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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leitfaden für die Nutzung des Buchs und der beiliegenden DVDs
Das Terminal – sinnvoll oder überflüssig?
1 Die Wurzeln von Ubuntu
2 Was ist Ubuntu?
3 Die Versionen im Detail
4 Daten sichern, migrieren und synchronisieren
5 Die Installation
6 Erste Schritte
7 Kubuntu
8 Programme und Pakete installieren
9 Internet und E-Mail
10 Office
11 Grafik und Bildbearbeitung
12 Multimedia
13 Programmierung und Design
14 Software- und Paketverwaltung
15 Architektur
16 Backup und Sicherheit
17 Desktop-Virtualisierung
18 Serverinstallation
19 Administration und Monitoring
20 Netzwerke
21 LAN-Server – im Firmennetzwerk oder als Multimediazentrale
22 Der Server im Internet
23 Servervirtualisierung mit KVM
24 Servervirtualisierung mit Xen
25 Hilfe
26 Befehlsreferenz
A Mark Shuttleworth
Stichwort

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Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1765-1
Pfeil 24 Servervirtualisierung mit Xen
  Pfeil 24.1 Was ist Xen?
    Pfeil 24.1.1 Der Name
    Pfeil 24.1.2 Ursprung
    Pfeil 24.1.3 Gründe für den Erfolg
  Pfeil 24.2 Xen-Philosophie
    Pfeil 24.2.1 Grundlegende Trennung
    Pfeil 24.2.2 Weniger ist mehr
  Pfeil 24.3 Zwei Wege zum Ziel
  Pfeil 24.4 Funktionsumfang und Systemanforderungen
  Pfeil 24.5 Xen installieren
    Pfeil 24.5.1 Verwendung der Distributionspakete
    Pfeil 24.5.2 Xen-Quellpakete manuell installieren
  Pfeil 24.6 Anpassung der Boot-Konfiguration zum Start von Xen
  Pfeil 24.7 Manuelle Konfiguration
  Pfeil 24.8 Verwendung von Images
  Pfeil 24.9 Netzwerktechnik
    Pfeil 24.9.1 Grundlagen
    Pfeil 24.9.2 Routed Network
    Pfeil 24.9.3 Bridged Network
  Pfeil 24.10 Installation von Gastsystemen
  Pfeil 24.11 Administration der virtuellen Maschinen
    Pfeil 24.11.1 Wichtige »xm«-Befehle
    Pfeil 24.11.2 Virtual Machine Manager
    Pfeil 24.11.3 Erstellen einer neuen virtuellen Maschine
    Pfeil 24.11.4 Virtuelle Maschinen verwalten
  Pfeil 24.12 virt-install
  Pfeil 24.13 Management-Produkte
  Pfeil 24.14 Überwachung


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24.11 Administration der virtuellen Maschinen  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Hauptprogramm zur Verwaltung von Xens Gast-VMs ist xm. Sie haben es im vorigen Abschnitt schon einmal benutzt, um die VMs zu starten. xm kann aber wesentlich mehr. Wir werden uns im Folgenden die wichtigsten Funktionen von xm genauer ansehen. Wann immer möglich, geschieht dies anhand eines Beispiels.


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24.11.1 Wichtige »xm«-Befehle  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Laufende virtuelle Maschinen anzeigen

Zum Beispiel zeigt der Aufruf des Befehls xm list eine Liste aller laufenden VMs an (inklusive des Hosts):

# xm list
Name         ID      Mem(MiB)       VCPUs    State     Time(s)
Domain-0     0       64             1        r-----    112.0
vm1          3       128            1        ------    27.4

Die Tabelle gibt die Bedeutung der einzelnen Punkte wieder. Eine erheblich detailliertere Ausgabe bekommen Sie mit xm list -l.


Tabelle 24.3  Die Bedeutung der Ausgabe von »xm list«

Begriff Bedeutung

Name

Name der VM

ID

Identifikationsnummer der VM

Mem(MiB)

Arbeitsspeicherzuweisung in Megabyte

VCPUs

Anzahl der zugewiesenen Prozessoren

Status (State) r

running – laufend

Status (State) b

blockiert

Status (State) p

pausierend

Status (State) s

shutdown – heruntergefahren

Status (State) c

crashed – abgestürzt

Time(s)

Verbrauch von CPU-Rechenzeit in Sekunden


xm console

Dieser Befehl dient dem Zugriff auf die Konsole. Damit erscheint ganz genau das vor Ihnen, was Sie sähen, wenn Sie vor einem realen PC säßen. Hierbei benutzen Sie die Identifikationsnummern der VMS, z. B. xm console 3. Um sich wieder von der VM-Konsole abzumelden, muss bei deutscher Tastatur (Strg) + (5) eingegeben werden.

Einige Befehle

Mit dem Kommando xm shutdown <Domänen-Id> wird das Betriebssystem der VM angewiesen, herunterzufahren.

Über das Kommando

xm mem-set <Domänen-Id> <Hauptspeicher>

kann die Speicherzuweisung für eine VM angepasst werden. Soll die Speicherzuweisung auf Dauer verändert werden, müssen Sie in der VM-Konfigurationsdatei den Wert memory anpassen.


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24.11.2 Virtual Machine Manager  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Ich werde im Folgenden detailliert auf die Installation, den Umgang und die Verwaltung von virtuellen Maschinen mit Hilfe des VMM, des Virtual Machine Managers, eingehen.

Eigenschaften und Vorteile

Der Virtual Machine Manager ist kein einzelnes und geschlossenes Programm, sondern besteht aus einer Sammlung von Komponenten, die zusammenarbeiten, um virtuelle Maschinen zu hosten und zu verwalten. Der VMM bietet Ihnen hierbei einen grafischen Überblick über die virtuellen Maschinen auf Ihrem System. Sie können den VMM sowohl zur Definition von paravirtualisierten als auch von voll virtualisierten Maschinen verwenden.

Management

Mit dem VMM können Sie jede beliebige Anzahl von Management-Aufgaben durchführen, inklusive der Zuweisung von Speicher, der Zuweisung virtueller CPUs und der Überwachung von Leistung im laufenden Betrieb. Obendrein können Sie virtuelle Systeme speichern, wiederherstellen, aussetzen, fortsetzen und herunterfahren. Sie haben außerdem Zugriff auf die Text- und die grafische Konsole.

Abstraktion

Des Weiteren werden CPU und Speicher-Ressourcen von der darunterliegenden Hardware- und Netzwerkkonfiguration abstrahiert. Dies ermöglicht das Zusammenfassen von abzuarbeitenden Ressourcen sowie das dynamische Zuweisen derselben an Applikationen und Dienstanfragen. Chip-Level-Virtualisierung ermöglicht das Betreiben von unveränderten Betriebssystemen mit Intel-VT- und AMD-V-Prozessoren.

Obwohl der VMM nur eine Möglichkeit von vielen ist und keine fortgeschrittenen Möglichkeiten wie beispielsweise das Provisioning bietet, hat er einige wichtige Vorteile.

An dieser Stelle möchte ich folgende Vorteile erwähnen:

  • Das Programm wird bei den meisten Linux-Distributionen standardmäßig installiert, wenn Sie Xen einrichten.
  • Es wird von Red Hat finanziell unterstützt und unterliegt durch die enge Integration in Fedora und Red Hat einer strikten Qualitätskontrolle.
  • Der VMM ist in Python geschrieben und kommuniziert durch die enge Anbindung an die libvirt mit dem darunterliegenden Hypervisor. Diese Art der Kommunikation ermöglicht eine Unabhängigkeit der Anwendung vom verwendeten Hypervisor. So ist es seit den Versionen libvirt 0.2.0 und virt-manager 0.3.1 auch möglich, die Instanzen von QEMU und KVM zu verwalten. Weitere Virtualisierungslösungen sollen folgen.
  • Der VMM basiert auf einem kleinen Pool an Werkzeugen, die optimal zusammenarbeiten und die Grundlage für dieses Programm bilden. Alle diese Werkzeuge sind kommandozeilenbasiert und damit unabhängig von der Funktion einer grafischen Oberfläche verwendbar.
    Pfeil  virt-install – dient zur Installation und Einrichtung eines virtuellen Gastes.
    Pfeil  virt-clone – dient zum Klonen von inaktiven Gästen.
    Pfeil  virt-image – dient zum Installieren von Gästen aus einem Master-Image.
    Pfeil  virt-viewer – dient zur grafischen Verbindung mit den virtuellen Gästen.

Die folgenden Abschnitte beschreiben detailliert die Fenster, die Dialoge und verschiedene GUI-Kontrollmöglichkeiten des Virtual Machine Managers (VMM).

Starten des VMM

Wenn Sie den VMM zum ersten Mal starten, wird keine Verbindung zum Hypervisor hergestellt sein. Dies erkennen Sie daran, dass beim Status Disconnected angezeigt wird und nicht einmal Domain0, der Host, erscheint (siehe Abbildung).

Abbildung 24.3  Der VMM direkt nach dem Starten des Programms


Tabelle 24.4  Optionen beim Aufruf des Virtual Machine Managers

Element Beschreibung

-h, -help

Zeigt die Hilfe an.

-c URL, --connect=URL

Definiert die Verbindung zum Hypervisor.

--no-dbus

Deaktiviert die DBus-API für eine Remote- Verbindung.

--show-domain-creator

Zeigt den Assistenten für das Anlegen neuer virtueller Maschinen an.

--show-domain-editor=UUID

Zeigt einen Dialog an, um die Eigenschaften einer bestimmten Domain mit der UUID zu verändern.

--show-domain-performance=UUID

Zeigt einen Dialog an, um die Leistung einer bestimmten Domain mit der UUID anzeigen zu lassen.

--show-domain-console=UUID

Zeigt die virtuelle Konsole einer bestimmten Domain mit der UUID an.

--show-host-summary

Zeigt eine Zusammenfassung der Leistung aller auf dem Host vorhandenen virtuellen Maschinen an.


Verbindung herstellen

Über den Menüpfad Anwendungen • Systemwerkzeuge • Virtual Machine Manager können Sie den VMM aus der grafischen Oberfläche heraus starten.

Alternativ erledigen Sie dies über das Terminal mit: sudo virt-manager. Nicht-privilegierte Benutzer können lediglich eine schreibgeschützte Sitzung beginnen. Root-Benutzer hingegen können eine Sitzung mit komplettem Lese- und Schreibzugriff starten.

Bug Bei einigen Versionen des VMM ist ein Bug vorhanden, der dazu führt, dass der VMM während des Betriebs immer mehr Arbeitsspeicher beansprucht. Dies führt zu einer signifikanten Verlangsamung des Systems. Sie wirken dem entgegen, wenn Sie den VMM nur bei nötigen Verwaltungsaufgaben öffnen.

Wählen Sie für den normalen Gebrauch die Optionen Xen und Local (Abbildung), wenn Sie die virtuellen Maschinen auf dem lokalen Rechner verwalten möchten.

Abbildung 24.4  Eine Verbindung herstellen

Ein erster Überblick

Wenn Sie die Verbindung zu einem Hypervisor hergestellt haben, wird Ihnen bereits mindestens eine aktive Domain angezeigt. Dies ist der Host, die Domain0.

Grundsätzlich zeigt dieses Fenster alle laufenden virtuellen Maschinen sowie deren zugeteilte Ressourcen (inklusive Domain0). Dabei können Sie entscheiden, welche Felder angezeigt werden sollen. Ein Doppelklick auf die gewünschte virtuelle Maschine liefert die entsprechende Konsole für die bestimmte Maschine. Nach einem Doppelklick auf die Schaltfläche Details erscheint ein Fenster mit näheren Angaben zu dieser Maschine. Außerdem können Sie auf das Menü Datei zugreifen, um eine neue virtuelle Maschine zu erstellen.

Abbildung 24.5  Der »VMM«. Es ist noch keine Verbindung zu einem Hypervisor hergestellt worden.

Grafische Konsole

Wenn Sie eine Domain ausgewählt haben, können Sie über den Button Öffnen eine grafische Verbindung zu dieser virtuellen Maschine herstellen – dies ist die grafische Konsole im Unterschied zur seriellen Konsole, auf die wir später zu sprechen kommen (siehe Abbildung).

Hierbei ist es belanglos, ob Sie paravirtualisierte oder voll virtualisierte Gäste installiert haben. Beide verwenden zwar unterschiedliche Techniken, um ihre lokalen Framebuffer zu exportieren, nutzen aber dennoch das gleiche Werkzeug VNC, um diesen Bildspeicher dem Virtual Machine Manager zur Verfügung zu stellen.

Falls Ihre virtuelle Maschine so konfiguriert ist, dass sie eine Authentifizierung erfordert, fordert die grafische Konsole der virtuellen Maschine Sie zunächst auf, das Passwort einzugeben, das Sie bei der Installation angelegt haben.

Abbildung 24.6  Die grafische Verbindung zur »Domain0« ergibt selbstverständlich keinen Sinn – sie dient ausschließlich den Gästen.

Details zur virtuellen Maschine

Durch einen Klick auf die Schaltfläche Details erscheint ein Fenster, welches Graphen und Statistiken der Ressourcennutzung eines Gasts in Echtzeit darstellt. Das Feld UUID stellt den global eindeutigen Bezeichner für die virtuelle(n) Maschine(n) dar (siehe Abbildung).

Abbildung 24.7  Die Details der »Domain0«


Tipp 285: Sticky Keys im Virtual Machine Manager

Der Wirt, also Ihr lokales Desktop-System, kann bestimmte Tastaturkombinationen unterbinden (z. B. (Strg) + (Alt) + (F11) ), um zu verhindern, dass diese an die virtuellen Maschinen gesendet werden.

Wenn Sie diese Tastenkombinationen in einer virtuellen Maschine benötigen, können Sie die Sticky-Key-Fähigkeit des Virtual Machine Managers verwenden, um diese Tastaturfolge zu senden. Diese Sticky Keys generieren Sie folgendermaßen: Sie müssen eine sogenannte Modifikatortaste (wie (Strg) oder (Alt) ) dreimal drücken, und dann wird die Taste, die Sie angeben, so lange als aktiv behandelt, bis die nächste Taste, die keine Modifikatortaste ist, gedrückt wird.

Beispielsweise können Sie (Strg) + (Alt) + (F11) an den Gast senden, indem Sie die Tastaturfolge (Strg) (Strg) (Alt) + (F1) eingeben.


Sitzung starten

Um eine Sitzung des Virtual Machine Managers zu starten, wählen Sie Virtual Machine Manager im Anwendungsmenü (System).

Sie können den Virtual Machine Manager verwenden, um

  • neue Domains zu erstellen,
  • die Zuweisung von Ressourcen einer Domain sowie die virtuelle Hardware zu konfigurieren oder anzupassen,
  • die Leistung und Statistiken zur Nutzung von Ressourcen von laufenden Domains zusammenzufassen,
  • Graphen anzuzeigen, die die Leistung und die Nutzung von Ressourcen über einen bestimmten Zeitraum darstellen, und um
  • das eingebundene (embedded) Darstellungsprogramm des VNC-Clients zu verwenden, das der Gast-Domain eine umfassende grafische Konsole bietet.

Sie müssen den virt-manager und den Xen-Kernel auf allen Systemen installieren, die die Virtualisierung erfordern. Alle Systeme müssen anschließend in den Xen-Kernel gebootet werden.


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24.11.3 Erstellen einer neuen virtuellen Maschine  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Folgende Schritte sind erforderlich, um mit Hilfe des Virtual Machine Monitors ein Gast-Betriebssystem unter Xen zu installieren:

1. Stellen Sie, falls das noch nicht geschehen ist, eine Verbindung zum Xen-Hypervisor her. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag localhost, und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt Verbinden.
       
2. Wählen Sie nun in der unteren Werkzeugleiste den Punkt Neu. Daraufhin erscheint der Assistent zur Erstellung eines neuen virtuellen Systems. Klicken Sie auf Vor.
       

Abbildung 24.8  Der erste Bildschirm des Assistenten zur Erstellung einer neuen VM

3. Geben Sie den Namen des neuen virtuellen Systems ein, und klicken Sie auf Vor.
       

Abbildung 24.9  Wählen Sie einen kurzen, aber aussagekräftigen Namen.

4. Im nun folgenden Dialog (siehe Abbildung) haben Sie eine Auswahlmöglichkeit bezüglich der Art der Virtualisierung. Sie müssen sich hier zwischen der schnelleren Paravirtualisierung und der vollständigen Virtualisierung entscheiden. Beachten Sie, dass Sie die Möglichkeit der vollständigen Virtualisierung nur haben, wenn Sie einen entsprechenden Prozessor Ihr Eigen nennen.
       

Abbildung 24.10  Auswahl der Virtualisierungsart

5. Geben Sie den Ort Ihrer Installationsmedien an. Der Ort der Kickstart-Datei ist optional. Klicken Sie anschließend auf Vor.
       

Abbildung 24.11  Eingabe des Orts der Installationsmedien

Abbildung 24.12  Wählen Sie den Installationspfad.

6. Installieren Sie entweder auf eine physikalische Plattenpartition, oder installieren Sie in ein virtuelles Dateisystem innerhalb einer Datei.
       

Abbildung 24.13  Einstellungen zur Netzwerkkonfiguration

7. Wählen Sie den Speicher, der dem Gast und der Anzahl der virtuellen CPUs zugewiesen werden soll, und klicken Sie dann auf Vor.
       

Abbildung 24.14  Wählen Sie die Anzahl der virtuellen CPUs und die maximale Menge des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers.

8. Wählen Sie Vor, um eine Konsole zu öffnen, und die Installation der Dateien beginnt.
       
9. Schließen Sie Ihre Installation in dem letzten Fenster ab (siehe Abbildung).
       

Abbildung 24.15  Vor dem Anlegen der virtuellen Maschine erfolgt noch einmal eine Zusammenfassung aller Einstellungen.

10. Geben Sie xm create -c xen-guest ein, um den Gast zu starten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Gast im Virtual Machine Manager, und wählen Sie Öffnen, um die virtuelle Konsole zu öffnen.
       
11. Geben Sie Benutzername und Passwort ein.
       

Tipp 286: SELinux-Richtlinie für virtuelle Maschinen ändern

Mit der eben beschriebenen Vorgehensweise wird ein virtuelles System innerhalb einer Datei installiert. Im Rahmen der standardmäßigen SELinux-Richtlinie können Xen-Platten-Images in /var/lib/xen existieren. Falls Sie SELinux aktiviert haben und einen angepassten Pfad für die virtuelle Platte angeben möchten, müssen Sie die SELinux-Richtlinie entsprechend ändern.

Öffnen Sie ein Terminal, legen Sie das /xen-Verzeichnis an, und erstellen Sie die SELinux-Richtlinie mit dem Befehl sudo restorecon -v /xen. Geben Sie den Ort und die Größe der virtuellen Platte an, und klicken Sie dann auf Weiter.



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24.11.4 Virtuelle Maschinen verwalten  topZur vorigen Überschrift

Nachdem Sie den Virtual Machine Manager gestartet haben, werden alle virtuellen Maschinen auf Ihrem System im Hauptfenster angezeigt. Domain0 ist Ihr Host-System. Falls keine Maschinen existieren, bedeutet dies, dass derzeit keine Maschinen auf dem System laufen.

Abbildung 24.16  Wiederherstellen einer gespeicherten Maschine

Um eine virtuelle Maschine wiederherzustellen, gehen Sie wie folgt vor:

1. Wählen Sie aus dem Menü Datei die Option Eine gespeicherte Maschine wiederherstellen.
       
2. Das Hauptfenster Virtuelle Maschine wiederherstellen erscheint.
       
3. Begeben Sie sich in das korrekte Verzeichnis, und wählen Sie die gespeicherte Sitzungsdatei.
       
4. Klicken Sie auf Öffnen.
       

Das gespeicherte virtuelle System erscheint im Fenster des Virtual Machine Managers.

Darstellung der Details einer virtuellen Maschine

Mit Hilfe des Virtual Machine Monitors können Sie sich die Daten zur Aktivität einer beliebigen virtuellen Maschine auf Ihrem System anschauen. Hierfür verfahren Sie wie folgt:

1. Heben Sie im Hauptfenster des Virtual Machine Managers die virtuelle Maschine hervor, die Sie ansehen möchten.
       
2. Wählen Sie Maschinendetails aus dem Menü Bearbeiten des Virtual Machine Managers (oder klicken Sie auf die Schaltfläche Details am unteren Rand des Hauptfensters des Virtual Machine Managers). Das Fenster für den Überblick über die Details der virtuellen Maschine erscheint. Dieses Fenster fasst die Verwendung von CPU und Speicher für die von Ihnen angegebene(n) Domain(s) zusammen.
       

Abbildung 24.17  Details der virtuellen Maschine

3. Klicken Sie im Fenster Details zur virtuellen Maschine auf den Reiter Hardware. Das Fenster für die Hardwaredetails der virtuellen Maschine erscheint.
       
4. Um die derzeitige Zuweisung von Prozessorspeicher zu betrachten oder zu verändern, klicken Sie auf Processor auf dem Reiter Hardware.
       

Abbildung 24.18  Prozessor-Eigenschaften verändern

5. Um die derzeitige Zuweisung von Arbeitsspeicher zu betrachten oder zu verändern, klicken Sie auf Memory auf dem Reiter Hardware.
       

Abbildung 24.19  Arbeitsspeicher-Eigenschaften verändern

6. Um die derzeitige Festplattenkonfiguration zu betrachten oder zu verändern, klicken Sie auf Platte (Disk xvda) auf dem Reiter Hardware.
       

Abbildung 24.20  Festplatten-Konfiguration verändern

7. Um die derzeitige Netzwerkkonfiguration zu betrachten oder zu verändern, klicken Sie auf Netzwerk (NIC) auf dem Reiter Hardware.
       

Abbildung 24.21  Netzwerk-Eigenschaften verändern

Konfiguration der Statusüberwachung

Mit Hilfe des Virtual Machine Managers können Sie die Statusüberwachung des virtuellen Systems modifizieren.

Gehen Sie wie folgt vor, um die Statusüberwachung zu konfigurieren und Konsolen zu aktivieren:

1. Wählen Sie Präferenzen aus dem Menü Bearbeiten. Das Fenster Präferenzen des Virtual Machine Managers erscheint.
       
2. Geben Sie in der Auswahlbox der Statusüberwachung die Zeit (in Sekunden) an, die Sie für das System-Update festlegen möchten.
       

Abbildung 24.22  Konfiguration der Statusüberwachung

3. Geben Sie im Konsolen-Bereich an, wie eine Konsole geöffnet werden soll, und legen Sie ein Eingabegerät fest.
       

Anzeige der Domain-ID

Gehen Sie wie folgt vor, um die Domain-IDs für alle virtuellen Maschinen auf Ihrem System zu

betrachten:

1. Wählen Sie das Kontrollkästchen Domain-ID aus dem Menü Anzeigen.
       
2. Der Virtual Machine Manager listet die Domain-IDs für alle Domains auf Ihrem System auf.
       

Anzeige des Status der virtuellen Maschine

Gehen Sie wie folgt vor, um den Status aller virtuellen Maschinen auf Ihrem System zu betrachten:

1. Wählen Sie das Kontrollkästchen Status aus dem Menü Ansicht.
       
2. Der Virtual Machine Manager listet den Status aller virtuellen Maschinen auf Ihrem System auf.
       

Virtuelle CPUs anzeigen

Die Anzahl der virtuellen CPUs für alle virtuellen Maschinen auf

Ihrem System sehen Sie sich folgendermaßen an:

1. Wählen Sie aus dem Menü Anzeigen das Kontrollkästchen Virtuelle CPUs.
       
2. Der Virtual Machine Manager listet die virtuellen CPUs für alle virtuellen Maschinen auf Ihrem System auf.
       

Anzeigen der CPU-Auslastung

Gehen Sie wie folgt vor, um die CPU-Auslastung für alle virtuellen Maschinen auf Ihrem System

anzusehen:

1. Wählen Sie das Kontrollkästchen CPU-Auslastung aus dem Menü Anzeige.
       
2. Der Virtual Machine Manager listet den Anteil der CPU-Auslastung in Prozent für alle virtuellen Maschinen auf Ihrem System auf.
       

Anzeigen des Speicherverbrauchs

Den Speicherverbrauch für alle virtuellen Maschinen auf Ihrem

System können Sie sich so genauer betrachten:

1. Wählen Sie aus dem Menü Anzeigen das Kontrollkästchen Speicherbelegung.
       
2. Der Virtual Machine Manager listet den Anteil des Speicherverbrauchs (in Megabyte) für alle virtuellen Maschinen auf Ihrem System auf.
       


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