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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leitfaden
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Die Möglichkeiten der beiliegenden DVDs
5 Daten aus Windows sichern
6 Die Installation
7 Erste Schritte
8 Kubuntu und Xubuntu
9 Ubuntu mobil
10 Programme und Pakete installieren
11 Internet und E-Mail
12 Office
13 Grafik und Bildbearbeitung
14 Multimedia
15 Das Terminal
16 Programmierung und Design
17 Einrichtung der grundlegenden Hardware
18 Software- und Paketverwaltung
19 Architektur
20 Backup und Sicherheit
21 Desktop-Virtualisierung
22 Server-Installation
23 Sicherheit und Monitoring
24 Netzwerke
25 Server im Heim- und Firmennetzwerk
26 Der Server im Internet
27 Server-Virtualisierung mit KVM
28 Server-Virtualisierung mit Xen
29 Hilfe
30 Befehlsreferenz
Mark Shuttleworth
Glossar
Stichwort

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Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer
Das umfassende Handbuch, aktuell zu Ubuntu 10.04 LTS "Lucid Lynx"
Buch: Ubuntu GNU/Linux

Ubuntu GNU/Linux
5., aktualisierte und erweiterte Auflage, gebunden, mit 2 DVDs
1.104 S., 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1654-8
Pfeil 8 Kubuntu und Xubuntu
Pfeil 8.1 Kubuntu kennenlernen
Pfeil 8.1.1 Installation
Pfeil 8.1.2 Kdm – der Anmelde-Manager
Pfeil 8.1.3 Die Arbeitsfläche
Pfeil 8.1.4 Programme starten
Pfeil 8.1.5 Wichtige Hilfsprogramme
Pfeil 8.1.6 Zugriff auf Ressourcen
Pfeil 8.1.7 Personalisieren des KDE-Desktops
Pfeil 8.1.8 Konqueror
Pfeil 8.1.9 Dolphin
Pfeil 8.1.10 Touchpad-Konfiguration
Pfeil 8.1.11 Systemverwaltungsmodus
Pfeil 8.1.12 Kontact
Pfeil 8.1.13 Quassel
Pfeil 8.1.14 Kopete – die KDE-IM-Lösung
Pfeil 8.1.15 Kubuntu-Netbook-Edition
Pfeil 8.2 Xubuntu
Pfeil 8.2.1 Installation
Pfeil 8.2.2 Die Arbeitsfläche
Pfeil 8.2.3 Dateien mit Thunar verwalten
Pfeil 8.2.4 Das Terminal
Pfeil 8.2.5 Mousepad – der Editor
Pfeil 8.2.6 Alacarte
Pfeil 8.2.7 Weitere Programme
Pfeil 8.2.8 Einstellungen

»Aliena vitia in oculis habemus, a tergo nostra.« (dt.: »Fremde Laster sehen wir vor uns, unsere eigenen sind im Rücken.« Lucius Annaeus Seneca (ca. 1–65 n. Chr.), römischer Philosoph

8 Kubuntu und Xubuntu

Was Sie in diesem Kapitel erwartet

Auch wenn Ubuntu neben Kubuntu und Xubuntu noch weitere »Sprösslinge« hat, so sind diese beiden (noch) die meistgenutzten. Daher will ich Ihnen in diesem Kapitel in Form einer kurzen Tour einen ersten Einblick in diese beiden Derivate bieten.

Bei unterschiedlichen Varianten einer bestimmten Software, in unserem Fall von Ubuntu, spricht man von sogenannten »Derivaten« (von lateinisch derivareableiten, deutsch: Abkömmling). Allgemein bezeichnet dies eine Struktur, die von einer anderen abgeleitet ist.

Zwei der Ubuntu-Derivate werde ich in diesem Buch ausführlicher behandeln: Kubuntu undXubuntu. Besonderheiten bei der Installation dieser jeweiligen Ubuntu-Derivate erfahren Sie

  • für Kubuntu in Abschnitt 8.1.1
  • für Xubuntu in Abschnitt 8.2.1

Wie Sie Kubuntu bzw. Xubuntu neben Ihrem existierenden Ubuntu mit einfachsten Mitteln problemlos parallel installieren, erfahren Sie

  • für Kubuntu in Abschnitt »Kubuntu parallel installieren«
  • für Xubuntu in Abschnitt »Xubuntu parallel installieren«

Benötigtes Vorwissen

Es sind keine Vorkenntnisse nötig.


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8.1 Kubuntu kennenlernen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Zeitgleich mit der Freigabe von Ubuntu 5.04 »Hoary Hedgehog« erschien auch die erste offizielle und stabile Version von Kubuntu. Die Adresse der offiziellen Seite lautet www.kubuntu.org. Nach einigen Diskussionen im Sommer 2006 wird Kubuntu inzwischen als gleichwertig zu Ubuntu betrachtet. Beachten Sie hierzu auch den Auftritt von Mark Shuttleworth auf dem Linux-Tag 2006 (siehe Abbildung 2.1).

Der Unterschied zu Ubuntu besteht darin, dass Kubuntu KDE statt GNOME als Standard-Desktop-Umgebung nutzt. Da eine Desktop-Umgebung auch immer ihren eigenen bunten »Strauß« an Anwendungen mitbringt, ergeben sich durch diese vermeintlich kleine Änderung viele Unterschiede zum »regulären« Ubuntu. Daher werde ich an dieser Stelle Kubuntu einen eigenen Abschnitt widmen.

KDE ist eine sehr stark konfigurierbare Desktop-Umgebung mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu GNOME setzt KDE hier darauf, dem Nutzer maximale Anpassungsmöglichkeiten an die eigenen Bedürfnisse zu bieten, und nicht darauf, die Möglichkeiten begrenzt und dadurch übersichtlich zu halten. Auf den ersten Blick kann das recht verwirrend und fast chaotisch erscheinen. Wenn Sie Ihr System aber gern komplett an Ihre Bedürfnisse anpassen, dann wird KDE Ihnen gefallen.

Historie

Das KDE-Projekt wurde 1996 ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit stand das »K« noch für »Kool«. Inzwischen wurde diese Bedeutung aufgegeben. 1998 schließlich erschien KDE in der Version 1.0. Zunächst erntete es nicht nur Zustimmung: Insbesondere wurde an der Verwendung der Oberflächenbibliothek Qt von Trolltech Kritik geübt – diese war nämlich unfrei. Sie können sich vorstellen, dass das bei einer Desktop-Umgebung für GNU/Linux nicht auf Begeisterung stieß. Trotzdem wurde KDE schnell in verschiedene Linux-Distributionen aufgenommen, und schließlich wurde Qt in einer freien Version zur Verfügung gestellt.

Die Version 2.0 von KDE erschien erst im Jahr 2000, weitere zwei Jahre später folgte dann die Version 3.0. Seitdem erschien ungefähr einmal im Jahr eine Überarbeitung. Aktuell ist KDE in der Version 4.4 veröffentlicht. Für Kubuntu wird ein angepasstes KDE verwendet, das etwas »abgespeckt« wurde, um die anfangs erwähnte Unübersichtlichkeit zu reduzieren.

Korrekterweise müsste in diesem Kapitel immer »KDE Software Compilation« anstelle von KDE stehen, da seit dem 24. November 2009 mit dem Begriff »KDE« die KDE-Community gemeint ist. Die eigentliche Desktop-Umgebung wird nun offiziell als »KDE Software Compilation« bezeichnet, worauf wir aber aus Gründen der Lesbarkeit verzichten.

65 Sprachen

Genau wie GNOME wurde KDE in viele Sprachen übersetzt. Mittlerweile sind es 65 – darunter sogar Plattdeutsch und Latein (die Pakete für Plattdeutsch sind language-pack-nds, languagepack-nds-base und koffice-l10n-nds).

Obwohl Canonical auf GNOME als Standard-Desktop-Umgebung setzt, hat KDE laut einer Umfrage der Internetseite www.desktoplinux.com bei der Mehrzahl der Linux-Benutzer die Nase vorn: 44 % aller dort registrierten Linux-Anwender bevorzugten im Jahr 2004 den KDE-Desktop, während GNOME etwas abgeschlagen mit 27 % auf Rang 2 rangiert. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis mit Kubuntu eine KDE-Variante von Ubuntu ins Leben gerufen wurde. Der folgende Abschnitt nimmt Sie an die Hand und stellt Ihnen wichtige Stationen der KDE-Desktop-Umgebung vor. Insgesamt ist der Abschnitt etwas kürzer als der entsprechende Abschnitt zu GNOME gehalten, da die Linux-Grundlagen ja bereits dort erläutert worden sind.


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8.1.1 Installation Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Linux-Insider haben es längst bemerkt: Ubuntu bevorzugt als Standard-Desktop GNOME. Nun gibt es aber eine große Zahl von Anwendern, die statt mit GNOME lieber mit dem KDE-Desktop arbeiten. Oft fühlen sich Windows-Umsteiger damit tendenziell wohler.

  • Brennen Sie sich eine CD mit einem Kubuntu-Abbild von den beiliegenden DVDs. Wie dies im Einzelnen funktioniert, erfahren Sie in Abschnitt 14.2, »CDs und DVDs erstellen und brennen«.
  • Besorgen Sie sich eines von einer Internetquelle, und installieren Sie damit Ihr System. Kubuntu ist, wie bereits erwähnt, die KDE-Variante von Ubuntu; die geänderte Farbgebung der grafischen Installationsoberfläche ist auch schon der einzige Unterschied zur herkömmlichen Ubuntu-Installation. Die Installation von Kubuntu läuft analog zu dem in Kapitel 6, »Die Installation«, beschriebenen Verfahren ab.
  • Ein bestehendes Ubuntu/GNOME-System lässt sich auch leicht um den KDE-Desktop erweitern. Dazu müssen Sie lediglich das Meta-Paket kubuntu-desktop installieren.

Welcher Login-Manager?

Während der Konfiguration des Meta-Pakets werden Sie gefragt, ob Sie den Login-Manager gdm von GNOME oder kdm von KDE bevorzugen. Die Entscheidung ist letztendlich Geschmacksache, denn beide Desktops lassen sich vom jeweils anderen Login-Manager starten.

Nach der Ausführung des Befehls loggt man sich aus GNOME aus und kann nun am Login KDE als neue Sitzungsart auswählen (Mausklick auf Sitzung, dort KDE wählen). Nach dem neuerlichen Einloggen erscheint Ubuntu im KDE-Gewand.

Deutsche Sprachpakete

Sollte KDE nach dem Start nur die englischsprachige Lokalisierung aufweisen, müssen Sie die Pakete für die deutsche Lokalisierung noch nachinstallieren. Dazu geben Sie bitte Folgendes in ein Terminal ein:

sudo apt-get install language-pack-kde-de language-pack-kde-de-base

Nach dem Ab- und Anmelden aus KDE erscheinen dann sämtliche Programme und Menüs in deutscher Sprache.

Kubuntu parallel installieren

Da GNOME bzw. KDE die Desktop-Umgebung von Ubuntu darstellt, lässt sich eine bestehende Installation problemlos von einem Ubuntu in ein Kubuntu umwandeln. Dafür steht das Meta-Paket kubuntu-desktop zur Verfügung, das alle benötigten Pakete installiert. Für ein deutsches System müssen Sie zusätzlich language-pack-kde-de und language-pack-kde-de-base installieren. Während der Installation werden Sie gefragt, ob Sie gdm oder kdm als Anmelde-Manager verwenden möchten. Sofern Sie die GNOME-Umgebung parallel nutzen wollen, empfiehlt sich die Verwendung von gdm, da kdm ein direktes Herunterfahren des Systems aus einer GNOME-Umgebung nicht ermöglicht. Wie Sie den Standard-Anmelde-Manager nachträglich wechseln, ist im folgenden Abschnitt beschrieben. Nach der beendeten Installation müssen Sie sich noch einmal abmelden und dann im Menü des Anmelde-Managers unter Sitzungen KDE auswählen. Anschließend können Sie Ihr System über die KDE-Oberfläche betreten.


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8.1.2 Kdm – der Anmelde-Manager Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Wenn Sie KDE via Kubuntu installiert haben, werden Sie nach dem ersten Hochfahren des Systems vom Anmelde-Manager kdm begrüßt. Sollten Sie die KDE-Oberfläche von einer regulären Ubuntu-Installation aus starten, so können Sie sich aussuchen, ob der kdm- oder der gdm-Anmelde-Manager verwendet wird. Im Verlauf der Installation des Meta-Pakets kubuntu-desktop wird nachgefragt, welcher Fenstermanager als Standard verwendet werden soll.

Nachteile von Kdm

Kdm hat allerdings einen Nachteil, wenn man GNOME parallel weiterverwenden will: Ein direktes Herunterfahren ist unter GNOME nicht mehr möglich; dies kann erst nach dem Abmelden über das kdm-Menü erfolgen. Gdm hingegen bereitet auch mit KDE keine Probleme. Möchten Sie den gewählten Anmelde-Manager später ändern, genügt der Befehl sudo dpkg-reconfigure kdm bzw. sudo dpkg-reconfigure gdm.

Abbildung 8.1 Der Anmelde-Manager »kdm«

Sitzungsart wählen

Analog zur Variante gdm aus GNOME können Sie bei kdm am Anmeldebildschirm die Sitzungsart auswählen. Hinter dem Icon Menü verbergen sich einige Systemoptionen wie z. B. das Wechseln des Benutzers, die Anmeldung auf einem Fremdrechner oder das Öffnen einer Textkonsole. Die Konfiguration von kdm nehmen Sie in den Systemeinstellungen unter dem Punkt Systemverwaltung · Anmeldungsmanager vor.

Themen für den kdm einrichten

Nach der Installation des Pakets kde-kdm-themes können Sie das Design des Anmeldemanagers über den Menüpunkt Systemeinstellungen · Erweitert · Anmeldungsmanager anpassen. Weitere Themen können Sie über die Registerkarte Design z. B. von www.kde-look.org herunterladen.


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8.1.3 Die Arbeitsfläche Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Aussehen des KDE-Desktops hat sich seit KDE 3 massiv verändert. Im Vergleich zu GNOME ist eine gewisse Ähnlichkeit zu den gängigen Windows-Oberflächen nicht zu verleugnen. Im folgenden Abschnitt werden wir uns den KDE-Desktop mit den typischen Elementen ansehen.

Abbildung 8.2 Der KDE-Desktop und seine Elemente


Ein Papierkorb für GNOME und KDE

Wer GNOME und KDE parallel nutzt, ärgert sich häufig darüber, dass die beiden Desktop-Umgebungen jeweils einen eigenen Mülleimer verwenden. Durch das Verlinken des einen Papierkorbs auf den anderen können Sie dafür sorgen, dass es nur einen Papierkorb für das System gibt. Dazu nutzen Sie folgende Konsolenbefehle:

rmdir ~/.local/share/Trash/files
sudo ln -s ~/.Trash/ ~/.local/share/Trash/files

Plasmoide

Plasmoide heißen die Module, mit denen man den Desktop individuell anpassen kann. Über Miniprogramm hinzufügen kann man diese zum Desktop hinzufügen. Einige Plasmoide (so zum Beispiel die Kontrollleiste) können weitere Plasmoide (zum Beispiel das K-Menü oder den Systemabschnitt) in sich aufnehmen.

Anordnung der Icons

Neue Icons oder Verküpfungen können Sie beispielweise anlegen, indem Sie eine Datei auf den Desktop ziehen. Diese kann entweder aus Konqueror oder Dolphin stammen, aber auch beispielsweise eine URL aus einem Browser oder ein Eintrag aus dem Startmenü sein.

Die Icons lassen sich allerdings weder automatisch anordnen noch lassen sie sich umbenennen. Auch das Gruppieren ist unmöglich, wenn Sie versuchen, mehrere Icons zu markieren, indem Sie einen Rahmen aufziehen. Das neue KDE bietet allerdings ein neues Verfahren: Man kann die Symbole gruppieren und anordnen, indem man das Ordneransichts-Widget nutzt. Dies blendet dann einen semitransparenten Container ein, und man hat eine »normale« Ansicht der Symbole im jeweiligen Ordner, wie man sie etwa aus dem Konqueror/Dolphin kennt. Von diesen Ordneransichten können Sie mehrere anlegen und diese auch beliebig anordnen.

Wenn Sie einen Ordner auf den Desktop ziehen, werden Sie beim Ablegen gefragt, ob Sie eine Verknüpfung (Icon) oder einen Container mit dem Inhalt des Ordners anlegen wollen, den sogenannten Folder View. Diesen Container können Sie übrigens an jede beliebige Stelle auf dem Desktop ziehen und mit beliebigen Inhalten füllen, beispielsweise auch mit Netzwerkverknüpfungen. Allgemein können Sie alles dort ablegen, was auch im Konqueror unterstützt wird (KIO-Slaves). Innerhalb dieser Container sind sämtliche Dateimanipulationen möglich.

Verknüpfungen im Panel

Im Panel funktioniert das Anlegen von Verknüpfungen ähnlich, indem man sie aus dem Menü oder dem Dateimanager auf die Kontrollleiste zieht. Beim Ablegen markiert eine dunkle Stelle den Platz, an dem das Symbol dann angelegt wird. Übrigens schließt sich das Menü nicht automatisch, sodass Sie auf einen Schlag mehrere Verknüpfungen anlegen können.

Menübereich: Das K-Menü

Im Startmenü, bei KDE auch K-Menü genannt, finden Sie sämtliche Anwendungen des Systems in Funktionsgruppen geordnet wieder. Im oberen Bereich des K-Menüs steht ein Feld zur Suche zur Verfügung. Das K-Menü öffnet zunächst den Reiter Favoriten: Hier finden Sie beispielsweise den Browser und den Dateimanager. Per Rechtsklick können Sie Einträge aus den Favoriten entfernen.

Unten im K-Menü sehen Sie mehrere Reiter, über die Sie weitere Bereiche des K-Menüs anwählen können. Die Einteilung des Reiters Programme in Unterrubriken (Büroprogramme, Dienstprogramme, Grafik, Internet, Multimedia, System) entspricht in etwa der von GNOME bekannten Form. Im Reiter Rechner finden Sie Zugang zu den Systemeinstellungen, verschiedenen lokalen und Netzwerk-Ordnern sowie eingebundenen Medien. Die zuletzt durchgeführten Aktionen können Sie über den Verlauf aufrufen. Schließlich finden Sie unter Verlassen verschiedene Optionen zum Abmelden, Herunterfahren und um den Rechner in den Ruhezustand zu versetzen.


GNOME-Einträge unter KDE ausblenden und umgekehrt

Ein Nachteil der nachträglichen Installation von KDE ist, dass Sie nicht nur sämtliche GNOME-Anwendungen im K-Menü sehen, sondern dass auch ein Großteil der Systemwerkzeuge doppelt auftaucht. Um das zu beheben, können Sie, wie oben beschrieben, die Einträge einzeln ausblenden.

Eine weitere Möglichkeit ist aber, die Einträge nicht auszublenden, sondern diese in einen separaten GNOME-Ordner im K-Menü verschieben zu lassen. Innerhalb dieses Ordners sind alle Einträge wie unter GNOME in Unterordner sortiert. Dies ist mithilfe eines Werkzeugs von www.kde-look.org möglich. Sie finden es, wenn Sie dort nach »K Menu GNOME« suchen, und zwar als Debian-Paket. Die Installation von Debian-Paketen unter KDE ist im Abschnitt 8.1.11, »Systemverwaltungsmodus«, beschrieben.

Anwendungen wie beispielsweise Synaptic, die unter GNOME Root-Rechte benötigen, können aus dem K-Menü heraus zunächst nicht gestartet werden. Hierzu müssen Sie mit einem Rechtsklick den Bearbeiten-Dialog des entsprechenden Menüpunkts auswählen und vor den Startbefehl des Programms kdesudo anstelle von gksudo setzen.

Das Aufräumen des Anwendungen-Menüs unter GNOME gestaltet sich leider etwas mühsamer. Alle Änderungen, die Sie mit dem Menüeditor Alacarte durchführen, wirken sich auch auf das K-Menü aus. Es ist daher notwendig, die Konfigurationsdateien manuell zu bearbeiten. Für jeden Menüeintrag liegt eine .desktop-Datei vor. Soll z. B. Kate nur unter KDE erscheinen, so müssen Sie die Zeile

OnlyShowIn=KDE

in die Datei kate.desktop, die sich im Ordner /usr/share/applications/kde befindet, einfügen. Um KDE wieder zu entfernen, deinstallieren Sie das Paket kdelibs5. Dies führt dazu, dass alle KDE-Anwendungen entfernt werden. Schließlich können Sie noch den Ordner /.kde in Ihrem Home-Verzeichnis löschen, der die KDE-Konfigurationsdateien enthält.


Das Quick-Access-Icon

Klicken Sie auf das Quick-Access-Icon neben dem K-Menü, so haben Sie direkten Zugriff auf Ihr Heimatverzeichnis (selbstverständlich benutzen KDE und GNOME bei einer Parallelinstallation das gleiche Heimatverzeichnis).

Sie können durch die Ordnerstruktur direkt zum gewünschten Ordner wandern und diesen dann in Dolphin anzeigen lassen. Auch Dateien können direkt geöffnet werden.


Das KDE-Startmenü anpassen

Führen Sie einen Rechtsklick über dem K-Menü durch, und wählen Sie den Punkt Menü-Editor aus. Daraufhin öffnet sich eine Anwendung, mit der Sie bequem Änderungen am K-Menü vornehmen und Programme hinzufügen bzw. entfernen können.

Insbesondere lassen sich hier auch Einträge definieren, die mit Root-Rechten laufen. Dazu markieren Sie den Punkt Unter anderer Benutzerkennung starten. Dadurch wird vor dem Start des Programms das Root-Passwort abgefragt und anschließend an das auszuführende Programm übergeben. Änderungen am Startmenü können Sie mittels Taste Strg + Taste S (Speichern) übernehmen.

Eine weitere Option: Der Punkt Zum klassischen Menüstil wechseln ersetzt das neue »Kickoff«-Menü durch die altbekannte Variante des K-Menüs.


Abbildung 8.3 So bearbeiten Sie das Startmenü mit dem »KDE-Menü-Editor«.


GTK-Programme unter KDE

Insbesondere dann, wenn Sie GNOME-Programme auf einem KDE-Desktop laufen lassen, werden Sie sich wünschen, dass die GNOME-Programme besser in die KDE-Optik integriert würden. Dies ermöglichen die beiden Pakete gtk2-engines-qtcurve und kde-style-qtcurve, die nachinstalliert werden müssen. Möchten Sie den Stil und das Erscheinungsbild von GNOME-Anwendungen innerhalb der KDE-Oberfläche anpassen, so wählen Sie aus dem K-Menü den Punkt Systemeinstellungen · Personal · Aussehen · GTK Styles and Fonts.


Das Panel

Bei KDE wird die Leiste am unteren Bildschirmrand Kontrollleiste genannt. Sie ist mit der gleichen Funktionalität wie die Panels in GNOME ausgestattet. Auch hier haben Sie die Möglichkeit, Programme bzw. Hilfsanwendungen mit einem Rechtsklick zu definieren bzw. per Drag & Drop auf das Panel zu ziehen. Wenn Sie viel Platz auf dem Desktop benötigen, können Sie die Leiste wie von Windows bekannt ausblenden und bei Bedarf wieder erscheinen lassen. Leider kann dies seit KDE 4 nur noch automatisch und nicht mehr per Klick auf ein am Panel-Rand befindliches Pfeilsymbol geschehen. Die Einstellungen zum Verhalten der Kontrollleiste nehmen Sie über einen Klick auf das Icon rechts unten neben der Uhr und einen weiteren Klick auf den Menüpunkt Weitere Einstellungen vor. Neu ist die Funktion, zusammengehörige Fenster zu gruppieren und so für mehr Übersicht in der Fensterliste zu sorgen.

Datum und Uhrzeit im Panel in Deutsch

Sollte bei Ihrem System das Format von Datum und Uhrzeit in der englischen Form erscheinen, so beheben Sie das durch Eingabe des Befehls sudo kcmshell kde-clock --lang de.

Nicht alle Fenster anzeigen

Ungewohnt ist die Eigenschaft der Kontrollleiste, nicht nur die geöffneten Fenster der aktuellen Arbeitsfläche, sondern alle geöffneten Fenster anzuzeigen. Das wird bei mehreren genutzten Arbeitsflächen allerdings schnell unübersichtlich. Sie können dies per Rechtsklick auf die Fensterleiste im Unterpunkt Allgemein abstellen, indem Sie das Häkchen bei Nur Fenster der aktuellen Arbeitsfläche anzeigen setzen. Hier finden Sie auch verschiedene Möglichkeiten zur Gruppierung von Einträgen in der Fensterleiste.

Systemabschnitt der Kontrollleiste

Hier erscheinen Symbole für laufende Prozesse (Messenger, Klipper, Bluetooth usw.) und Benachrichtigungen (z. B. über vorliegende Aktualisierungen). Nicht benötigte Symbole können ausgeblendet werden; das Einstellungsmenü erreichen Sie mit einem Rechtsklick auf den Rand des Systemabschnitts.

Kubuntu 10.04 bringt hier eine neue Version, die auch das Hinzufügen verschiedenster Widgets, zum Beispiel für das Indicator-Icon oder den verbesserten Benachrichtigungsdienst über neue Geräte, erlaubt. Außerdem ist erstmals die Anzeige der Tray-Icons von GNOME-Anwendungen, die ein solches anbieten (wie beispielsweise Rhythmbox), möglich.


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8.1.4 Programme starten Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Zum Starten von Programmen stehen Ihnen die gleichen Möglichkeiten wie unter GNOME zur Verfügung:

  • Verwenden Sie das K-Menü.
  • Benutzen Sie das zuvor angelegte Icon auf dem Desktop bzw. auf der Schnellstartleiste.
  • Nutzen Sie das Schnellstartfenster über Taste Alt + Taste F2.

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8.1.5 Wichtige Hilfsprogramme Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Terminal

Das KDE-Terminal heißt Konsole und wird über den Menüeintrag System · Konsole gestartet. Die KDE-Konsole besitzt dieselbe Funktionalität wie das entsprechende GNOME-Programm. Optisch erinnert das Standard-Thema des KDE-Terminals eher an die Konsole, die Sie ohne grafische Oberfläche erwartet – dies können Sie nach Ihrem Geschmack anpassen.

Abbildung 8.4 Das KDE-Terminal »Konsole«

Editor

KDE bringt einen recht gut ausgestatteten Standard-Editor mit: Kate. Mit Kate und seinem integrierten Dateibrowser können Sie schon komplexere Projekte in Angriff nehmen, und die Nutzeroberfläche bietet auch einen integrierten Konsolenabschnitt.

Abbildung 8.5 Der erweiterte Editor »Kate«

Kate (siehe Abbildung 8.5) ist der Standard-Editor und beherrscht neben dem Syntax-Highlighting für diverse Programmier- und Skriptsprachen auch den automatischen Zeilenumbruch. Kate finden Sie im Startmenü unter Dienstprogramme · Kate. Sehr praktisch ist bei Kate die Möglichkeit, eine Datei aus dem integrierten Browserfenster direkt zum Bearbeiten per Drag & Drop in den Editor zu ziehen.

Zwischenablage mit Extras

Klipper ist der Name der Zwischenablage von KDE – wobei die Bezeichnung als Zwischenablage nicht ganz treffend ist. Klipper ist in der Lage, den Verlauf der Zwischenablage anzuzeigen und aus den bisherigen Zwischenablage-Texten einen auszuwählen und ihn damit zum aktuellen Wert der Zwischenablage zu erheben. Von Haus aus speichert Klipper die letzten sieben Einträge. Diese Zahl kann aber durch einen Klick auf das Klipper-Icon im Systembereich der Kontrollleiste und Auswahl des Einrichten-Dialogs auf bis zu 999 erhöht werden.

Abbildung 8.6 Die Zwischenablage »Klipper«

Klipper kann noch mehr: Bestimmte Inhalte können mit Aktionen verknüpft werden. Zum Beispiel können alle Einträge, die mit »http://« beginnen, in einem Webbrowser geöffnet werden.

Die digitale Brieftasche

KDEWallet hilft Ihnen bei der Verwaltung Ihrer Kennwörter und Zugangsdaten. Die sicherheitsrelevanten Daten werden in einer verschlüsselten Datei abgelegt, auf die alle Anwendungen zugreifen können. Für KDEWallet wird ein eigenes Hauptkennwort verwendet.

So müssen Sie sich nur ein einziges Kennwort für die Arbeit an Ihrem PC merken, können aber auch weitere »digitale Brieftaschen« einrichten und mit jeweils anderen Passwörtern versehen. KDEWallet erreichen Sie über das Brieftaschensymbol im Systemabschnitt der Kontrollleiste.

Abbildung 8.7 »KDEWallet« – Ihre digitale Brieftasche

Wer sich durch die digitale Brieftasche gestört fühlt, der kann diese auch unter K-Menü · Systemeinstellungen · Erweitert · Digitale Brieftasche deaktivieren.


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8.1.6 Zugriff auf Ressourcen Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Einstecken eines USB-Sticks führte unter KDE 3 noch dazu, dass ein Fenster mit einer Liste möglicher Aktionen erschien, wobei das aktive Fenster seinen Fokus verlor. Dies konnte recht lästig sein, wenn man zunächst eine Sache beenden und sich erst anschließend dem neuen Gerät zuwenden wollte. Abgesehen davon waren die zur Verfügung stehenden Auswahlmöglichkeiten (In neuem Fenster öffnen, Fotos mit digiKam auf den Computer übertragen, Nichts tun) nicht unbedingt für jede Situation passend (wenn man zum Beispiel Musik oder schlicht Dateien vom Stick auf den PC übertragen wollte), sodass man unter Umständen zunächst Nichts tun auswählen musste, um das Fenster zum Verschwinden zu bringen.

Abbildung 8.8 Aktuell eingebundene Speichermedien in KDE 4

Die Entwickler von KDE 4 haben hier den Weg einer in den Systemabschnitt integrierten Geräteüberwachung gewählt, die Sie über neu angeschlossene Geräte lediglich benachrichtigt. Die angeschlossene Peripherie finden Sie auch im K-Menü im Reiter Rechner. Ein solches Verhalten würde mir auch unter GNOME gefallen: Das dort auf dem Desktop angelegte Symbol ist gemäß Murphys Gesetz immer unter wenigstens einem anderen Fenster verborgen.

Dateitypzuordnung festlegen

Nach einem Rechtsklick über einer Datei wählen Sie den Menüpunkt Öffnen mit und klicken den Unterpunkt Sonstige... an. Dann markieren Sie entweder ein Programm aus der Menüliste oder geben direkt den Kommandozeilenbefehl für das Programm ein und setzen ein Häkchen bei Programm diesem Dateityp fest zuordnen. Weitere Einstellungen für bestimmte Dateitypen können Sie in den Systemeinstellungen unter Erweitert · Dateizuordnungen festlegen.

Wie auch unter Windows, müssen alle beschreibbaren Medien sauber »ausgehängt« werden, um einen Datenverlust zu vermeiden. Dies geschieht am einfachsten über einen Klick auf die Geräteüberwachung (rechts neben dem Systemabschnitt in der Kontrollleiste). Dann wählen Sie das Auswurfsymbol neben dem auszuhängenden Medium.


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8.1.7 Personalisieren des KDE-Desktops Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Anlaufstelle für jegliche Anpassungen der Oberfläche ist der Unterpunkt Erscheinungsbild in den Systemeinstellungen.

Von GNOME her ist man gewohnt, dass man sich für beispielsweise abgerundete Ecken der Anwendungsfenster ein entsprechendes Thema auswählt. KDE ist auch hier anders: Bei vielen Themen können Sie für jede der vier Ecken einzeln festlegen, ob sie abgerundet werden soll oder nicht.

Bevorzugte Anwendungen

Genau wie GNOME erlaubt KDE das Festlegen von Standardanwendungen für das Abrufen von E-Mails, das Browsen im Web, Instant Messaging usw. Voreingestellt sind naturgemäß KDE-Anwendungen, viele Kubuntu-Nutzer nutzen aber KDE-fremde Anwendungen. Sie können Ihre bevorzugten Anwendungen unter Systemeinstellungen · Standard-Komponenten einstellen.

Themes für KDE

Unter www.kde-look.org gibt es eine fast unüberschaubare Anzahl von Iconsets, Farbschemata, Wallpapern und kompletten Themen. Wer will, kann sein KDE wie ein Mac OS X, ein Windows XP oder auch ein Ubuntu aussehen lassen. Meist muss man zunächst eine Datei herunterladen und in ein bestimmtes Verzeichnis verschieben, bevor man das neue Design dann über die Systemeinstellungen oder im Kontrollzentrum auswählen kann.

Abbildung 8.9 Einrichten des KDE-Desktops

Neues in KDE 4.4

Ein häufig geäußerter Kritikpunkt an KDE 3 war das »poppige« Aussehen, also die sehr breite Kontrollleiste und die großen Erklärungs-Popups, wenn man mit der Maus über die Symbole und die Fensterliste fährt. Mit KDE 4 wurde hier einiges geändert!

Neues Design

Gegenüber Kubuntu 9.10 ist die Kontrollleiste etwas breiter geworden. Sie erinnert so mehr an die in KDE 3 verwendeten Variante, nachdem KDE 4.3 mit einer schwarzen und einzeiligen Kontrollleiste daherkam. Die bereits in KDE 3 sehr großen Popups über den Icons sind dies leider immer noch, nach einem kleinen Ausflug zu kleinen Popups in KDE 4.3. Nur mit dem Unterschied, dass KDE 3 noch die Möglichkeit bot, diese global gegen kleinere zu ersetzen. Hier verfolgt man den Ansatz, dass dies die einzelnen Plasmoide (also beispielsweise die Fensterliste, der Systemabschnitt der Kontrollleiste usw.) selbst regeln sollen. Leider haben die Plasmoidentwickler diese Option noch nicht umgesetzt, abgesehen davon, dass es in meinen Augen doch eher unkomfortabel ist, dies nicht global einstellen zu können.

Die Farben des Standard-Themas sind dezent (meiner Ansicht nach sogar zu dezent, da sich fokussierte Fenster kaum noch von nicht-fokussierten unterscheiden). Selbst wenn Ihnen dies immer noch nicht gefällt, sollten Sie deswegen KDE nicht den Rücken kehren – wie erwähnt, lässt sich KDE so stark konfigurieren, dass es mit wenigen Mausklicks dem GNOME-Desktop doch sehr ähnlich sieht.

Abbildung 8.10 KDE mit dem »Human«-Theme

Der für KDE typische, hüpfende Cursor lässt sich beim Programmstart in den Systemeinstellungen unter Arbeitsfläche · Programmstartanzeige leicht abstellen.

Die Standardanpassungen wie beispielsweise Bildschirmhintergrund oder Bildschirmschoner erreichen Sie über das Kontextmenü des Desktops (Rechtsklick auf den Desktop, Einstellungen zum Erscheinungsbild).

Firefox-Integration

Optisch auffällig ist die gelungene Integration des Firefox. So verfügt dieser nun über die »echten« KDE-Dateidialogfenster und übernimmt auch die in den KDE-Einstellungen festgelegten Regeln zum Öffnen von Dateien.

KDE-Einstellungen

In den Einstellungen zum Erscheinungsbild zeigen sich die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten von KDE: Sie können nicht nur jeder Arbeitsfläche einen eigenen Namen anstelle der öden Nummerierung geben, sondern auch jeder Arbeitsfläche ein eigenes Wallpaper verpassen: Willkommen in der Desktop-Umgebung der unbegrenzten Möglichkeiten.

Tastaturanpassung und NumLock

Verschiedene Tastaturlayouts können unter KDE in den Systemeinstellungen aktiviert werden (Regionaleinstellungen & Zugangshilfen · Tastaturlayout). Dann wählen Sie aus den verfügbaren Belegungen die gewünschte Sprache aus und klicken auf Hinzufügen. Anschließend können Sie die Belegungsvariante (Deadkeys, No Deadkeys u. a.) auswählen. Kubuntu benötigt kein spezielles Paket, um den Nummernblock beim Systemstart zu aktivieren: Dies können Sie einfach in den Systemeinstellungen unter Tastatur · Zahlenblock festlegen.

Schriftarten

KDE war schon immer der einzige große Desktop, der eine professionelle Verwaltung von Schriften integriert hat. Allein schon aus diesem Grund war KDE für Grafikdesigner die erste Wahl bei Linux-Desktops. Allerdings glänzte die Anwendung dabei nicht gerade durch Übersichtlichkeit.

Abbildung 8.11 Schriftarten sind jetzt zu Familien zusammengefasst. Dadurch gewinnt die Schriftverwaltung deutlich an Übersichtlichkeit.

Jede Schriftart war in der Liste einzeln vertreten, auch wenn mehrere Schriftarten zu einer Familie gehörten und sich nur durch »italic« oder »bold« unterschieden. Diese Praxis erschwerte das Auffinden der gewünschten Schriftart erheblich. Gerade für Anwender, die ihre Schriftarten oft wechseln, war dieser Zustand nicht haltbar.

In Familien zusammengefasst

Die Schriftverwaltung wurde bereits in KDE 4.0 stark überarbeitet. Die Schriftarten sind jetzt zu Familien zusammengefasst, sodass Sie entweder einzelne Arten oder alle Varianten einer Familie auswählen können. Des Weiteren haben Sie nun die Möglichkeit, eine größere Vorschau der Schriftart zu sehen und auszuwählen, welche einzelne Buchstaben dargestellt werden sollen.


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8.1.8 Konqueror Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der Konqueror war in früheren KDE-Versionen weit mehr als nur der Standardbrowser von KDE. Man konnte ihn im Grunde als das »Herzstück« von KDE bezeichnen. Mit der Einführung von Dolphin als Dateimanager ist er ein wenig »degradiert« worden. Es hindert Sie natürlich nichts daran, den Konqueror weiter sowohl als Systembrowser als auch als reinen Internetbrowser einzusetzen, allerdings ist dies dann nur eine »optische Täuschung«, da der Konqueror inzwischen auf Dolphin zurückgreift.

Gerade, wenn Sie beispielsweise die Darstellung von HTML-Dateien, die Sie lokal auf Ihrem Rechner haben, überprüfen möchten, kann es durchaus praktisch sein, einen Konqueror-Tab als Dateibrowser geöffnet zu haben.

Kubuntus Multitalent

Den ersten Eindruck vom Konqueror bekommen Sie durch Anklicken des Konqueror-Icons in der Favoriten-Sektion des K-Menüs. Beachten Sie: Bei den meisten Aktionen auf der KDE-Oberfläche genügt ein Einfachklick. Im linken Teilbereich des Konquerors befinden sich mehrere anwendungsbezogene Untermenüs in Form von Symbolen. Sollte das nicht der Fall sein, so können Sie mithilfe der Taste Taste F9 in diese Ansicht wechseln.

  • Im Menü Lesezeichen befinden sich die vom Benutzer angelegten Lesezeichen, die sowohl auf eine Internetseite als auch auf einen Ort im Dateisystem verweisen können.
  • Der Reiter Verlauf zeigt die bereits besuchten Orte.
  • Der Punkt Persönlicher Ordner führt direkt in das Heimatverzeichnis.
  • Der Bereich Netzwerk erlaubt den Zugriff auf Webseiten und FTP-Server.
  • Das Icon Basisordner führt in das Wurzelverzeichnis des Systems.
  • Das Fähnchen schließlich kennzeichnet das Untermenü
  • KDE-Dienste. Hier erhalten Sie Zugriff auf alle im Unterpunkt Programme des K-Menü enthaltenen Einträge.

Der Konqueror als Internetbrowser

Der Konqueror bringt eine Reihe von vorkonfigurierten Suchmaschinen mit. Die verschiedenen Suchmaschinen können Sie nach dem Klick auf das Such-Icon über Suchmaschinen auswählen einfach hinzufügen, indem Sie ein Häkchen bei der entsprechenden Suchmaschine setzen.

Abbildung 8.12 Der »Konqueror«

KIO-Slaves

Der Konqueror verfügt neben den üblichen Möglichkeiten zum Kopieren, Verschieben und Löschen von Dateien über eine Menge Spezialfunktionen. Insbesondere die sogenannten KIO-Slaves machen den Konqueror zu einem mächtigen Helfer unter KDE. Damit ist es möglich, aus dem Konqueror heraus ein Windows-Netzwerk nach Freigaben zu durchsuchen oder einen Audio-CD-Titel per Drag & Drop in das MP3- bzw. Ogg-Vorbis-Format zu encodieren.

Handler

Zur Anwendung eines KIO-Slaves geben Sie einfach den Handler-Befehl in die Adresszeile des Konquerors ein. Das Paket kdemultimedia-kio-plugins enthält alle verfügbaren KIO-Slaves. KIO steht für K Input Output, und Slaves ist das englische Wort für Sklaven. Eine kleine Übersicht einiger KIO-Slaves zeigt die folgende Tabelle.


Tabelle 8.1 Wichtige KIO-Befehle innerhalb des »Konquerors«

KIO-Handler Funktion

audiocd:/

Ermöglicht das transparente Encodieren von CDs.

info:/<Befehl>

Stellt den Zugriff auf die Info-Seiten des Systems her.

settings:/

Zugriff auf das KDE-Kontrollzentrum

man:/<Befehl>

Anzeige der Manpage zu dem gewählten Befehl

file:/<Verzeichnis>

Anzeige aller Dateien eines Verzeichnisses

ftp://<Hostname>

Anzeige aller Dateien eines Hostnames

file:/<Verzeichnis>

Der Konqueror als FTP-Client

http://<Hostname>

Der Konqueror als vollwertiger Webbrowser

nfs://<Hostname>

Einhängen von NFS-Exports

fish://<Hostname>

Zugriff auf einen Host per SSH


Navigationskürzel

Unter KDE/Kubuntu hat sich der Konqueror als Universallösung zum Browsen etabliert. Starten Sie den Konqueror durch Anklicken des Weltkugelsymbols auf der Kontrollleiste. Eine Spezialität des Konquerors ist die Definition von Navigationskürzeln. Diese können Sie individuell unter Einstellungen · Konqueror einrichten · Web-Tastenkürzel festlegen (siehe Abbildung 8.13).

Abbildung 8.13 Definition von Web-Tastenkürzeln im »Konqueror«

Web-Kürzel

Die Web-Kürzel lassen sich wie folgt einsetzen: Möchten Sie einen bestimmten Begriff oder Satz mithilfe von Google suchen, dann müssen Sie das Web-Kürzel, gefolgt von einem Doppelpunkt, sowie die Suchphrase in der Adresszeile des Konquerors eingeben:

gg: <Hier steht meine Suchphrase>

Entsprechend ist mit den anderen über Kürzel definierten Suchbegriffen zu verfahren.

Unter dem Menüpunkt Extras finden Sie einige interessante Ergänzungen. Recht witzig (im wahrsten Sinne des Wortes!) ist die Möglichkeit der automatischen Übersetzung einer im Browser angezeigten Seite mithilfe des Altavista-Programms Babelfish. Obwohl manche Übersetzungen streckenweise haarsträubende Verballhornungen von Ausdrücken ergeben, erfasst man in der Regel wenigstens den ungefähren Sinn der Seite. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man sich im fernöstlichen Webspace bewegen muss.

Flash installieren

Auch mit dem Konqueror lässt sich Flash verwenden. Installieren Sie einfach das Paket namens flashplugin-nonfree. Anschließend starten Sie den Konqueror neu. Welche Plug-ins installiert sind, zeigt Ihnen die Eingabe about:plugins in der Adresszeile (siehe Abbildung 8.14).

Abbildung 8.14 Flash für den »Konqueror« installieren


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8.1.9 Dolphin Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Der Wechsel vom Allrounder Konqueror hin zu einem Spezialisten hat in der KDE-Welt für viel Erstaunen gesorgt. Dolphin wurde mit dem Ziel entwickelt, besonders leicht und komfortabel bedienbar zu sein. Ein Zeichen dieses Konzeptes ist z. B. die Navigationsleiste, deren besondere Fähigkeiten sich erst auf den zweiten Blick offenbaren.

Einfache Navigation

Befinden Sie sich tief in der Ordnerhierarchie Ihres Systems und wollen Sie in einen Unterordner eines »durchquerten« Ordners wechseln, klicken Sie einfach auf den Pfeil rechts vom entsprechenden Ordner. Es öffnet sich dann eine Liste aller Unterordner dieses Ordners (siehe Abbildung 8.15). Wenn Ihnen die klassische Variante lieber ist, wechseln Sie mit der Tastenkombination Taste Strg + Taste L zu dieser.

Abbildung 8.15 »Dolphin«, der Nachfolger des »Konquerors«, wenn es um Dateiverwaltung geht. »Dolphins« Navigationsleiste ermöglicht ein besonders schnelles Wechseln zwischen Ordnern.

Geteilte Ansicht

Dolphin bot schon immer die Möglichkeit einer geteilten Ansicht. Ähnlich wie beim bekannten Dateimanager Midnight Commander ist es über das Tastenkürzel Taste F3 möglich, zwei Ordneransichten in einem Fenster zu erhalten. Dies ist ganz besonders beim Verschieben von Dateien sehr praktisch – das haben sich jetzt offenbar auch die Nautilus-Entwickler gedacht.

Terminal inklusive

Obwohl das Terminal unter Ubuntu immer weniger eine Notwendigkeit ist, hat man bei der Entwicklung von Dolphin die Konsolenliebhaber nicht vergessen. Sie können über die Taste Taste F4 ein Terminal in einer Seitenleiste anzeigen lassen.


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8.1.10 Touchpad-Konfiguration Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Notebook-Besitzer werden sich über dieses neue Tool freuen, das erweiterte Einstellungsmöglichkeiten für Touchpads bietet. Neben der Option, das Touchpad bei Vorhandensein einer Maus einfach zu deaktivieren, kann es auch nur während des Tippens deaktiviert werden. Auch die Empfindlichkeitsschwelle für Berührungen macht die Verwendung eines Touchpads angenehmer.


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8.1.11 Systemverwaltungsmodus Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Sofern Sie Administratorrechte benötigen, um bestimmte Einstellungen in den Systemeinstellungen zu setzen, werden Sie direkt zur Eingabe Ihres Passwortes aufgefordert. Die Systemeinstellungen von vornherein mit Administratorrechten zu starten ist daher weder notwendig noch sinnvoll. Änderungen beispielsweise am Erscheinungsbild von KDE müssen mit normalen Rechten durchgeführt werden. Anderenfalls hat nämlich nur Root etwas von dem schönen neuen Design. Alle anderen Benutzer würden von den Änderungen nichts bemerken.

Abbildung 8.16 Passwortabfrage für Einstellungen als Systemverwalter


Debian-Pakete per Mausklick in Kubuntu installieren

Software, die nur als Debian-Paket vorliegt, lässt sich auch unter Kubuntu komfortabel per Mausklick installieren. In Dolphin müssen Sie dazu das Verzeichnis auswählen, in dem Sie das Paket gespeichert haben. Nach einem Klick auf das Paket öffnet sich ein Dialogfenster, das Sie fragt, ob Sie das Paket installieren wollen. Nach der Bestätigung von Installieren wird das Benutzerpasswort abgefragt.


Abbildung 8.17 Debian-Pakete per Mausklick installieren


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8.1.12 Kontact Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Kontact integriert eine Aufgabenliste, eine Adressverwaltung (KAddress), eine Notizzettelapplikation (KNotes), ein E-Mail-Programm (KMail) sowie einen Kalender (KOrganizer) und wird über Büroprogramme · Kontact gestartet. Das Programm ist weitgehend selbsterklärend und Microsoft Outlook sehr ähnlich. Es ist sogar möglich, Daten mit einem PDA abzugleichen.

KMail

Die Maillösung unter KDE heißt KMail. Seit KDE Version 3.4 findet man KMail als Modul in der Universal-PIM-Suite Kontact. Starten Sie zur Konfiguration des Mailclients einfach das Programm Kontact, und wählen Sie den Punkt Einstellung · Kontact einrichten · Identitäten. Die Konfigurationsdialoge sind selbsterklärend.

Abbildung 8.18 Die KDE-PIM-Lösung »Kontact«

Eine Besonderheit gibt es allerdings unter KMail: Die Einrichtung von Identitäten (Festlegung Ihrer E-Mail-Adresse und persönlicher Daten) und von Zugängen (Angabe der Mailserver) erfolgt getrennt. Um Mails abrufen und verschicken zu können, müssen die Identitäten den Zugängen zugeordnet werden. Dies gestaltet sich etwas umständlich: Zunächst müssen Sie eine Identität anlegen (Einstellungen · KMail einrichten · Identitäten · Hinzufügen). Im Reiter Allgemein geben Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse und ggf. die Organisation, zu der die Identität gehört, an. Anschließend beenden Sie das Bearbeiten der Identität vorerst mit einem Klick auf OK. Als Nächstes richten Sie unter Zugänge den Posteingangsserver (unter dem Reiter Empfang) und den Postausgangsserver (unter dem Reiter Versand) ein.

KMail bietet hier die Möglichkeit, die Fähigkeiten der Server zu testen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Mailserver beispielsweise eine Verschlüsselung unterstützt. Nachdem Sie nun die Mailserver eingerichtet haben, müssen Sie Ihre zuvor angelegte Identität weiter bearbeiten. Unter dem Reiter Erweitert setzen Sie ein Häkchen bei Spezielle Versandart und wählen dort den entsprechenden Mailserver aus. Bevor Sie Mails versenden können, fehlt noch eine letzte Einstellung: Wählen Sie nach einem Rechtsklick auf Ihre Mailordner den Punkt Eigenschaften aus, und legen Sie die Absender-Identität fest.

Wie die meisten KDE-Anwendungen wird KMail bei einem Klick auf das Kreuz rechts oben nicht beendet, sondern verschwindet als Icon im Systemabschnitt der Kontrollleiste. Dort wird bei neuen Nachrichten auch die Anzahl der ungelesenen Nachrichten angezeigt. Sollte Ihnen dieses Verhalten nicht gefallen, können Sie dies über Einstellungen · KMail einrichten · Erscheinungsbild · Systembereich der Kontrollleiste deaktivieren.

Abbildung 8.19 »KMail« öffnet sich auch von der Universal-PIM-Suite »Kontact« aus in einem eigenen Fenster.

Über neue Nachrichten kann KMail Sie auf verschiedene Arten benachrichtigen. Die Einstellungen dazu finden Sie unter Einstellungen · Benachrichtigungen festlegen. Durch einen Rechtsklick auf Ihre Mailordner gelangen Sie zu den Ordnereigenschaften. Hier können Sie einzelne Ordner von den Benachrichtigungen ausnehmen.

KMail bietet die Möglichkeit zur Verschlüsselung von E-Mails ohne zusätzliche Plug-ins. Die Einrichtung können Sie für jede Identität getrennt vornehmen.

Auch KDE wartet mit einer Notizzettelapplikation auf. KNotes wird über K-Menü · Dienstprogramme · KNotes gestartet. Nach dem Start finden Sie im Systemabschnitt der Kontrollleiste ein Notizzettelsymbol, über das Sie Ihre bereits erstellten Notizen erreichen oder neue erstellen können.

Abbildung 8.20 »KNotes«

Außerdem können Sie über KNotes auch Ihre Notizen verwalten. Die Notizen können gedruckt oder auch per E-Mail versendet werden.

Abbildung 8.21 »Kontact« verwaltet auch Ihre Notizen.

Nach einem Rechtsklick auf die Titelleiste einer Notiz gelangen Sie zu einem Menü, aus dem Sie Drucken... oder Versenden... auswählen können. Das Aussehen der Notizen können Sie Ihrem persönlichen Geschmack anpassen; die Text- und Hintergrundfarbe, die Standardbreite sowie die Standardhöhe sind frei einstellbar.

Notizen sichern

Um Ihre Notizen aus KNotes zu sichern, öffnen Sie den versteckten Ordner .kde in Ihrem Heimatverzeichnis und folgen dem Pfad /share/apps. Sichern Sie das Verzeichnis knotes.

digiKam

Bei der neuesten KDE-Version erscheint bei Anschluss einer Digitalkamera automatisch ein Icon auf dem Bildschirm, das nach dem Anklicken eine Browser-Instanz zum Durchforsten der Speicherkarte öffnet. Als komfortables Frontend unter KDE bietet sich das Programm digiKam an (Abbildung 8.22). Installieren Sie dazu folgende Pakete:

  • digikam – das eigentliche Programm
  • kipi-plugins – Stapelverarbeitung von Bildern

Abbildung 8.22 »digiKam« – die KDE-Lösung zur Bildverwaltung


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8.1.13 Quassel Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die IRC-Lösung für KDE heißt Quassel. Es ist der Nachfolger von Konversation und seit Kubuntu 9.04 standardmäßig installiert. Das Programm benötigt beim ersten Start Angaben zum Server und zu Ihrer Identität. Über den Pfad Datei · Netzwerke · Netzwerke konfigurieren können Sie in den Einstellungen die Server und die beim Programmstart automatisch zu betretenden Kanäle (und gegebenenfalls das zugehörige Passwort) definieren. Ihren Spitznamen tragen Sie unter Einstellungen · Quassel konfigurieren... · Identitäten ein. Beim Bearbeiten der Identität lässt Konversation neben den üblichen Einstellungen wie dem Passwort für den Service auch das Festlegen von eigenen Nicknames für den Abwesenheitsstatus zu.

Abbildung 8.23 IRC mit »Quassel«


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8.1.14 Kopete – die KDE-IM-Lösung Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Rundum-sorglos-Paket zum Instant-Messenging unter KDE heißt Kopete und befindet sich im Internet-Menü. Nach dem Start des Programms können Sie mithilfe eines Zugangsassistenten den Zugang zu Ihrem IM-Provider einrichten. Die Einstellungen sind identisch mit den in Abschnitt 11.5.1, »Empathy«, beschriebenen.


Online-Status kontaktspezifisch einstellen

Auch bei Kopete zeigen sich die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten der KDE-Programme: Als der einzige mir bekannte Instant-Messenger für Linux bietet Kopete Ihnen die Möglichkeit, mit einem Rechtsklick auf den entsprechenden Eintrag in Ihrer Kontaktliste für jeden Kontakt einzeln festzulegen, unter welchem Status er Sie sehen darf (vgl. Abbildung 8.24). Außerdem bietet Kopete die den Nutzern von ICQWindows-Clients vertraute Möglichkeit, sogenannte Visible/Invisible-Listen anzulegen. Sie finden diese Einstellungen in den Zugangsoptionen.


Danach können Sie wie gewohnt mit Kopete chatten. Wenn Sie sich nicht automatisch beim Programmstart verbinden lassen, können Sie sich mit einem Rechtsklick auf das Symbol bzw. die Symbole rechts unten im Kontaktlistenfenster auch als unsichtbar verbinden lassen – andere Nutzer sehen Sie dann als offline, allerdings können Sie auch keine Nachrichten empfangen.

KPhone

Nicht nur KDE-Anwender sind von der Software KPhone angetan. Im Gegensatz zu Ekiga (siehe Abschnitt 11.5.3, »Internettelefonie«) funktioniert hier auch das STUN-Verfahren. Sie installieren KPhone mit dem gleichnamigen Paket.

Abbildung 8.24 Instant-Messenging unter KDE: »Kopete«

Die Konfiguration des Programms ähnelt der Verfahrensweise bei Ekiga (siehe Abschnitt 11.5.3, »Internettelefonie«). Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, eine Webcam für Videokonferenzen zu integrieren.

Möchten Sie die Nutzung eines Providers umgehen, so bietet es sich an, einen Account bei dyndns.org zu reservieren und Ihren Kommunikationspartnern die URL zukommen zu lassen. So können Sie ein komplett freies Kommunikationsnetz einrichten.


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8.1.15 Kubuntu-Netbook-Edition topZur vorigen Überschrift

Mit der Kubuntu-Version 10.04 hat die Netbook-Edition den »Vorschau«-Status verlassen und ist ein offizielles Release. Genau wie die Ubuntu-Netbook-Edition ist sie besonders auf die Anforderungen der immer populärer werdenden mobilen Begleiter ausgelegt. Den Netbooks habe ich ein eigenes Kapitel »Ubuntu mobil« gewidmet.

... zu guter Letzt

Ihnen gefällt Kubuntu? Oder finden Sie es im Gegenteil ganz scheußlich? Über einen Rechtsklick auf den Desktop können Sie ein »Feedback«-Widget hinzufügen und damit den Kubuntu-Entwicklern Ihre Meinung kundtun. Nur Ubuntus »Code of Conduct« (http://www.ubuntu.com/community/conduct, siehe auch Abschnitt 2.2.1, »Code of Conduct (CoC)«) sollten Sie dabei beachten – aber das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.



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