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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leitfaden
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Die Möglichkeiten der beiliegenden DVDs
5 Daten aus Windows sichern
6 Die Installation
7 Erste Schritte
8 Kubuntu und Xubuntu
9 Ubuntu mobil
10 Programme und Pakete installieren
11 Internet und E-Mail
12 Office
13 Grafik und Bildbearbeitung
14 Multimedia
15 Das Terminal
16 Programmierung und Design
17 Einrichtung der grundlegenden Hardware
18 Software- und Paketverwaltung
19 Architektur
20 Backup und Sicherheit
21 Desktop-Virtualisierung
22 Server-Installation
23 Sicherheit und Monitoring
24 Netzwerke
25 Server im Heim- und Firmennetzwerk
26 Der Server im Internet
27 Server-Virtualisierung mit KVM
28 Server-Virtualisierung mit Xen
29 Hilfe
30 Befehlsreferenz
Mark Shuttleworth
Glossar
Stichwort

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Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer
Das umfassende Handbuch, aktuell zu Ubuntu 10.04 LTS "Lucid Lynx"
Buch: Ubuntu GNU/Linux

Ubuntu GNU/Linux
5., aktualisierte und erweiterte Auflage, gebunden, mit 2 DVDs
1.104 S., 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1654-8
Pfeil 17 Einrichtung der grundlegenden Hardware
Pfeil 17.1 Treiber
Pfeil 17.2 Einrichtung der Internetverbindung
Pfeil 17.2.1 DSL
Pfeil 17.2.2 Modem
Pfeil 17.2.3 WLAN
Pfeil 17.2.4 UMTS
Pfeil 17.3 Grafikkarten einrichten
Pfeil 17.3.1 3dfx und Matrox
Pfeil 17.3.2 Intel
Pfeil 17.3.3 NVIDIA
Pfeil 17.3.4 ATI
Pfeil 17.3.5 Desktop-Effekte
Pfeil 17.4 Das Sound-System einrichten
Pfeil 17.4.1 Phonon für KDE
Pfeil 17.4.2 ALSA und PulseAudio – das Soundsystem
Pfeil 17.5 Digital-TV unter Ubuntu (DVB)
Pfeil 17.5.1 Die TV-Karte einrichten
Pfeil 17.5.2 Die Senderliste erstellen
Pfeil 17.5.3 Analoge TV-Karten nutzen
Pfeil 17.6 Drucker einrichten
Pfeil 17.6.1 Welcher Drucker ist geeignet?
Pfeil 17.6.2 Druckerkonfiguration unter GNOME
Pfeil 17.6.3 Druckerkonfiguration unter KDE
Pfeil 17.6.4 Netzwerk- und Wireless-Drucker
Pfeil 17.7 Scannen
Pfeil 17.8 Bluetooth-Verbindungen


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17.2 Einrichtung der Internetverbindung Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die gesamte Netzwerkadministration (mit Ausnahme der Konfiguration analoger Modems, siehe dazu auch Abschnitt 17.2.2, »Modem«) erfolgt über den Network-Manager, den Sie im Benachrichtigungsfeld rechts oben im Panel finden. Ich bin bereits in Abschnitt 11.1, »Der Network-Manager«, auf dieses Werkzeug zur Netzwerkadministration unter Ubuntu eingegangen. Ich werde im Folgenden Hilfestellung bei den einzelnen Verbindungsarten geben, falls Sie bei der Konfiguration durch den Network-Manager auf Probleme stoßen.

Generelles vorab

Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlicher Hardware ist es unmöglich, alle Komponenten hier zu behandeln. Auch wenn Ubuntu eine hervorragende Hardware-Erkennung besitzt und die meisten Geräte ohne zusätzliche Konfiguration eingebunden werden können, so kann es doch vorkommen, dass einzelne nicht oder nur fehlerhaft erkannt werden. Ich möchte hier hervorheben, dass dieses Problem nicht die Schuld der Linux-Entwickler ist, sondern in der mangelhaften Unterstützung von Linux durch die Hersteller zu suchen ist.

Hardware suchen

Zur Lösungssuche bietet es sich an, zu wissen, ob die angeschlossenen Geräte überhaupt richtig erkannt werden. Dazu rufen Sie den Befehl

tail -f /var/log/messages

auf und schließen das Gerät an. Rufen Sie nun bei einem Modem den Befehl hwinfo --modem auf, um weitere Details zu erfahren. Wenn es sich um eine PCI-Karte handelt, könnte auch der Befehl lspci Informationen liefern.

Testen der Netzverbindung

Um die Netzanbindung zu testen, geben Sie das Kommando ping ein. Im folgenden Beispiel wurde dem Testrechner die IP-Adresse 192.168.0.111 zugewiesen, und ein Router im gleichen Netz hat die IP-Adresse 192.168.0.254.

Der ping-Befehl wird mit dem Kommando Taste Strg + Taste C unterbrochen. Eine andere Möglichkeit wäre, dem Ping-Befehl über den Parameter c mitzuteilen, wie viele Pings ausgeführt werden sollen, oder mit dem Parameter a jeden erfolgreichen Ping hörbar zu machen. Dies ist besonders geeignet bei der Suche nach einer fehlerhaften Kabelverbindung, bei der sich der Bildschirm außerhalb des Blickfelds befindet.

ping -c 4 -a 192.168.0.254
PING 192.168.0.254 (192.168.0.254): 56(84) bytes
64 bytes from 192.168.0.254: icmp_seq=0 ttl=128
time=0.1 ms
...
--- 192.168.0.254 ping statistics ---
4 packets transmitted, 4 packets received, 0  %
packet loss round-trip min/avg/max = 0.1/0.1/0.1 ms

Manuelle Konfiguration

Sollte der beschriebene ping-Befehl nicht funktionieren bzw. ist keine Antwort von dem adressierten Rechner erfolgt, so müssen Sie prüfen, ob die entsprechende Schnittstelle korrekt aktiviert wurde. Dies finden Sie mit dem Befehl ifconfig heraus:

eth0      Protokoll:Ethernet
Hardware Adresse 00:50:BF:08:71:7D
inet Adresse:192.168.0.111  Bcast:192.168.0.255
Maske:255.255.255.0
...

Ohne Verwendung des grafischen Werkzeugs lässt sich die Schnittstelle folgendermaßen einrichten:

sudo ifconfig eth0 192.168.0.111 netmask 255.255.255.0

Ein Gateway wird über das route-Kommando definiert:

route add default gw 192.168.0.254

Der korrekte Eintrag in die Routing-Tabelle lässt sich durch Aufruf des Befehls route (ohne Parameter) testen. Zusätzlich müssen Sie noch den Nameserver in der Datei /etc/resolv.conf wie folgt eintragen:

nameserver 192.168.0.254

Sollten Sie über mehrere Netzwerk-Devices verfügen (z. B. zusätzlich zum Ethernet-Device über ein WLAN-Modul), dann können Sie die jeweils nicht verwendete Netzwerkschnittstelle durch sudo ifconfig eth0 down temporär deaktivieren.

Der entsprechende Befehl zur Reaktivierung lautet: sudo ifconfig eth0 up. Danach müssen Sie gegebenenfalls die Defaultroute neu setzen.

KDE-Werkzeug zur Netzwerkkonfiguration

Die Konfiguration Ihrer Netzwerkschnittstelle nehmen Sie bei KDE über einen dem GNOME-Pendant sehr ähnliches Werkzeug vor. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Kabelsymbol im Systemabschnitt der Kontrollleiste und wählen Sie Verbindungen verwalten.

Dort können Sie die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Einstellungen vornehmen. Die Syntax bzw. die Untermenüs ähneln stark denen des GNOME-Tools, sodass an dieser Stelle nicht weiter auf die einzelnen Punkte eingegangen werden muss.

Abbildung 17.1 Netzwerkkonfiguration im »KDE-Kontrollzentrum«


Internet Connection Sharing unter Windows

Auch wenn ein Rechner, der als Router fungieren soll, besser mit Linux bestückt wäre, so ist doch oftmals der Wunsch vorhanden, einen existierenden Windows-Rechner so zu konfigurieren, dass er seine Internetverbindung mit allen an ihn angeschlossenen Rechnern teilt. Dies ist das sogenannte Internet Connection Sharing (ICS). Voraussetzung für den Betrieb ist natürlich ein Rechner mit zwei Netzwerkkarten. Eine Karte ist dann mit dem DSL-Modem verbunden, die zweite mit einem Switch oder per Crossover-Kabel direkt mit einem weiteren Rechner.

Die Internetverbindungsfreigabe ist von Haus aus installiert. Sie muss nur noch aktiviert werden. Dazu öffnen Sie die Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen und setzen bei den Eigenschaften der Verbindung ein Häkchen bei der gemeinsamen Nutzung der Internetverbindung. Nach einem Reboot ist ICS aktiviert. Nun müssen Sie wieder unter Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen die Eigenschaften der normalen LAN-Verbindung bearbeiten, also die der zweiten Netzwerkkarte, an der unser Linux-Rechner hängt. Der Netzwerkkarte sollten Sie eine IP-Adresse aus dem Bereich der privaten Netze zuweisen:

IP-Adresse: 192.168.0.1
Subnetzmaske: 255.255.255.0

Als DNS-Angabe sollten Sie die DNS-Adresse des genutzten Internetproviders eintragen. Falls Sie diese Information nicht zur Hand haben und auch nicht auf der Homepage des Providers finden, so können Sie die nötigen IP-Adressen auch über die Eingabeaufforderung und den Befehl nslookup herausfinden. Diese IP-Adressen müssen dann unter Folgende DNS-Serveradressen verwenden eingetragen werden. Ein Rechner mit Linux als Betriebssystem muss also nur so konfiguriert werden, dass er seine IP-Adresse automatisch bezieht.



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17.2.1 DSL Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Digital Subscriber Line (DSL) ist zurzeit die schnellste Internetanbindung für Privatanwender. Inzwischen etabliert sich aufgrund stark gefallener Preise die sogenannte Flatrate als Standard für diese Art der Verbindung. Die Einrichtung gestaltet sich einfach. Wenn Sie hingegen Ihre DSL-Leitung nur bei Bedarf aktivieren, dann habe ich am Ende dieses Abschnittes einige Tipps für Sie.

DSL und Router

Die einfachste Möglichkeit, ins Internet zu gelangen, bietet die Verwendung einer Kombination aus DSL-Modem und LAN-Router. An dieser Stelle werde ich kurz die Konfigurationsschritte bezogen auf den Router besprechen.

Web-Interface

Moderne Router lassen sich heute über ein Webbrowser-Interface konfigurieren. Schauen Sie im Handbuch Ihres Routers nach, unter welcher IP-Adresse dieser zu erreichen ist. Geben Sie diese Adresse in der Adresszeile Ihres Browsers ein. Loggen Sie sich nun in den Administratorbereich des Routers ein.

Abbildung 17.2 Einsatz eines Universal-Routers zur Herstellung der Internetverbindung

Konfigurieren Sie im Router folgende Punkte:

  • Dynamische IP-Vergabe
    Hier wird jedem im Netz befindlichen Computer automatisch eine IP-Adresse zugeteilt.
  • Internetprovider/Zugangsdaten
    Bei T-Online ist hier beispielsweise die Nutzerkennung in der Form
<Anschlusskennung><T-Online-Nr>#0001@t-online.de
  • sowie das Zugangspasswort einzutragen. Nutzer der T-Com-Business-Produkte tragen ihre Login-Kennung folgendermaßen ein:
t-online-com/<Benutzerkennung>@t-online-com.de

Netzwerkkarte

Auf dem Ubuntu-PC konfigurieren Sie, wie bereits beschrieben, lediglich die Ethernet-Karte. Dort sollten Sie die automatische IP-Adressenvergabe anwählen. Als Standard-Gateway geben Sie die IP-Adresse des Routers an, und ebenso ist mit der Nameserver-IP-Adresse zu verfahren.

Prüfen

Nun können Sie per Webbrowser prüfen, ob der Router in Verbindung mit dem DSL-Modem eine Internetverbindung hergestellt hat. Ist dies der Fall, testen Sie, ob der PC den Router via ping erreichen kann. Anschließend überprüfen Sie die Nameserver-Anbindung: Wenn Sie in der Lage sind, einen beliebigen Rechner im Internet »anzupingen« (z. B. www.google.de), dann steht die Verbindung. Die Verwendung der Kombination DSL-Modem/Router hat den Vorteil, betriebssystemunabhängig zu sein. Die beschriebene Lösung funktioniert mit allen gängigen Systemen.

Direkter Anschluss eines DSL-Modems

Das Einrichten der DSL-Verbindung übernimmt unter normalen Umständen der Network-Manager. Dieser besitzt eine Registerkarte namens DSL, in die Sie die nötigen Zugangsdaten eintragen. Falls dieser Weg nicht zum Erfolg führt, probieren Sie die manuelle Vorgehensweise: Stellen Sie zunächst sicher, dass die Pakete pppoe sowie pppoeconf auf Ihrem System installiert sind. Starten Sie das Programm pppoeconf. Dieses hilft Ihnen bei der Einrichtung Ihres DSL-Zugangs. PPPoE steht hierbei für »PPP over Ethernet«, den Standard für DSL-Zugänge in Deutschland. In Österreich verwenden die meisten Provider das PPTP-Protokoll.

Nach dem Start des Programms müssen Sie zunächst die Netzwerkschnittstelle auswählen, an der das DSL-Modem angeschlossen ist. Das Programm sucht nun einen PPPoE-Access-Concentrator, das heißt auf gut Deutsch: ein DSL-Modem. Das Programm pppoeconf bietet ausschließlich englische Dialoge. Nachdem das Modem identifiziert wurde, konfigurieren Sie nun die Provider-Zugangsdaten.

Bestätigen Sie die Abfrage, ob die Datei /etc/ppp/providers/peers/dsl-provider modifiziert werden soll. Anschließend werden einige Standardkonfigurationseinstellungen durchlaufen; die entsprechenden Dialoge sind ebenfalls zu bestätigen.

Zugangsdaten bereithalten

Wichtig ist schließlich die Eintragung des Provider-Login-Namens im Menü Username (siehe Abbildung 17.3): Im Falle eines T-Online-Accounts hat dieser immer die Form <Anschlusskennung><T-Online-Nr.> 0001@t-online.de. Anschließend geben Sie noch Ihr Zugangspasswort ein. Die folgenden Abfragen sind ebenfalls wieder zu bestätigen, unter anderem wird die IP-Adresse eines Nameservers konfiguriert. Die Konfigurationsdaten werden schließlich in der Datei /etc/ppp/peers/dsl-provider gespeichert.

Für Flatrate-Inhaber sinnvoll

Abschließend erscheint die Nachfrage, ob der PPPoE-Daemon bereits beim Booten gestartet werden soll – eine Möglichkeit, von der insbesondere Besitzer einer Flatrate Gebrauch machen können.

Damit ist Ihr Internetzugang konfiguriert. Sie können die Verbindung nun manuell mit dem Befehl sudo pon dsl-provider starten und mit sudo poff wieder stoppen.

Abbildung 17.3 Eingeben der Provider-Daten in »pppoeconf«


Internetzugang mit einem FritzBox-Router

Zurzeit gibt es einen Bug in der Netzwerksoftware von KDE 4, der den Internetzugang mit der beliebten FritzBox (und einigen anderen Modellen) verhindert. Wenn Sie weder Webseiten mit dem Konqueror erreichen können noch auf andere Art Zugriff auf das Internet (z. B. über ein Wetter-Plasmoid) haben, sind Sie wahrscheinlich von diesem Bug betroffen. Zurzeit existiert noch keine Aktualisierung zur Fehlerbehebung, aber es gibt einige Workarounds.

    Benutzen Sie einen anderen Browser als den KDE-4-Konqueror, beispielsweise Firefox oder auch Opera. Dies behebt leider nicht die Probleme, die z. B. die Plasmoide betreffen.
    Ändern Sie die Netzwerkeinstellungen Ihres Systems dahingehend, dass nicht der DNS-Server des Routers, sondern ein fest eingestellter DNS-Server verwendet wird.
    Nutzen Sie einen anderen Router – mit anderen Worten: Kaufen Sie neue Hardware, wenn Sie nicht auf Kubuntu verzichten wollen.
    Schalten Sie IPv6 komplett ab, indem Sie das Laden des IPv6-Kernel-Moduls unterbinden: Öffnen Sie die Datei /etc/modprobe.d/aliases, und suchen Sie nach der Zeile alias net-pf-10 ipv6. Ersetzen Sie diese durch:
alias net-pf-10 off
alias ipv6 off

Speichern Sie die Änderungen, und starten Sie Ihr System neu.


Ob Sie Erfolg hatten, zeigt ein Blick in die Logdatei /var/log/messages:

sudo tail -f /var/log/messages
...
PAP authentication succeeded
local IP address 80.128.28.165
remote IP address 217.0.116.165

Alternativ können Sie an dieser Stelle auch das Kommando plog verwenden. Abschließend können Sie testen, ob z. B. mit dem Browser Seiten im Internet aufgerufen werden können. Die Verbindung kann schließlich manuell mit dem Befehl

poff dsl-provider

beendet werden.


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17.2.2 Modem Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Auch im Zeitalter von DSL hat das gute alte Modem weiterhin durchaus seine Daseinsberechtigung. Nicht jedes Hotel auf der Welt verfügt nämlich über einen schnellen DSL-Internetanschluss, und dann ist man dankbar, wenn man seinen Laptop per Modem ins Internet bringen kann. Apropos Laptop: Die in gängigen Notebooks eingesetzten sogenannten WinModems verhalten sich in diesem Zusammenhang meist problematisch, da sie spezielle Treiber erfordern. Völlig unkompliziert hingegen verhalten sich externe Modems, die über die serielle Schnittstelle an den Computer angeschlossen werden. Diese lassen sich auch unter Linux problemlos verwenden. Zu beachten ist allerdings, dass Sie Mitglied in den Gruppen dip und dialout sein müssen. Dies überprüfen Sie, indem Sie unter System · Systemverwaltung · Benutzer und Gruppen auf Gruppen verwalten klicken und dort für die jeweilige Gruppe Eigenschaften auswählen. Per Häkchen neben Ihrem Benutzernamen fügen Sie sich dann der Gruppe hinzu, sollten Sie nicht bereits Mitglied sein.

Verschiedene Schnittstellen

Aber auch andere Modemtypen werden mittlerweile von Ubuntu »out of the box« unterstützt: Bluetooth-Funkadapter, USB-Modems oder auch Infrarot-Schnittstellen lassen sich einsetzen. Um ein gewöhnliches serielles Modem unter Ubuntu zu installieren und zu konfigurieren, gehen Sie wie folgt vor:

Allerdings werden die Modemverbindungen selbst nicht mehr über den Networkmanager konfiguriert. Stattdessen können Sie für die einfache Anwahl das grafische Programm GNOME PPP über das Paket gnome-ppp installieren oder die Verbindung manuell mit dem Werkzeug pppconfig einrichten. Neben der Oberfläche zur Eingabe der Verbindungsdaten unterstützt GNOME PPP diverse Einstellungen wie das Wiederverbinden nach Verbindungsabbruch oder die Einstellung der Lautstärke des Modems.

Abbildung 17.4 Grafische Modemkonfiguration mit »GNOME PPP«.


Panel-Launcher für Modem einrichten

Zur einfacheren Bedienung eines Modems können Sie in die Taskleiste ein Symbol zur Kontrolle dieser Verbindung integrieren. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle im Panel und wählen Zum Panel hinzufügen. In dem Auswahlmenü, das dann erscheint, wählen Sie den Eintrag Modem überwachen und klicken auf Hinzufügen. Die Verbindung kann dann bequem per Rechtsklick auf das Symbol an- und ausgeschaltet werden.


Modems unter KDE: KPPP

KDE- bzw. Kubuntu-Anwender finden im Tool KPPP eine Lösung zur Modemkonfiguration. Sie starten das Programm entweder aus dem K-Menü (Internet · KPPP) oder mit Root-Rechten aus einer Konsole über den folgenden Befehl:

kdesudo kppp

Nach dem Programmstart müssen Sie zunächst über die Schaltfläche Einrichten eine neue Modemverbindung erstellen. Dazu ist die Hardware zu testen. Wählen Sie das Untermenü Modems, und definieren Sie über Neu ein neues Gerät. Sie haben die Möglichkeit, die Verbindung zum Modem über die Schaltfläche Modem abfragen im Untermenü Modem zu prüfen. An dieser Stelle haben Sie zudem die Möglichkeit, über den Punkt Modembefehle eigene Initialisierungsstrings zu definieren, z. B. ATX3 beim Betrieb an einer Nebenstellenanlage.

Abbildung 17.5 »KPPP«: Modemkonfiguration unter KDE

Nach der Konfiguration der Hardware müssen Sie im Hauptmenü einen Provider-Eintrag über den Schalter Zugänge definieren. Die Bestätigung des Wahlfelds Passwort speichern erspart Ihnen die wiederholte Passworteingabe bei jedem Einwahlvorgang.


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17.2.3 WLAN Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Still und heimlich schickt sich der WLAN-Standard derzeit an, den momentan für Privatnutzer noch unrentablen UMTS-Netzen den Rang abzulaufen. Ubuntu bringt zur Konfiguration und Nutzung der drahtlosen Netzwerke sämtliche erforderliche Software mit.

Ein wenig Theorie

Grundsätzlich unterscheidet man folgende Betriebsmodi bzw. Zugriffsarten im WLAN:

  • Im Ad-hoc- oder Peer-to-Peer-Modus sind verschiedene Computer mit einer WLAN-Karte ausgestattet und verbinden sich ohne zentrale Anlaufstelle spontan miteinander.
  • Im Managed- oder Infrastructure-Modus existiert ein WLAN-Router bzw. -Switch im Netz, der die Datenpakete an die einzelnen Netzteilnehmer verteilt.

Wir werden uns im Folgenden mit der zweiten Variante beschäftigen, die vorgestellten Techniken sind aber leicht auf Ad-hoc-Netze zu übertragen.

In diesem Zusammenhang noch einige Worte zur Sicherheit von WLANs: Laut einer Studie der renommierten Computerzeitschrift c’t steht jedes zweite WLAN in Deutschland so offen wie ein Scheunentor.

Die Besitzer von WLAN-Routern machen sich meist nicht die geringste Mühe, ihr Netz auch nur mit einfachsten Sicherheitsvorkehrungen abzusichern. Dazu gehören in jedem Fall die folgenden Punkte:

  • Sicheres Konfigurationspasswort für den Router setzen: In den meisten Fällen machen sich die Anwender noch nicht einmal die Mühe, das Standardpasswort umzudefinieren.
  • WLAN-Verschlüsselung mit WEP-Schlüssel: Sie sollten auf jeden Fall einen 128-Bit-Schlüssel für das Netzwerk definieren, um unliebsamen Gästen den Einstieg ins Netz so schwer wie möglich zu machen.
  • Noch besser ist die Verschlüsselung über WPA (WiFi Protected Access). Die Verschlüsselung des drahtlosen Netzwerks wird hier durch einen dynamischen Schlüssel realisiert. WPA gilt im Vergleich zu WEP als relativ sicher.

Abbildung 17.6 Bei verschlüsselten WLAN-Netzen werden Sie nach dem Anklicken nach dem Passwort/Netzwerkschlüssel gefragt.

Der Network-Manager

Die einfachste Art der Netzwerkverwaltung versteckt sich im oberen Panel auf der rechten Seite (siehe Abbildung 17.7). Durch einen einfachen Klick auf das Symbol mit den Bildschirmen erhalten Sie eine Übersicht der aktuell erreichbaren Funknetze und Kabelverbindungen. Wenn Sie eine Verbindung markieren, erscheint ein Dialogfenster, das die Eingabe des Netzwerkschlüssels (Hex, ASCII) und die Art der Verschlüsselung (WEP, WPA) erfragt.

Basiskonfiguration

Grundsätzlich sollte für den Betrieb einer WLAN-Karte das Paket wireless-tools installiert sein. Es enthält einige Werkzeuge, um die Einstellungen der Karte zu bearbeiten und sich Informationen über das WLAN anzeigen zu lassen. Falls Sie im Besitz einer PCMCIA-WLAN-Karte sind, müssen Sie zusätzlich das Paket pcmciautils installieren. Normalerweise sind diese Pakete standardmäßig installiert, wenn Ubuntu bei der Installation Ihre Hardware korrekt erkannt hat.

Abbildung 17.7 Der »Network-Manager« erleichtert das Wechseln der Netzwerke.

Intels Centrino-Hardware wird bereits während des Bootens erkannt; die komplexe Installation der Originaltreiber mit der NdisWrapper-Software entfällt hier. Um die WLAN-Hardware einzubinden, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Prüfen Sie zunächst, ob die WLAN-Hardware erkannt wurde. Dies geht am schnellsten über eine Konsole durch Eingabe des Befehls iwconfig.
lo        no wireless extensions.
eth1      no wireless extensions.
eth0      no wireless extensions.
ra0       RT2870 Wireless  ESSID:"ubuntu"  Nickname:"RT2870STA"
          Mode:Managed  Frequency=2.462 GHz  Access Point: ...
          Bit Rate=12 Mb/s
          RTS thr:off   Fragment thr:off
          Link Quality=50/100  Signal level:-84 dBm  Noise...
          Rx invalid nwid:0  Rx invalid crypt:0  Rx invalid frag:0
          Tx excessive retries:0  Invalid misc:0   Missed beacon:0
wmaster0  no wireless extensions.
wlan0     IEEE 802.11bg  ESSID:"ubuntu"
          Mode:Managed  Frequency:2.462 GHz  Access Point: ...
          Bit Rate=1 Mb/s   Tx-Power=20 dBm
          Retry min limit:7   RTS thr:off   Fragment thr=2352 B
          Power Management:off
          Link Quality=56/100  Signal level:-55 dBm  Noise...
          Rx invalid nwid:0  Rx invalid crypt:0  Rx invalid frag:0
          Tx excessive retries:0  Invalid misc:0   Missed beacon:0
pan0      no wireless extensions.
  • Im vorliegenden Fall ist der Rechner mit einer Ethernet-Schnittstelle eth0 sowie einer WLAN-Schnittstelle wlan0 ausgestattet.
  • Nun können Sie den Network-Manager verwenden, um die WLAN-Schnittstelle einzurichten. Hier müssen Sie dem Device gegebenenfalls eine IP-Adresse manuell zuordnen bzw. die IP-Adresse per DHCP holen.
  • Weiterhin müssen Sie den Namen des verwendeten Funknetzes (die sogenannte ESSID) sowie den WEP-Schlüssel definieren (siehe Abbildung 17.8). Letzterer bedingt die Eingabe eines Hexadezimal- oder ASCII-Codes. Ein gültiger Hexadezimal-Schlüssel wäre beispielsweise die Zeichenfolge 3d583028677e24495e2651782b.
  • Definieren Sie nun gegebenenfalls noch ein Gateway und einen Nameserver (siehe dazu auch Abschnitt 17.2, »Einrichtung der Internetverbindung«), und verlassen Sie den Dialog. Nach der Aktivierung der Funknetzverbindung sollte ein ping auf den Router bzw. einen anderen konfigurierten Rechner zu einer Antwort des adressierten Rechners führen.

Abbildung 17.8 Sie benötigen auf jeden Fall die ESSID des Netzwerkes, mit dem Sie sich verbinden wollen.

Wenn es Probleme bei der Erkennung oder Einrichtung gibt, ist es für eventuelle Fragen in Foren sehr hilfreich, wenn Sie herausfinden, welche Hardware für Ihre Wireless-Verbindung zuständig ist. Die genaue Hardware-Bezeichnung erfahren Sie über den Befehl lspci | grep -i wireless.

Eine typische Ausgabe sieht folgendermaßen aus:

05:01.0 Ethernet controller: Atheros Communications Inc. Atheros AR5001X+
Wireless Network Adapter (rev 01)

Für die Netzwerkdiagnose gibt es unter Ubuntu ein hilfreiches grafisches Werkzeug, das Ihnen viele wertvolle Informationen liefert. Sie finden es im Menü unter System · Systemverwaltung ·Netzwerkdiagnose (siehe Abbildung 17.9).

Abbildung 17.9 Die Netzwerkdiagnose liefert wertvolle Informationen, wenn die Verbindung hakt.

WLAN mit KDE

Unter KDE verläuft die Einrichtung einer WLAN-Verbindung ganz ähnlich. Mit einem Rechtsklick auf das Kabelsymbol im Systemabschnitt der Kontrollleiste wählen Sie den Eintrag Drahtlose Verbindung herstellen. Es erscheint das Dialogfenster aus Abbildung 17.10, in dem Sie nun das gewünschte Netzwerk auswählen können. Auch hier benötigen Sie zumindest die ESSID und ggf. das Passwort des Netzwerkes.

Abbildung 17.10 Aufspüren von drahtlosen Netzwerken unter KDE

Auch unter Kubuntu bietet der Networkmanager einen eigenen Reiter namens Drahtlose Verbindungen, über den Sie Verbindunge hinzufügen oder bearbeiten können.

Für alle Desktop-Umgebungen: Konfigurationsdatei bearbeiten

Manchmal kann es Probleme mit den grafischen Oberflächen zur WLAN-Einrichtung geben. Dann bietet sich die Konfiguration durch das Editieren der Konfigurationsdatei an.

Öffnen Sie mit Root-Rechten die Datei /etc/network/interfaces, und fügen Sie Folgendes hinzu (anstelle von eth1 müssen Sie eventuell die Bezeichnung Ihrer WLAN-Karte angeben):

iface eth1 inet dhcp
wireless-essid <ihrewlanessid>
wireless-key ***********
auto eth1

Anschließend starten Sie das Netzwerkgerät mit den folgenden Befehlen einmal neu:

sudo ifconfig eth1 down
sudo ifconfig eth1 up

Nun gelangen Sie per WLAN ins Internet.

WPA-Verschlüsselung einrichten

Während die oben beschriebene Verschlüsselungsvariante WEP mittlerweile von jedem halbwegs begabten »Skript-Kiddie« mit Werkzeugen wie airsnort geknackt werden kann, gilt die WPA/PSK-Verschlüsselung derzeit noch als relativ sicher. WPA steht für WiFi Protected Access. Der Network-Manager akzeptiert auch die WPA-Verschlüsselung.

WPA ohne Network-Manager einrichten

Sie können aber bei Problemen oder Zweifeln auch die nachfolgende manuelle Konfiguration vornehmen. Sie können die Datei /etc/wpa_supplicant.conf nämlich auch von Hand anlegen bzw. die Musterdatei unter /usr/share/doc/wpasuppl icant/examples in das Verzeichnis /etc kopieren und anpassen:

sudo touch /etc/wpa_supplicant.conf

Der obige Befehl legt zunächst die leere Datei an. Nun erzeugen Sie mit dem Befehl

sudo wpa_passphrase <ESSID des Netzes> <WPA-Schlüssel>

einen verschlüsselten PSK (Pre-Shared Key). Der WPA-Schlüssel kann ein beliebiger Klartextausdruck sein, der zwischen 8 und 63 Zeichen lang ist. Den durch den Befehl erzeugten Hexadezimalschlüssel tragen Sie nun in die Datei /etc/wpa_supplicant.conf ein.

# Auszug aus /etc/wpa_supplicant.conf
ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant
eapol_version=1
ap_scan=2
network={
      ssid=<ESSID des Netzes>
      proto=WPA
      key_mgmt=WPA-PSK
      pairwise=TKIP
      group=TKIP CCMP
      psk=<Verschlüsselter PSK, der via
           wpa_passphrase erzeugt wurde>
}

Sie müssen den PSK auch auf dem Router eintragen. Nun müssen Sie noch die Datei /etc/default/wpasupplicant modifizieren:

# Auszug aus /etc/default/wpasupplicant
ENABLED=1
OPTIONS="-w -i eth1 -D ipw -B"

Hierbei ersetzen Sie eth1 und ipw durch die verwendete Schnittstelle und den verwendeten Treiber. Durch den Parameter ENABLED=1 wird die WPA-Verschlüsselung aktiviert.

Verschlüsselungs-Daemon

Den eigentlichen Verschlüsselungs-Daemon können Sie nun über

sudo /etc/init.d/wpa_supplicant start

starten und mit dem Parameter stop wieder anhalten. Soll das Ganze automatisch bei Aktivierung des Netzwerk-Interfaces während der Boot-Zeit erfolgen, so tragen Sie den oben gezeigten Befehl bzw. dessen Parameter in die Datei /etc/network/interfaces ein.


WLAN mit einem Broadcom 43xx-Chipsatz einrichten

Viele moderne Notebooks (vorwiegend solche von Hewlett-Packard) verwenden für das WLAN einen Chipsatz von Broadcom. Obwohl dieser theoretisch ab dem Kernel 2.6.17 unterstützt wird, hat man bei vielen aktuellen Distributionen massive Probleme, diesen zum Funktionieren zu überreden. Zumindest für Ubuntu gibt es einen recht einfachen Kniff. Hier genügt die Installation eines zusätzlichen Paketes und das Aufspüren einer neuen Firmware für die WLAN-Karte. Verschaffen Sie sich als Erstes permanente Root-Rechte, und arbeiten Sie Folgendes ab:

sudo su
apt-get install bcm43xx-fwcutter -y
wget http://downloads.openwrt.org/sources/wl_apsta-3.130.20.0.o
bcm43xx-fwcutter -w /lib/firmware  wl_apsta-3.130.20.0.o
rmmod bcm43xx
modprobe bcm43xx
apt-get -f remove
dmesg | tail
iwconfig

Wenn Sie noch die Original-CDs besitzen, die dem Notebook beilagen, dann können Sie sich den Download sparen und die Datei von der CD kopieren. Bei eventuellen Fragen hilft die Projekt-Homepage http://bcm43xx.berlios.de/.



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17.2.4 UMTS topZur vorigen Überschrift

Wenn Sie mit Ihrem Net- oder Notebook unterwegs sind, wäre eine Internetverbindung oft wünschenswert. Leider ist nicht immer und überall ein WLAN-Netz verfügbar. Da hilft hier nur die Verbindung über das Mobilfunknetz, das Sie auch mit Ihrem Mobiltelefon nutzen. Zu diesem Zweck bieten viele Anbieter sogenannte Surf-Sticks an, die Sie über USB mit Ihrem Rechner verbinden.

Die Verbindung richten Sie bequem über den Network-Manager ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Network-Manager in der oberen Taskleiste, und wählen Sie Verbindungen bearbeiten. Im Reiter Mobiles Breitband können Sie durch Auswahl von Hinzufügen eine neue Verbindung einrichten (siehe Abbildung 17.11). Wählen Sie aus der Liste Ihren Service-Provider. Bei manchen Anbietern müssen Sie erst in Erfahrung bringen, welches Netz genutzt wird. So nutzt Tchibo beispielsweise das O2-Netz.

SMS vom PC aus verschicken

Bei einem sogenannten Prepaid-Tarif müssen Sie Ihr Guthaben regelmäßig wieder aufladen, um den Stick benutzen zu können. Bei einigen Service-Providern können Sie dies bequem online auf der jeweiligen Homepage erledigen. Bei anderen hingegen ist dies nur per SMS möglich. Im letztgenannten Fall sollten Sie einen Blick auf das Programm wammu werfen. Mit diesem Programm können Sie über den Rechner mit angeschlossenem Surf-Stick die nötigen SMS verschicken und empfangen. Sie finden wammu nach der Installation des gleichnamigen Pakets unter Anwendungen · Büro.

Abbildung 17.11 Über den Button »Bearbeiten« rufen Sie einen Dialog zur Eingabe der Zugangsdaten auf.

Wenn Sie innerhalb Ihres Network-Managers mehrere Verbindungsmöglichkeiten für den Zugriff auf das Internet definiert haben (beispielsweise WLAN und mobiles Breitband), dann möchten Sie eventuell manuell entscheiden, welche Verbindung Sie nutzen möchten. Um dies zu ermöglichen, sollten Sie bei den Einstellungen der jeweiligen Verbindung den Haken vor Automatisch verbinden entfernen.

Nun können Sie zukünftig durch einen Klick auf das Icon des Network-Managers entscheiden, welche Verbindung Sie nutzen möchten.


Traffic-Volumen messen]

Gerade bei den sogenannten »Surf-Sticks« ist es bei den Mobilfunk-Providern üblich, dass Ihnen keine richtige Flatrate angeboten wird. Meist haben Sie nur ein begrenztes Download-Volumen zur Verfügung. Nach dem Ausschöpfen dieses Volumens haben Sie entweder eine reduzierte Geschwindigkeit zu erwarten oder müssen für jedes überschrittene Megabyte teuer bezahlen.


Aufgrund dieser Tatsache bietet es sich an, ein Auge auf den eigenen Traffic-Verbrauch zu haben. Das Werkzeug vnstat ist zu diesem Zweck hervorragend geeignet. Es verbraucht selbst nur sehr wenig Ressourcen und ist daher auch für schwächere Rechner (beispielsweise Netbooks) geeignet. Sie installieren dieses Werkzeug über sudo apt-get install vnstat.

vnstat greift zur Darstellung des Traffic-Volumens auf eine Datenbank zurück, die Sie abhängig von der zu kontrollierenden Schnittstelle zuerst anlegen müssen. Um herauszufinden, welche Bezeichnung diese Schnittstelle hat, greifen Sie auf das Kommando ifconfig zurück oder Sie klicken mit der rechten Maustaste auf das Symbol des Network-Managers. Wählen Sie hier Verbindungsinformationen, und lesen Sie unter Schnittstelle die Bezeichnung ab, die sich in Klammern befindet.

Geben Sie zur Erstellung einer Datenbank für die Schnittstelle ttyUSB0 Folgendes in ein Terminal ein:

sudo vnstat -u -i ttyUSB0

Nachdem Sie einigen Traffic »produziert« haben (beispielsweise durch Downloads), stellen Ihnen die folgenden Befehle die Ergebnisse dar:

  • vnstat -h – Zeigt das stündliche Traffic-Volumen an.
  • vnstat -d – Zeigt das tägliche Traffic-Volumen an.
  • vnstat -w – Zeigt das wöchentliche Traffic-Volumen an.
  • vnstat -m – Zeigt das monatliche Traffic-Volumen an.


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