Galileo Computing < openbook > Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.
Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leitfaden für die Nutzung des Buchs und der beiliegenden DVDs
Das Terminal – sinnvoll oder überflüssig?
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Daten sichern, migrieren und synchronisieren
5 Die Installation
6 Erste Schritte
7 Kubuntu
8 Programme und Pakete installieren
9 Internet und E-Mail
10 Office
11 Grafik und Bildbearbeitung
12 Multimedia
13 Programmierung und Design
14 Software- und Paketverwaltung
15 Architektur
16 Backup und Sicherheit
17 Desktop-Virtualisierung
18 Serverinstallation
19 Administration und Monitoring
20 Netzwerke
21 LAN-Server – im Firmennetzwerk oder als Multimediazentrale
22 Der Server im Internet
23 Servervirtualisierung mit KVM
24 Servervirtualisierung mit Xen
25 Hilfe
26 Befehlsreferenz
A Mark Shuttleworth
Stichwort

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Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer
Das umfassende Handbuch, aktuell zu Ubuntu 11.04 »Natty Narwhal«
Buch: Ubuntu GNU/Linux

Ubuntu GNU/Linux
geb., mit 2 DVDs
1118 S., 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1765-1
Pfeil 26 Befehlsreferenz
  Pfeil 26.1 Dateiorientierte Kommandos
    Pfeil 26.1.1 bzcat – Ausgabe von bzip2-komprimierten Dateien
    Pfeil 26.1.2 cat – Dateien nacheinander ausgeben
    Pfeil 26.1.3 chgrp – Gruppe ändern
    Pfeil 26.1.4 cksum/md5sum/sum – Prüfsummen ermitteln
    Pfeil 26.1.5 chmod – Zugriffsrechte ändern
    Pfeil 26.1.6 chown – Eigentümer ändern
    Pfeil 26.1.7 cmp – Dateien miteinander vergleichen
    Pfeil 26.1.8 comm – zwei sortierte Textdateien vergleichen
    Pfeil 26.1.9 cp – Dateien kopieren
    Pfeil 26.1.10 csplit – Zerteilen von Dateien
    Pfeil 26.1.11 cut – Zeichen oder Felder aus Dateien schneiden
    Pfeil 26.1.12 diff – Vergleichen zweier Dateien
    Pfeil 26.1.13 diff3 – Vergleich von drei Dateien
    Pfeil 26.1.14 dos2unix – Dateien umwandeln
    Pfeil 26.1.15 expand – Tabulatoren in Leerzeichen umwandeln
    Pfeil 26.1.16 file – den Inhalt von Dateien analysieren
    Pfeil 26.1.17 find – Suche nach Dateien
    Pfeil 26.1.18 fold – einfaches Formatieren von Dateien
    Pfeil 26.1.19 head – Anfang einer Datei ausgeben
    Pfeil 26.1.20 less – Datei(en) seitenweise ausgeben
    Pfeil 26.1.21 ln – Links auf eine Datei erzeugen
    Pfeil 26.1.22 ls – Verzeichnisinhalt auflisten
    Pfeil 26.1.23 more – Datei(en) seitenweise ausgeben
    Pfeil 26.1.24 mv – Datei(en) verschieben oder umbenennen
    Pfeil 26.1.25 nl – Datei mit Zeilennummer ausgeben
    Pfeil 26.1.26 od – Datei(en) hexadezimal oder oktal ausgeben
    Pfeil 26.1.27 rm – Dateien und Verzeichnisse löschen
    Pfeil 26.1.28 sort – Dateien sortieren
    Pfeil 26.1.29 split – Dateien in mehrere Teile zerlegen
    Pfeil 26.1.30 tac – Dateien rückwärts ausgeben
    Pfeil 26.1.31 tail – Ende einer Datei ausgeben
    Pfeil 26.1.32 tee – Ausgabe duplizieren
    Pfeil 26.1.33 touch – Zeitstempel verändern
    Pfeil 26.1.34 tr – Zeichen ersetzen
    Pfeil 26.1.35 type – Kommandos klassifizieren
    Pfeil 26.1.36 umask – Datei-Erstellungsmaske ändern
    Pfeil 26.1.37 uniq – doppelte Zeilen nur einmal ausgeben
    Pfeil 26.1.38 wc – Zeilen, Wörter und Zeichen zählen
    Pfeil 26.1.39 whereis – Suche nach Dateien
    Pfeil 26.1.40 zcat, zless, zmore – Ausgabe von zip-Dateien
  Pfeil 26.2 Verzeichnisorientierte Kommandos
    Pfeil 26.2.1 basename – Dateianteil eines Pfadnamens
    Pfeil 26.2.2 cd – Verzeichnis wechseln
    Pfeil 26.2.3 dirname – Verzeichnisanteil eines Pfadnamens
    Pfeil 26.2.4 mkdir – ein Verzeichnis anlegen
    Pfeil 26.2.5 pwd – aktuelles Arbeitsverzeichnis ausgeben
    Pfeil 26.2.6 rmdir – ein leeres Verzeichnis löschen
  Pfeil 26.3 Verwaltung von Benutzern und Gruppen
    Pfeil 26.3.1 exit, logout – eine Session oder Sitzung beenden
    Pfeil 26.3.2 finger – Informationen zu Benutzern abfragen
    Pfeil 26.3.3 groupadd etc. – Gruppenverwaltung
    Pfeil 26.3.4 groups – Gruppenzugehörigkeit ausgeben
    Pfeil 26.3.5 id – eigene Benutzer- und Gruppen-ID ermitteln
    Pfeil 26.3.6 last – An- und Abmeldezeit eines Benutzers
    Pfeil 26.3.7 logname – Name des aktuellen Benutzers
    Pfeil 26.3.8 newgrp – Gruppenzugehörigkeit wechseln
    Pfeil 26.3.9 passwd – Passwort ändern oder vergeben
    Pfeil 26.3.10 useradd/adduser etc. – Benutzerverwaltung
    Pfeil 26.3.11 who – eingeloggte Benutzer anzeigen
    Pfeil 26.3.12 whoami – Namen des aktuellen Benutzers anzeigen
  Pfeil 26.4 Programm- und Prozessverwaltung
    Pfeil 26.4.1 at – Zeitpunkt für ein Kommando festlegen
    Pfeil 26.4.2 batch – ein Kommando später ausführen lassen
    Pfeil 26.4.3 bg – einen Prozess im Hintergrund fortsetzen
    Pfeil 26.4.4 cron/crontab – Programme zeitgesteuert ausführen
    Pfeil 26.4.5 fg – Prozesse im Vordergrund fortsetzen
    Pfeil 26.4.6 jobs – Anzeigen von im Hintergrund laufenden Prozessen
    Pfeil 26.4.7 kill – Signale an Prozesse mit Nummer senden
    Pfeil 26.4.8 killall – Signale an Prozesse mit Namen senden
    Pfeil 26.4.9 nice – Prozesse mit anderer Priorität ausführen
    Pfeil 26.4.10 nohup – Prozesse nach dem Abmelden fortsetzen
    Pfeil 26.4.11 ps – Prozessinformationen anzeigen
    Pfeil 26.4.12 pgrep – Prozesse über ihren Namen finden
    Pfeil 26.4.13 pstree – Prozesshierarchie in Baumform ausgeben
    Pfeil 26.4.14 renice – Priorität laufender Prozesse verändern
    Pfeil 26.4.15 sleep – Prozesse schlafen legen
    Pfeil 26.4.16 su – Ändern der Benutzerkennung
    Pfeil 26.4.17 sudo – Programme als anderer Benutzer ausführen
    Pfeil 26.4.18 time – Zeitmessung für Prozesse
    Pfeil 26.4.19 top – Prozesse nach CPU-Auslastung anzeigen
  Pfeil 26.5 Speicherplatzinformationen
    Pfeil 26.5.1 df – Abfrage des Speicherplatzes für Dateisysteme
    Pfeil 26.5.2 du – Größe eines Verzeichnisbaums ermitteln
    Pfeil 26.5.3 free – verfügbaren Speicherplatz anzeigen
  Pfeil 26.6 Dateisystem-Kommandos
    Pfeil 26.6.1 badblocks – überprüft defekte Sektoren
    Pfeil 26.6.2 cfdisk – Partitionieren von Festplatten
    Pfeil 26.6.3 dd – Datenblöcke zwischen Devices kopieren
    Pfeil 26.6.4 dd_rescue – fehlertolerantes Kopieren
    Pfeil 26.6.5 dumpe2fs – Analyse von ext2/ext3-Systemen
    Pfeil 26.6.6 e2fsck – ein ext2/ext3-Dateisystem reparieren
    Pfeil 26.6.7 fdformat – eine Diskette formatieren
    Pfeil 26.6.8 fdisk – Partitionieren von Speichermedien
    Pfeil 26.6.9 fsck – Reparieren und Überprüfen
    Pfeil 26.6.10 mkfs – Dateisystem einrichten
    Pfeil 26.6.11 mkswap – eine Swap-Partition einrichten
    Pfeil 26.6.12 mount, umount – Dateisysteme an- oder abhängen
    Pfeil 26.6.13 parted – Partitionen anlegen etc.
    Pfeil 26.6.14 swapon, swapoff – Swap-Speicher (de-)aktivieren
    Pfeil 26.6.15 sync – gepufferte Schreiboperationen ausführen
  Pfeil 26.7 Archivierung und Backup
    Pfeil 26.7.1 bzip2/bunzip2 – (De-)Komprimieren von Dateien
    Pfeil 26.7.2 cpio, afio – Dateien archivieren
    Pfeil 26.7.3 ccrypt – Dateien verschlüsseln
    Pfeil 26.7.4 gzip/gunzip – (De-)Komprimieren von Dateien
    Pfeil 26.7.5 mt – Streamer steuern
    Pfeil 26.7.6 tar – Dateien und Verzeichnisse archivieren
    Pfeil 26.7.7 zip/unzip – (De-)Komprimieren von Dateien
    Pfeil 26.7.8 Übersicht zu den Packprogrammen
  Pfeil 26.8 Systeminformationen
    Pfeil 26.8.1 cal – zeigt einen Kalender an
    Pfeil 26.8.2 date – Datum und Uhrzeit
    Pfeil 26.8.3 uname – Rechnername, Architektur und OS
    Pfeil 26.8.4 uptime – Laufzeit des Rechners
  Pfeil 26.9 Systemkommandos
    Pfeil 26.9.1 dmesg – letzte Kernel-Boot-Meldungen
    Pfeil 26.9.2 halt – alle laufenden Prozesse beenden
    Pfeil 26.9.3 reboot – System neu starten
    Pfeil 26.9.4 shutdown – System herunterfahren
  Pfeil 26.10 Druckeradministration und Netzwerkbefehle
    Pfeil 26.10.1 arp – Ausgeben von MAC-Adressen
    Pfeil 26.10.2 ftp – Dateien übertragen
    Pfeil 26.10.3 hostname – Rechnername ermitteln
    Pfeil 26.10.4 ifconfig – Netzwerkzugang konfigurieren
    Pfeil 26.10.5 mail/mailx – E-Mails schreiben und empfangen
    Pfeil 26.10.6 netstat – Statusinformationen über das Netzwerk
    Pfeil 26.10.7 nslookup (host/dig) – DNS-Server abfragen
    Pfeil 26.10.8 ping – Verbindung zu einem anderen Rechner testen
    Pfeil 26.10.9 Die r-Kommandos (rcp, rlogin, rsh)
    Pfeil 26.10.10 ssh – sichere Shell auf einem anderen Rechner starten
    Pfeil 26.10.11 scp – Dateien per ssh kopieren
    Pfeil 26.10.12 rsync – Replizieren von Dateien und Verzeichnissen
    Pfeil 26.10.13 traceroute – Route zu einem Rechner verfolgen
  Pfeil 26.11 Benutzerkommunikation
    Pfeil 26.11.1 wall – Nachrichten an alle Benutzer verschicken
    Pfeil 26.11.2 write – Nachrichten an Benutzer verschicken
    Pfeil 26.11.3 mesg – Nachrichten zulassen oder unterbinden
  Pfeil 26.12 Bildschirm- und Terminalkommandos
    Pfeil 26.12.1 clear – Löschen des Bildschirms
    Pfeil 26.12.2 reset – Zeichensatz wiederherstellen
    Pfeil 26.12.3 setterm – Terminaleinstellung verändern
    Pfeil 26.12.4 stty – Terminaleinstellung abfragen oder setzen
    Pfeil 26.12.5 tty – Terminalnamen erfragen
  Pfeil 26.13 Onlinehilfen
    Pfeil 26.13.1 apropos – nach Schlüsselwörtern suchen
    Pfeil 26.13.2 info – GNU-Online-Manual
    Pfeil 26.13.3 man – die traditionelle Onlinehilfe
    Pfeil 26.13.4 whatis – Kurzbeschreibung zu einem Kommando
  Pfeil 26.14 Sonstige Kommandos
    Pfeil 26.14.1 alias/unalias – Kurznamen für Kommandos
    Pfeil 26.14.2 bc – Taschenrechner
    Pfeil 26.14.3 printenv/env – Umgebungsvariablen anzeigen


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26.6 Dateisystem-Kommandos  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Achtung Bei den Kommandos zu den Dateisystemen handelt es sich häufig um Kommandos, die nur als Root ausführbar sind. Aus Erfahrung weiß ich, dass man schnell gern mit Root-Rechten spielt, um mit solchen Kommandos zu experimentieren. Hiervor möchte ich Sie aber warnen, sofern Sie nicht genau wissen, was Sie tun. Mit zahlreichen dieser Kommandos verlieren Sie häufig nicht nur ein paar Daten, sondern können z. T. ein ganzes Dateisystem beschädigen – was sich so weit auswirken kann, dass Ihr Betriebssystem nicht mehr startet.


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26.6.1 badblocks – überprüft defekte Sektoren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dem Kommando badblocks testen Sie den physischen Zustand eines Datenträgers. Dabei sucht badblocks auf einer Diskette oder Festplatte nach defekten Blöcken.

sudo badblocks -s -o block.log /dev/fd0 1440

Hier wird z. B. bei einer Diskette (1,44 Megabyte) nach defekten Blöcken gesucht. Das Fortschreiten der Überprüfung wird durch die Option -s

simuliert. Mit -o schreiben Sie das Ergebnis defekter Blöcke in die Datei block.log, die wiederum von anderen Programmen verwendet werden kann, damit diese beschädigten Blöcke nicht mehr genutzt werden. Die Syntax sieht somit wie folgt aus:

badblocks [-optionen] Gerätedatei [startblock]

Die Gerätedatei ist der Pfad zum entsprechenden Speichermedium (z. B. /dev/hda1 = erste Festplatte). Sie können außerdem auch optional den startblock festlegen, von dem aus mit dem Testen begonnen werden soll. Die Ausführung dieses Kommandos bleibt selbstverständlich dem Superuser vorbehalten.


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26.6.2 cfdisk – Partitionieren von Festplatten  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit cfdisk teilen Sie eine formatierte Festplatte in verschiedene Partitionen ein. Natürlich können Sie auch eine bestehende Partition löschen oder eine vorhandene verändern (z. B. eine andere Systemkennung vergeben). Sie können mit cfdisk allerdings auch eine »rohe« ganze Festplatte bearbeiten (nicht nur einzelne Partitionen). Die Gerätedatei lautet also /dev/hda für die erste IDE-Festplatte, /dev/hdb für die zweite Festplatte, /dev/sda für die erste SCSI- oder S-ATA-Festplatte, /dev/sdb für die zweite SCSI- oder S-ATA- Festplatte usw.

Starten Sie cfdisk, so werden alle gefundenen Partitionen mitsamt ihren Größen angezeigt. Mit den Pfeiltasten nach oben und nach unten können Sie hierbei eine Partition auswählen und mit den Pfeiltasten nach rechts oder nach links ein Kommando. Mit q können Sie cfdisk beenden.

Achtung Selbstverständlich ist cfdisk nur als Root ausführbar. Sollten Sie Root-Rechte haben und ohne Vorwissen mit cfdisk herumspielen, ist Ihnen mindestens ein Datenverlust sicher.

Wenn Sie Ihre Festplatte wirklich »zerschneiden« wollen, so sollten Sie vor dem Partitionieren die alte Partitionstabelle sichern. Im Falle eines Missgeschicks können Sie dann noch die alte Partitionstabelle wiederherstellen und auf die Daten zugreifen.


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26.6.3 dd – Datenblöcke zwischen Devices kopieren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit dd können Sie eine Datei lesen und den Inhalt in einer bestimmten Blockgröße mit verschiedenen Konvertierungen zwischen verschiedenen Speichermedien (Festplatte, Diskette usw.) übertragen. Auf diese Weise lassen sich neben einfachen Dateien auch ganze Festplattenpartitionen kopieren. Ein komplettes Backup kann mit diesem Kommando realisiert werden. Mit sudo dd if=/dev/hda bs=512 count=1 geben Sie den Boot-Sektor auf dem Bildschirm aus (nur als Root möglich). Wollen Sie jetzt auch noch ein Backup des Boot-Sektors auf einerDiskette sichern, dann gehen Sie so vor: sudo dd if=/dev/hda of=/dev/fd0 bs=512 count=1. Bevor Sie jetzt noch weitere Beispiele zum mächtigen Werkzeug dd sehen werden, müssen Sie sich zunächst mit den Optionen vertraut machen – im Beispiel werden if, of, bs und count verwendet.

Es folgen noch einige interessante Beispiele zu dd:

sudo dd if=/vmlinuz of=/dev/fd0

Damit kopieren Sie den Kernel (hier in vmlinuz – bitte anpassen) in den

ersten Sektor der Diskette, die als Boot-Diskette verwendet werden kann.

sudo dd if=/dev/hda of=/dev/hdc

Mit diesem Befehl klonen Sie praktisch in einem Schritt die erste Festplatte am MasterIDE-Controller auf die Festplatte am zweiten Master-Anschluss. Somit haben Sie auf /dev/hdc denselben Inhalt wie auf /dev/hda. Natürlich kann die Ausgabedatei auch auf ein anderes Medium geschrieben werden, z. B. auf einen DVD-Brenner, eine Festplatte am USB-Anschluss oder in eine Datei.

Achtung Zwar ist dd ein mächtigeres Werkzeug, als es hier vielleicht den Anschein hat, dennoch sollten Sie dd nicht unbedacht aufrufen. Der Datensalat entsteht auch hier schneller als bei anderen Werkzeugen. Daher benötigen Sie wieder die allmächtigen Root-Rechte. Falls Sie größere Datenmengen mit dd kopieren, können Sie dem Programm von einer anderen Konsole aus mittels kill das Signal SIGUSR1 senden, um dd zu veranlassen, den aktuellen Fortschritt auszugeben.


Option Bedeutung

if = Datei

Input File: Hier geben Sie den Namen der Eingabedatei (Quelldatei) an – ohne Angaben wird die Standardeingabe verwendet.

of = Datei

Output File: Hier wird der Name der Ausgabedatei (Zieldatei) angegeben – ohne Angabe wird die Standardausgabe verwendet.

ibs = Schritt

Input Block Size: Hier wird die Blockgröße der Eingabedatei angegeben.

obs = Schritt

Output Block Size: Hier wird die Blockgröße der Ausgabedatei angegeben.

bs = Schritt

Block Size: Hier legen Sie die Blockgröße für die Ein- und Ausgabedatei fest.

cbs = Schritt

Conversion Block Size: Die Blockgröße für die Konvertierung wird bestimmt.

skip = Blöcke

Hier können Sie eine Anzahl Blöcke angeben, die von der Eingabe zu Beginn ignoriert werden sollen.

seek = Blöcke

Hier können Sie eine Anzahl Blöcke angeben, die von der Ausgabe am Anfang ignoriert werden sollen; das Kommando unterdrückt am Anfang die Ausgabe der angegebenen Anzahl von Blöcken.

count = Blöcke

Hier wird angegeben, wie viele Blöcke kopiert werden sollen.


Eine spezielle Option steht Ihnen mit conv-Konvertierung zur Verfügung:


Option Konvertierung

conv=ascii

EBCDIC in ASCII

conv=ebcdic

ASCII in EBCDIC

conv=ibm

ASCII in »big blue special EBCDIC«

conv=block

Es werden Zeilen in Felder mit der Größe cbs geschrieben, und das Zeilenende wird durch Leerzeichen ersetzt. Der Rest des Feldes wird mit Leerzeichen aufgefüllt.

conv=unblock

Abschließende Leerzeichen eines Blocks der Größe cbs werden durch ein Zeilenende ersetzt.

conv=lcase

Großbuchstaben in Kleinbuchstaben

conv=ucase

Kleinbuchstaben in Großbuchstaben

conv=swab

Vertauscht je zwei Bytes der Eingabe. Ist die Anzahl der gelesenen Bytes ungerade, wird das letzte Byte einfach kopiert.

conv=noerror

Lesefehler werden ignoriert.

conv=sync

Füllt Eingabeblöcke bis zur Größe von ibs mit Nullen.



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26.6.4 dd_rescue – fehlertolerantes Kopieren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Falls Sie eine defekte Festplatte – oder eine Partition auf derselben – kopieren wollen, stößt dd schnell an seine Grenzen. Zudem ist beim Retten von Daten eines defekten Speichermediums die Geschwindigkeit wichtig, da das Medium weitere Fehler verursachen kann und somit weitere Dateien beschädigt werden können. Ein Fehlversuch mit dd kann hier also fatale Folgen haben.

Reparatur

An dieser Stelle bietet sich das Werkzeug dd_rescue an, das bei Ubuntu mit Hilfe des gleichnamigen Pakets nachinstalliert wird. Sie

können damit – ähnlich wie mit dd – Dateiblöcke auf Low-Level-Basis auf ein anderes Medium kopieren. Als Zielort ist eine Datei

auf einem anderen Speichermedium sinnvoll. Von diesem Abbild der defekten Festplatte können Sie eine Kopie erstellen, um das ursprüngliche Abbild nicht zu verändern. In einem der Abbilder können Sie versuchen, das Dateisystem mittels fsck wieder zu reparieren. Ist dies gelungen, können Sie das Abbild wieder mit dd_rescue auf eine neue Festplatte kopieren. Ein Beispiel:

sudo dd_rescue -v /dev/hda1 \
/mnt/rescue/hda1.img

In dem Beispiel wird die Partition /dev/hda1 in die Abbilddatei

/mnt/rescue/hda1.img kopiert.


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26.6.5 dumpe2fs – Analyse von ext2/ext3-Systemen  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

dumpe2fs gibt eine Menge interner Informationen zum Superblock und anderen Blockgruppen zu einem ext2/ext3-Dateisystem aus (vorausgesetzt, dieses Dateisystem wird auch verwendet). Zum Beispiel: sudo dumpe2fs -b /dev/hda6.

Mit der Option -b werden alle Blöcke von /dev/hda6 auf die Konsole ausgegeben, die als »schlecht« (englisch bad) markiert wurden.


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26.6.6 e2fsck – ein ext2/ext3-Dateisystem reparieren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

e2fsck überprüft ein ext2/ext3-Dateisystem und repariert den Fehler. Damit e2fsck verwendet werden kann, muss fsck.ext2 installiert sein. Das eigentliche Programm e2fsck ist nur ein »Frontend« dieses Programms. Die Befehlssyntax lautet:

sudo e2fsck Gerätedatei

Mit der Gerätedatei geben Sie die Partition an, auf der das Dateisystem überprüft werden soll (das selbstverständlich wieder ein ext2/ext3-Dateisystem sein muss). Bei den Dateien, bei denen die Inodes in keinem Verzeichnis notiert sind, werden sie von e2fsck im Verzeichnis lost+found eingetragen und können so repariert werden. e2fsck gibt beim Überprüfen einen Exit-Code zurück, den Sie mit echo $? abfragen können. Die in der folgenden Tabelle zusammengestellten wichtigen Exit-Codes und deren Bedeutung können dabei zurückgegeben werden.


Exit-Code Bedeutung

0

kein Fehler im Dateisystem

1

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden und repariert.

2

Es wurde ein schwerer Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert, das System sollte dennoch neu gestartet werden.

4

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden, aber nicht korrigiert.

8

Fehler bei der Kommandoausführung von e2fsck

16

falsche Verwendung von e2fsck

128

Fehler in den Shared Libraries


Wichtige Optionen, die Sie mit e2fsck angeben können, sind:


Option Bedeutung

-p

alle Fehler automatisch ohne Rückfragen reparieren

-c

Durchsucht das Dateisystem nach schlechten Blöcken.

-f

Erzwingt eine Überprüfung des Dateisystems, auch wenn der Kernel das System für in Ordnung befunden hat (valid-Flag gesetzt).


fsck fragt meist nach, ob das Kommando wirklich ausgeführt werden soll. Als Antwort genügt der Anfangsbuchstabe »j« oder »y« nicht, sondern Sie müssen »yes« oder »ja« (je nach Fragestellung) eingeben. Anderenfalls bricht fsck an dieser Stelle kommentarlos ab.


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26.6.7 fdformat – eine Diskette formatieren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Auch wenn viele Rechner mittlerweile ohne Diskettenlaufwerk ausgeliefert werden, wird das Diskettenlaufwerk immer wieder einmal benötigt (z. B. für eine Rettungsdiskette mit einem Mini-Linux). Mit dem Kommando fdformat formatieren Sie eine Diskette. Das Format wird dabei anhand von im Kernel gespeicherten Parametern erzeugt. Beachten Sie allerdings, dass die Diskette nur mit leeren Blöcken beschrieben wird und nicht mit einem Dateisystem. Zum Erstellen von Dateisystemen stehen Ihnen die Kommandos mkfs, mk2fs oder mkreiserfs zur Verfügung. Die Syntax des Befehls lautet:

fdformat Gerätedatei

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26.6.8 fdisk – Partitionieren von Speichermedien  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

fdisk ist die etwas unkomfortablere Alternative zu cfdisk, um eine Festplatte in verschiedene Partitionen aufzuteilen, zu löschen oder gegebenenfalls zu ändern. Im Gegensatz zu cfdisk können Sie hier nicht mit den Pfeiltasten navigieren, sondern müssen einzelne Tastenkürzel verwenden. Allerdings hat fdisk den Vorteil, fast überall und immer präsent zu sein. Die wichtigsten Tastenkürzel zur Partitionierung sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.


Taste Bedeutung

(B)

bsd disklabe bearbeiten

(D)

eine Partition löschen

(L)

die bekannten Dateisystemtypen anzeigen (Sie benötigen die Nummer)

(M)

ein Menü mit allen Befehlen anzeigen

(N)

eine neue Partition anlegen

(P)

die Partitionstabelle anzeigen

(Q)

Ende ohne Speichern der Änderungen

(S)

einen neuen leeren Sun disklabel anlegen

(T)

den Dateisystemtyp einer Partition ändern

(U)

die Einheit für die Anzeige/Eingabe ändern

(V)

die Partitionstabelle überprüfen

(W)

die Tabelle auf die Festplatte schreiben und das Programm beenden

(X)

zusätzliche Funktionen (nur für Experten)


Automatisches Formatieren

Noch ein Vorzug ist, dass fdisk nicht interaktiv läuft. Sie können es z. B. benutzen, um mehrere Festplatten automatisch zu formatieren. Dies ist praktisch, wenn Sie ein System identisch auf mehreren Rechnern installieren müssen.

Sie installieren in diesem Fall das System nur auf einem der Rechner, erzeugen mit dd ein Image, erstellen ein kleines Skript, booten die anderen Rechner z. B. von damnsmall-Linux (einer speziellen Mini-Distribution z. B. für den USB-Stick) und führen das Skript aus, das dann die Festplatte per fdisk formatiert und per dd das Image des Prototyps installiert. Anschließend müssen Sie nur noch die IP-Adresse und den Hostnamen anpassen, was auch skriptgesteuert möglich ist. Einen komfortablen Überblick über alle Partitionen auf allen Festplatten können Sie sich mit der Option -l anzeigen lassen:

sudo fdisk -l
Platte /dev/hdc: 120.0 GByte, 120034123776 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 14593 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Gerät      Anfang     Ende     Blöcke   Id  System
/dev/hdc1    1        6079    48829536   83  Linux
/dev/hdc2 6080        7903    14651280   83  Linux
/dev/hdc3 7904       14593    53737425   83  Linux

Zum Partitionieren müssen Sie fdisk mit der Angabe der Gerätedatei starten:

sudo fdisk /dev/hda

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26.6.9 fsck – Reparieren und Überprüfen  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

fsck ist ein unabhängiges Frontend zum Prüfen und Reparieren der Dateisystem-Struktur. fsck ruft gewöhnlich je nach Dateisystem das entsprechende Programm auf. Bei ext2/ext3 ist dies fsck.ext2, bei einem Minix-System fsck.minix, bei ReiserFS reiserfsck usw. Die Zuordnung des entsprechenden Dateisystems nimmt fsck anhand der Partitionstabelle aufgrund einer Kommandozeilenoption vor. Die meisten dieser Programme unterstützen die Optionen -a, -A, -l, -r, -s und -v.

Meistens wird hierbei die Option -a -A verwendet. Mit -a veranlassen Sie eine automatische Reparatur, sofern dies möglich ist, und mit -A geben Sie an, dass alle Dateisysteme getestet werden sollen, die in /etc/fstab eingetragen sind. fsck gibt beim Überprüfen einen Exit-Code zurück, den Sie mit

echo $? abfragen können. Die folgende Tabelle listet wichtige Exit-Codes und deren Bedeutungen auf:


Exit-Code Bedeutung

0

kein Fehler im Dateisystem

1

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden und repariert.

2

Es wurde ein schwerer Fehler im Dateisystem gefunden und korrigiert, das System sollte dennoch neu gestartet werden.

4

Es wurde ein Fehler im Dateisystem gefunden, aber nicht korrigiert.

8

Fehler bei der Kommandoausführung von fsck

16

falsche Verwendung von fsck

128

Fehler in den Shared Libraries


Besonders wichtig ist es auch, fsck immer auf nicht eingebundene oder nur im Read-only-Modus eingebundene Dateisysteme anzuwenden. Denn fsck kann sonst eventuell ein Dateisystem verändern (reparieren), ohne dass das System dies zu erkennen vermag. Ein Systemabsturz ist dann vorprogrammiert. Gewöhnlich wird fsck bzw. fsck.ext3 beim Systemstart automatisch ausgeführt, wenn eine Partition nicht sauber ausgehängt wurde, oder bei Ubuntu nach jedem 30. Booten in der Standardeinstellung.


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26.6.10 mkfs – Dateisystem einrichten  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit mkfs können Sie auf einer zuvor formatierten Festplatte oder Diskette ein Dateisystem anlegen. Wie schon fsck ist auch mkfs ein unabhängiges Frontend, das die Erzeugung des Dateisystems nicht selbst übernimmt, sondern auch hier das spezifische Programm zur Erzeugung des entsprechenden Dateisystems verwendet. Auch hierbei richtet sich mkfs wieder nach den Dateisystemen, die in der Partitionstabelle aufgelistet sind, oder gegebenenfalls nach der Kommandozeilenoption. Abhängig vom Dateisystemtyp ruft mkfs dann das Kommando mkfs.minix (für Minix), mk2fs (für ext2/ext3), mkreiserfs (für ReiserFS) usw. auf.

Die Syntax lautet:

mkfs [option] Gerätedatei [blöcke]

Für die Gerätedatei müssen Sie den entsprechenden Pfad angeben (z. B. /dev/hda1). Sie können außerdem die Anzahl von Blöcken angeben, die das Dateisystem belegen soll. Auch mkfs gibt einen Exit-Code über den Verlauf der Kommandoausführung zurück, den Sie mit echo $? auswerten können.


Exit-Code Bedeutung

0

alles erfolgreich durchgeführt

8

Fehler bei der Programmausführung

16

ein Fehler in der Kommandozeile


Mit der Option -t können Sie den Dateisystemtyp des zu erzeugenden Dateisystems festlegen. Ohne -t würde hier versucht, das Dateisystem anhand der Partitionstabelle zu bestimmen. Sie erzeugen z. B. mit

sudo mkfs -f xfs /dev/hda7

auf der Partition /dev/hda7 ein Dateisystem xfs (alternativ zu ext2).


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26.6.11 mkswap – eine Swap-Partition einrichten  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit mkswap legen Sie eine Swap-Partition an. Diese können Sie z. B. dazu verwenden, schlafende Prozesse, die auf das Ende von anderen Prozessen warten, in die Swap-Partition der Festplatte auszulagern. So halten Sie Platz im Arbeitsspeicher für andere laufende Prozesse frei. Sofern Sie nicht schon bei der Installation von Ubuntu die (gewöhnlich) vorgeschlagene Swap-Partition eingerichtet haben, können Sie dies nachträglich mit dem Kommando mkswap vornehmen. Zum Aktivieren einer Swap-Partition rufen Sie das Kommando swapon auf. Ist Ihr Arbeitsspeicher ausgelastet, können Sie auch kurzfristig solch einen Swap-Speicher einrichten.

sudo dd bs=1024 if=/dev/zero \
of=/tmp/myswap count=4096
4096+0 Datensätze ein
4096+0 Datensätze aus
sudo mkswap -c /tmp/myswap 4096
Swap-Bereich Version 1 wird angelegt,
Größe 4190 KBytes
sudo sync
sudo swapon /tmp/myswap

Zuerst legen Sie mit dd eine leere Swap-Datei von 4 Megabytes Größe mit Null-Bytes an. Anschließend verwenden Sie diesen Bereich als Swap-Datei. Nach einem Aufruf von sync müssen Sie nur noch den Swap-Speicher aktivieren. Wie dieser Swap-Bereich allerdings verwendet wird, haben Sie nicht in der Hand: Dies wird vom Kernel mit dem »Paging« gesteuert. Eine Datei, die als Swap-Bereich eingebunden wird, sollte nur genutzt werden, wenn keine Partition dafür zur Verfügung steht, da die Methode erheblich langsamer ist als eine Swap-Partition.


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26.6.12 mount, umount – Dateisysteme an- oder abhängen  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Kommando mount hängt einzelne Dateisysteme mit den verschiedensten Medien (Festplatte, CD-ROM, Diskette etc.) an einen einzigen Dateisystembaum an. Die einzelnen Partitionen werden dabei als Gerätedateien im Ordner /dev angezeigt. Rufen Sie mount ohne irgendwelche Argumente auf, werden alle »gemounteten« Dateisysteme aus /etc/mtab aufgelistet. Auch hier bleibt es wieder Root überlassen, ob ein Benutzer ein bestimmtes Dateisystem einbinden kann oder nicht. Hierzu muss nur ein entsprechender Eintrag in /etc/fstab erfolgen.

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Beispiele, wie verschiedene Dateisysteme eingehängt werden können:


Verwendung Bedeutung

mount /dev/fd0

Hängt das Diskettenlaufwerk ein.

mount /dev/hda9 /home/you

Hier wird das Dateisystem /dev/hda9 an das Verzeichnis /home/you gemountet.

mount goliath:/progs /home/progs

Mountet ein Dateisystem per NFS von einem Rechner namens goliath und hängt dieses an das lokale Verzeichnis /home/progs.


Wollen Sie ein Dateisystem wieder aushängen, dann verwenden Sie dazu umount:

umount /dev/fd0

Hier wird das Diskettenlaufwerk aus dem Dateisystem ausgehängt. Wenn ein Eintrag für ein Dateisystem in der /etc/fstab besteht, reicht es aus, mount mit dem Device oder dem Mount-Punkt als Argument aufzurufen: mount /dev/fd0.


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26.6.13 parted – Partitionen anlegen etc.  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Mit parted können Sie nicht nur – wie mit fdisk oder cfdisk – Partitionen anlegen oder löschen, sondern diese auch vergrößern, verkleinern, kopieren und verschieben. parted wird gern verwendet, wenn man auf der Festplatte Platz für ein neues Betriebssystem schaffen will oder alle Daten einer Festplatte auf eine neue kopieren will. Mehr hierzu entnehmen Sie der man-Seite von parted.


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26.6.14 swapon, swapoff – Swap-Speicher (de-)aktivieren  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Wenn Sie auf dem System eine Swap-Partition eingerichtet haben (siehe mkswap), so existiert diese zwar, muss aber noch mit dem Kommando swapon aktiviert werden. Den so aktivierten Bereich können Sie jederzeit mit swapoff wieder aus dem laufenden System entfernen.


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26.6.15 sync – gepufferte Schreiboperationen ausführen  topZur vorigen Überschrift

Normalerweise verwendet Linux einen Puffer (Cache) im Arbeitsspeicher, in dem sich ganze Datenblöcke eines Massenspeichers befinden. So werden Daten häufig temporär erst im Arbeitsspeicher verwaltet, da sich ein dauernd schreibender Prozess äußerst negativ auf die Performance des Systems auswirken würde. Stellen Sie sich das einmal bei hundert Prozessen vor! Gewöhnlich übernimmt ein Daemon die Arbeit und entscheidet, wann die veränderten Datenblöcke auf die Festplatte geschrieben werden.

Mit dem Kommando sync können Sie nun veranlassen, dass veränderte Daten sofort auf die Festplatte (oder auf jeden anderen Massenspeicher) geschrieben werden. Dies ist häufig der letzte Rettungsanker, wenn das System sich nicht mehr richtig beenden lässt. Können Sie hierbei noch schnell ein sync ausführen, so werden alle Daten zuvor nochmals gesichert, und der Datenverlust kann eventuell ganz verhindert werden.



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