -u zu verwenden. Diese Option lässt APT die komplette Liste der Pakete anzeigen, die aktualisiert werden sollen. Ohne diese Option aktualisieren Sie blind. APT lädt die aktuellsten Versionen aller Pakete herunter und installiert sie in der richtigen Reihenfolge.

Wenn Sie die gesamte Distribution aktualisieren möchten, verwenden Sie das Kommando dist-upgrade:

sudo apt-get dist-upgrade

Es ist wichtig zu wissen, dass APT immer nach der aktuellsten Version eines Pakets sucht. Wenn also die Datei /etc/apt/sources.list auf ein Archiv zeigt, das eine neuere Version eines Pakets enthält, als sich beispielsweise auf der eingelegten CD befindet, lädt APT das Paket aus diesem herunter.


Abgebrochenes Upgrade wieder aufnehmen

Wenn aus irgendwelchen Gründen ein Upgrade der gesamten Distribution abbricht, so ist es leider nicht ausreichend, das Upgrade neu zu starten. Stattdessen verwenden Sie den folgenden Befehl:

sudo dpkg --configure -a


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18.5.4 Ungenutzte Pakete entfernen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Wenn ein Paket installiert wird, bezieht APT die nötigen Dateien aus den Quellen, die in der sources.list aufgelistet sind. Diese Dateien werden dann zunächst in einem lokalen Archiv (/var/cache/apt/archives) gespeichert und anschließend installiert.

Im Laufe der Zeit kann dieses Archiv immer größer werden und eine Menge Platz auf der Festplatte belegen. Um dieses Archiv zu warten, bietet APT die Werkzeuge clean und autoclean an:

  • sudo apt-get clean – Dieser Befehl entfernt sämtliche Dateien in diesem Archiv bis auf die sogenannten Lock-Dateien. Dabei wird das installierte Programm selbstverständlich nicht entfernt. In der Folge muss APT bei einer erneuten Installation dieses Paket erst wieder herunterladen.
  • sudo apt-get autoclean – Mit diesem Kommando werden nur Pakete entfernt, die sowieso nicht mehr heruntergeladen werden können. Dies sind in aller Regel ausschließlich veraltete Pakete, die bereits einen legitimen Nachfolger besitzen. Mit dem Kommando sudo aptshow-versions -p <paketname> können Sie sich eventuell vorhandene unterschiedliche Versionen des gleichen Pakets ansehen.

Tabelle 18.2 Die wichtigsten Optionen von »apt-get«

Option Zweck

update

Liest die Paketlisten ein, die in den Quellen verfügbar sind, die in der Datei etc/apt/sources.list definiert sind.

upgrade

Installiert die neuesten verfügbaren Paketversionen.

dist-upgrade

Führt ein komplettes Distributions-Upgrade durch. Innerhalb eines Versionszyklus installieren Sie dadurch einen eventuell vorhandenen neueren Kernel. Bei Verfügbarkeit einer neuen Ubuntu-Version können Sie auf diese upgraden. Machen Sie aber unbedingt ein vorheriges Backup Ihrer Daten!

install

Installiert das angegebene Paket.

remove

Löscht das angegebene Paket.

purge

Löscht das angegebene Paket und entfernt damit zusammenhängende Konfigurationsdateien.

source

Lädt die Quelltextdateien zum angegebenen Paket. Dies schließt ebenfalls alle verfügbaren Patches ein, die dann auf den heruntergeladenen Quelltext angewendet werden.

check

Prüft die lokalen Paketlisten auf Konsistenz und sucht nach nicht erfüllten Abhängigkeiten zwischen den installierten Paketen.

clean

Entfernt heruntergeladene Paketdateien, die im Cache liegen.

autoclean

Entfernt heruntergeladene Paketdateien von Paketen, die nicht mehr verfügbar sind.

autoremove

Entfernt automatisch installierte Pakete, die nicht mehr benötigt werden. Dies kann der Fall sein, wenn sie bei einer vorherigen Paketinstallation wichtig waren, jetzt aber keine Abhängigkeiten mehr erfüllen müssen.



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18.5.5 Die Datei sources.list Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

APT verwendet für seine Arbeit eine Datei, in der die Quellen für Pakete aufgelistet sind. Diese Quellen werden in der Datei /etc/apt/sources.list definiert. Sie ist vom Administrator mit folgendem Befehl zu bearbeiten: sudo gedit /etc/apt/sources.list.

Die Einträge in dieser Datei haben das folgende Format:

deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid main restricted
deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid main restricted

Das erste Wort jeder Zeile – deb oder deb-src – zeigt den Typ des Archivs:

  • deb – In dieser Quelle sind sogenannte Binärpakete, also vorkompilierte Pakete vorhanden.
  • deb-src – Hier finden Sie die originalen Programmquellen, die Debian-Kontrolldatei (.dsc) und die Datei diff.gz, die die Änderungen zwischen der Debian- und der Original-Version enthält.

Beispiel: sources.list

Normalerweise sieht eine solche Quellenliste folgendermaßen aus. Die hier abgebildete Datei stammt aus einer Installation von Ubuntu 10.04, die Nummern vor den Zeilen dienen lediglich zur Orientierung und sind in der Originaldatei nicht vorhanden:

 1 #deb cdrom:[Ubuntu 10.04 _Lucid Lynx_ – amd64 lucid main restricted
 2 # See http://help.ubuntu.com/community/UpgradeNotes for how to upgrade to
 3 # newer versions of the distribution.
 4
 5 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid main restricted
 6 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid main restricted
 7
 8 ## Major bug fix updates produced after the final release of the
 9 ## distribution.
10 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates main restricted
11 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates main restricted
12
13 ## N.B. software from this repository is ENTIRELY UNSUPPORTED by the Ubuntu
14 ## team. Also, please note that software in universe WILL NOT receive any
15 ## review or updates from the Ubuntu security team.
16 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid universe
17 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid universe
18 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates universe
19 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates universe
20
21 ## N.B. software from this repository is ENTIRELY UNSUPPORTED by the Ubuntu
22 ## team, and may not be under a free licence. Please satisfy yourself as to
23 ## your rights to use the software. Also, please note that software in
24 ## multiverse WILL NOT receive any review or updates from the Ubuntu
25 ## security team.
26 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid multiverse
27 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid multiverse
28 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates multiverse
29 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-updates multiverse
30
31 ## Uncomment the following two lines to add software from the 'backports'
32 ## repository.
33 ## N.B. software from this repository may not have been tested as
34 ## extensively as that contained in the main release, although it includes
35 ## newer versions of some applications which may provide useful features.
36 ## Also, please note that software in backports WILL NOT receive any review
37 ## or updates from the Ubuntu security team.
38 # deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-backports main restricted universe multiverse
39 # deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-backports main restricted universe multiverse
40
41 ## Uncomment the following two lines to add software from Canonical's
42 ## 'partner' repository. This software is not part of Ubuntu, but is
43 ## offered by Canonical and the respective vendors as a service to Ubuntu
44 ## users.
45 # deb http://archive.canonical.com/ubuntu lucid partner
46 # deb-src http://archive.canonical.com/ubuntu lucid partner
47
48 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security main restricted
49 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security main restricted
50 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security universe
51 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security universe
52 deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security multiverse
53 deb-src http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ lucid-security multiverse
54 # deb http://ppa.launchpad.net/do-core/ppa/ubuntu lucid main
55 # deb-src http://ppa.launchpad.net/do-core/ppa/ubuntu lucid main

In Zeile 1 wird zunächst die Installations-CD als Primärquelle definiert, während in den Zeilen 5 und 6 die Main- und Restricted-Repositorys der Ubuntu-Distribution definiert sind. In den Zeilen 10 und 11 sind Bugfixes und Updates untergebracht, während in den Zeilen 16–19 und 26–29 die Universe- und Multiverse-Repositorys stehen. Die Ubuntu-Backports in den Zeilen 38 und 39 wurden noch nicht freigeschaltet, was am vorangestellten Kommentarzeichen zu erkennen ist.

Syntax

Die Zeilen mit einem am Anfang sind auskommentiert, d. h., APT wird die Informationen in dieser Zeile ignorieren. Somit eignen sich diese Zeilen für Kommentare und wertvolle Hinweise. Wenn diese Kommentarzeichen vor einer Paketquelle stehen, können Sie diese selbstverständlich bei Bedarf auch entfernen. Wenn Sie die vor einem Kommentar oder einer fehlerhaften Zeile löschen, werden Sie den Fehler spätestens dann bemerken, wenn Sie ein Update dieser Liste machen möchten:

sudo apt-get update

Verschiedene Eintragstypen

Die /etc/apt/sources.list kann allgemein verschiedene Typen von Zeilen enthalten:

  • http – Reguläres Format für Paketquellen
  • ftp – Paketquellen eines FTP-Servers
  • file – Lokale Dateien

Paketlisten neu einlesen

Nachdem Sie eine Änderung an der Datei sources.list vorgenommen haben, ist es unbedingt notwendig, die Paketlisten von den Servern neu einzulesen:

sudo apt-get update

Den schnellsten Mirror finden

Es gibt viele Wege, sich für einen Mirror zu entscheiden. Üblicherweise verwendet man für einen Repository-Server einen Rechner im eigenen Land, um den Netzwerkverkehr in Grenzen zu halten. Als angenehmen Nebeneffekt haben Sie hierbei oftmals auch die kürzesten Zugriffszeiten. Nun können Sie mithilfe des Kommandos ping jeden Server auf seine Geschwindigkeit testen oder das praktische Werkzeug netselect verwenden.

Nach der Installation dieses Pakets können Sie diesem Werkzeug die Adresse beliebiger Mirrors als Argumente übergeben:

sudo netselect ftp.tu-chemnitz.de ftp.uni-kl.de ftp.hosteurope.de

In diesem Beispiel habe ich drei unterschiedliche deutsche Mirror-Server angegeben. Als Ergebnis erhalten Sie den zu präferierenden Host-Namen und eine Punktzahl. Diese Punktzahl berücksichtigt die erwartete Ping-Zeit und die Zahl der sogenannten Hops (Rechner, die eine Anfrage passiert) und ist antiproportional zur erwarteten Download-Geschwindigkeit (je niedriger, desto besser). Angezeigt wird jeweils nur der Host mit der niedrigsten Punktzahl.

Ein entsprechender Eintrag, der auf diesen Mirror bezogen ist, sieht dann folgendermaßen aus:

deb http://ftp.inf.tu-dresden.de/os/linux/dists/ ubuntu hardy main restricted universe multiverse

Die Liste der Mirrors ist immer auf der Seite http://www.ubuntu.com/getubuntu/downloadmirrors zu finden.


Es empfiehlt sich, die URL des Mirrors vorher mit einem gewöhnlichen Browser wie Firefox zu testen. Die Repository-Verzeichnisse können damit auf Vollständigkeit hin überprüft werden.


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18.5.6 APT lokal verwenden Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Sie können APT auch zur Installation von regulären .deb-Paketen verwenden. Auch hierbei kann APT seine Stärken ausspielen, um beispielsweise komplizierte Abhängigkeiten aufzulösen. Zu diesem Zweck müssen Sie die .debs indizieren und somit eine Paketquelle definieren.

Legen Sie als Erstes ein geeignetes Verzeichnis an:

sudo mkdir /root/debs/

Speichern Sie dann die .debs in diesem Verzeichnis. Installieren Sie das Paket dpkg-dev, und öffnen Sie mit sudo -s ein Root-Terminal. Wechseln Sie in das Verzeichnis /root, und geben Sie Folgendes ein:

dpkg-scanpackages /debs | gzip > debs/Packages.gz

Packages.gz

Das obige Kommando generiert eine Datei Packages.gz, die verschiedene Informationen für APT über die Pakete im Verzeichnis /debs enthält.

Sie müssen die Paketquelle in die Datei /etc/apt/sources.list eintragen:

deb file:/root debs/

Sie sind jetzt in der Lage, mithilfe gewöhnlicher APT-Kommandos die in dieser neuen Quelle enthaltenen Pakete zu installieren.

Override-Datei

Es ist möglich, die Definitionen der paketeigenen Kontrolldatei mithilfe einer sogenannten override-Datei zu übergehen. In dieser Datei können Sie durch folgendes Format eigene Optionen definieren:

Paket Priorität Sektion

Mit Paket wird der Name des Pakets angegeben, während Sie für die Priorität die Wahl zwischen »low« (niedrig), »medium« (mittel) und »high« (hoch) haben. Die Sektion schließlich gibt die Sektion an, zu der das Paket gehört. Der Dateiname an sich spielt keine Rolle, er muss lediglich an das Kommando dpkg-scanpackages übergeben werden:

dpkg-scanpackages /debs override-Datei | gzip > debs/Packages.gz

Update auf einer selbst erstellten CD

Wie Sie schon bemerkt haben, besitzt Ubuntu mit dem APT-Werkzeug eine universelle Schnittstelle zum System-Update. Eine Frage stellt sich dennoch: Wie kann man die ganzen heruntergeladenen deb-Pakete sichern und für spätere Installationen wieder zur Verfügung stellen? Gehen Sie wie folgt vor:

    Erstellen Sie einen Ordner, in den die ganzen Debian-Dateien vom Originalordner /var/cache/apt/archives kopiert werden (z. B. im eigenen /home-Verzeichnis):
mkdir /home/<Benutzername>/updates
cp /var/cache/apt/archives/* /home/ <Benutzername>/updates
    In diesem Ordner legen Sie nun eine Paketliste an:
cd /home/<Benutzername>/updates
dpkg-scanpackages ./ /dev/null | gzip > Packages.gz
    Im Ordner ~/updates wurde dadurch eine gezippte Datei Packages.gz angelegt, die eine Liste aller deb-Dateien enthält. Sie brennen sich nun einfach den Ordner /updates auf eine CD. Dabei müssen alle Dateien direkt ins Root-Verzeichnis der CD befördert werden. Wenn Sie die CD gebrannt haben, können Sie diese mit dem Kommando
    sudo apt-cdrom add -d <Mountpoint der CD-ROM>
    oder im Programm Synaptic über das Menü Bearbeiten · CD hinzufügen ergänzen.

Quellarchiv

Alternativ zu einem Archiv mit bereits kompilierten Paketen können Sie ein Quellarchiv anlegen, in dem die Quelltexte der Pakete liegen. Die Prozedur ähnelt der eben beschriebenen. Statt mit der Datei Packages.gz haben Sie es hier allerdings mit einer Sources.gz zu tun.

Des Weiteren heißt das notwendige Kommando so:

dpkg-scansources /debs | gzip > debs/Sources.gz

Dieser Befehl benötigt keine override-Datei, und das Archiv wird durch folgende Zeile in die sources.list eingetragen:

deb-src file:/root debs/

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18.5.7 Externe Quellen topZur vorigen Überschrift

Gelegentlich steht eine Software innerhalb des benutzten Ubuntu-Releases nicht oder nur in einer älteren Version zur Verfügung. Wenn diese Software aber in einer anderen Distribution wie Debian testing oder unstable oder einem neueren Ubuntu-Release enthalten ist, erscheint es verlockend, sie einfach aus diesen Quellen zu installieren.

Vorsicht ist geboten

Das kann aber leicht zu Problemen führen, da die Ubuntu-Pakete zwar auf Debian basieren, aber nicht zwangsläufig mit diesen identisch sind. Wie Sie wissen, setzt sich eine Linux-Distribution aus einer Vielzahl von Paketen zusammen, die Hand in Hand arbeiten und dadurch voneinander abhängig sind. Diese Abhängigkeiten können bei verschiedenen Distributionen sehr unterschiedlich sein.

Geschüttelt – nicht gerührt

Durch die Installation von Paketen aus einer anderen Distribution (wie beispielsweise Debian testing oder unstable oder einem anderen Ubuntu-Release) kann es deshalb zu verschiedenen Problemen kommen: Möglicherweise harmoniert das installierte Paket nicht mit einem der anderen installierten Pakete. Wenn eine selten genutzte Software betroffen ist, fällt das vielleicht erst einmal gar nicht auf.


Ein Festplatten-Image mounten

Wenn die Datei Datei.img ein Festplatten-Image enthält und die Quellfestplatte eine Konfiguration wie

<xxxx> = (Byte/Sektor) * (Sektor/Zylinder)

hat, dann kann dieses Image mit dem folgenden Befehl nach /mnt gemountet werden:

mount -o loop,offset=<xxxx> <file.img> /mnt

Die meisten Festplatten haben 512 Byte/Sektor.


Abhängigkeiten

Außerdem ist es üblich, dass ein Paket die Installation anderer Pakete voraussetzt. Wenn nun eines dieser Pakete in der »fremden« Distribution in einer neueren Version vorhanden ist, kann es sein, dass die im Basissystem bereits installierte Version ersetzt wird.

Besonders heimtückisch ist das bei Paketen aus Distributionen, die sich regelmäßig ändern, wie Debian testing und unstable oder die jeweilige Entwicklerversion von Ubuntu. Wo heute die Installation eines einzelnen Pakets noch keine Probleme bereitet, können morgen schon durch eine neue Version Dutzende weiterer Pakete benötigt werden. Ob diese mit dem Basissystem funktionieren, ist manchmal reine Glückssache.


Ein CD/DVD-Image grafisch einhängen

In der heutigen Zeit großer Festplatten lohnt es sich kaum, Daten auf DVDs oder gar CDs zu brennen und so »auszulagern«. Was tun Sie aber, wenn Sie .iso-Dateien (beispielsweise die Ubuntu-DVD, um sie als Paketquelle zu verwenden) heruntergeladen haben? Nun, auch diese muss man nicht brennen, um sie lesbar zu machen – installieren Sie Gmount-iso über das Paket gmountiso. Die Benutzeroberfläche ist selbsterklärend. Ein weiterer Vorteil des Einhängens von Abbilddateien besteht darin, dass ein physischer Wechsel des Mediums überflüssig ist.


Aus diesem Grund sollten Sie beim Eintragen von Quellen einer anderen Distribution sehr vorsichtig sein. Brauchen Sie wirklich neuere Pakete, sollten Sie auf sogenannte Backports (siehe Abschnitt 18.3.5) zurückgreifen. Dies sind Pakete eines neueren Entwicklungsstands, die gezielt für die ältere Distribution gebaut wurden. Sie verwenden also nur Abhängigkeiten, die entweder durch die Distribution selbst oder durch die eigenen Backports erfüllt werden können.

Andere Quellen, beispielsweise www.os-works.com/debian/, führen oft den Namen »Debian« in ihrer Adresse und entwickeln ihre Pakete meist für Debian testing. Pakete für die verschiedenen Debian-Distributionen können unter Ubuntu problemlos funktionieren, jedoch sollten Sie sie nur dann verwenden, wenn es das Paket nicht in den Ubuntu-Quellen gibt und Sie dieses Programm unbedingt benötigen.

Manuelles Hinzufügen

Sowohl durch direktes Editieren der sources.list als auch mithilfe des Synaptic-Pakettools ist es möglich, zusätzliche Paketquellen zu ergänzen.


Hinzufügen einer CD/DVD in die sources.list

Wenn Sie lieber eine CD oder DVD zum Installieren von Paketen oder zum Updaten Ihres Systems verwenden möchten, können Sie selbstverständlich auch dieses Medium in Ihre sources.list eintragen. Zu diesem Zweck dient folgender Befehl:

sudo apt-cdrom add

Hierbei ist es gleichgültig, ob Sie eine CD oder DVD verwenden – das Programm apt-cdrom kann mit beiden Medien umgehen.

Wenn das Laufwerk korrekt in der Datei /etc/fstab eingetragen ist, kann eine CD/DVD auch identifiziert werden, ohne sie zur sources.list hinzuzufügen:

sudo apt-cdrom ident

Wenn Sie ein Distributions-Upgrade mithilfe einer Ubuntu-CD durchführen möchten, reicht es in aller Regel aus, wenn Sie dieses Medium einfach in Ihr CD/DVD-Laufwerk legen. Ubuntu fragt nach dem Erkennen dieser CD/DVD alle weiteren Schritte ab.


Ein wesentliches Sicherheitsmerkmal der Ubuntu-Paketverwaltung ist die Möglichkeit, mithilfe von GPG-Schlüsseln die Authentizität der Softwarepakete zu prüfen. Dadurch kann verhindert werden, dass sogenannte Malware (schädliche Programme wie Viren, Trojaner etc.) ins System gelangt. Mit der Installation werden die GPG-Schlüssel der offiziellen Ubuntu-Pakete in das System integriert. Problematisch wird es dann, wenn Fremd-Repositorys verwendet werden. In diesem Fall ist es erforderlich, auf der entsprechenden Internetseite nach Instruktionen zum Import des Schlüssels zu forschen. Den Schlüssel importieren Sie dann durch:

gpg -keyserver wwwkeys.eu.pgp.net -recv-keys 1F41B907
gpg -armor -export 1F41B907 | sudo apt-key add -

Super-Kuh-Kräfte nutzen

Bei Verwendung von APT können Sie den besonderen Informatiker-Humor kennenlernen. Geben Sie einmal

apt-get moo

ein, und betrachten Sie die Ausgabe:

               (__)
               (oo)
         /------\/
         / |    ||
          *  /--/\
           ~~   ~~
...."Have you mooed today?"...

Wenn Sie apt-get ohne Parameter aufrufen, wird Ihnen Folgendes mitgeteilt:

This APT has Super Cow Powers.



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