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Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger
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PC-Netzwerke von Axel Schemberg, Martin Linten
Planen und sicheres Einrichten von LAN und WLAN
Buch : PC-Netzwerke (2. Aufl.)
gp Kapitel 3 FLI4L mit dem Texteditor
  gp 3.1 Allgemeine Hinweise
  gp 3.2 Grundkonfiguration
    gp 3.2.1 base.txt
    gp 3.2.2 isdn.txt
    gp 3.2.3 dsl.txt
    gp 3.2.4 inet.txt
  gp 3.3 Konfiguration erstellen
    gp 3.3.1 Windows
    gp 3.3.2 Linux
    gp 3.3.3 Router booten
    gp 3.3.4 Internetzugang von PCs
  gp 3.4 Tuning (optional)
    gp 3.4.1 Mehrere ISDN-Provider
    gp 3.4.2 isdn.txt
    gp 3.4.3 Timeserver
    gp 3.4.4 Clients
    gp 3.4.5 Festplatteninstallation
    gp 3.4.6 DHCP
    gp 3.4.7 DynDNS
  gp 3.5 Wie geht es weiter bei FLI4L?


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3.4 Tuning (optional)  downtop

Sie haben erfolgreich den Router zum Laufen gebracht, doch die eine oder andere Sache ist noch zu verbessern. In diesem Abschnitt werde ich die häufigsten Veränderungen vorstellen. Parameter, die sich nicht verändern, werden in der folgenden Darstellung nicht berücksichtigt.


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3.4.1 Mehrere ISDN-Provider  downtop

Alle DSL-Benutzer werden vermutlich nun ein Textstück überspringen, doch alle ISDN-Benutzer kennen das Problem: Wöchentlich ändern sich die Providertarife. Entweder wird ein anderer Provider günstiger oder – und das kommt immer häufiger vor – ein günstiger Provider wird plötzlich deutlich teurer. Gut, dass Sie die Anpassung an die neuen Preise nur noch an einer Stelle vornehmen müssen, nämlich am FLI4L-Router.

Oft ist es so, dass ein Provider tagsüber, ein anderer hingegen abends günstiger ist. Dieses so genannte Least-Cost-Routing (LCR) – Sie benutzen immer den je nach Tageszeit günstigsten Provider – beherrscht FLI4L, aber nicht ohne Ihr Zutun.


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3.4.2 isdn.txt  downtop

ISDN Circuits

#------------------------------------------------------
# ISDN Circuits:
#------------------------------------------------------
ISDN_CIRCUITS_N='2' #

Der Name deutet es schon an: Hier müssen Sie die Anzahl der Provider eintragen. Dabei muss jeder Provider nur einmal eingetragen werden, unabhängig davon, wie oft er der günstigste ist.

gp  ISDN_CIRCUITS_N muss bei mehreren Providern also mindestens auf '2' gesetzt werden.

Circuit 1

#-----------------------------------------------------
# Circuit 1: Internet-By-Call-Provider MSN
#-----------------------------------------------------
...
...
ISDN_CIRC_1_TIMES='Mo-Fr:09-18:0.0238:Y' #

Die Einstellungen des ersten Circuits ändern sich nur an einer Stelle, daher wurden die unnötigen Zeilen ausgelassen.

gp  ISDN_CIRC_1_TIMES: In der Grundkonfiguration hatten Sie den Provider zum günstigsten rund um die Uhr erklärt, indem Sie 'Mo-Su:00-24:0.0238:Y' eingetragen hatten. Jetzt möchten Sie nach der Uhrzeit unterscheiden, welcher Provider genutzt werden soll: Provider MSN ist zwischen 9.00 und 18.00 Uhr zu benutzen, und das nur von Montag bis Freitag. Dass der Provider in diesem Zeitraum automatisch verwendet werden soll, wird durch das ':Y' ausgedrückt. Es darf in einem Zeitraum nur ein Provider ein ':Y' haben!

Circuit 2

#------------------------------------------------------
# Circuit 2: Talkline
#------------------------------------------------------
ISDN_CIRC_2_NAME='Talkline' #
...
...
ISDN_CIRC_2_TIMES='Mo-Fr:18-09:0.0174:Y
                   Sa-Su:00-24:0.0174:Y' #

Achten Sie darauf, dass alle Angaben zu diesem Provider mit 'ISDN_CIRC_<NR>' beginnen.

gp  ISDN_CIRC_<Nr>_* Tragen Sie die Daten des Providers ein, nähere Informationen finden Sie im Abschnitt ISDN Circuits.
gp  ISDN_CIRC_2_TIMES darf sich nicht mit dem Zeitraum oder den Zeiträumen eines anderen Circuits überschneiden. Dieser Provider wird in der Woche abends von 18.00 bis morgens 09.00 Uhr verwendet und am Wochenende ganztags. Der Preis beträgt 1,74 Cent pro Minute: 'Mo-Fr:18-09:0.0174:Y Sa-Su:00-24:0.0174:Y'

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3.4.3 Timeserver  downtop

Ein Timeserver ist eine sehr einfach zu nutzende Möglichkeit von FLI4L, nämlich ein Dienst, der in Ihrem LAN allen PCs die richtige Uhrzeit zur Verfügung stellt. Wird eine Internetverbindung aufgebaut, synchronisiert sich der Router mit einem Timeserver im Internet. Von diesem Zeitpunkt an hat er die richtige Uhrzeit. Das ist übrigens eine bequeme Alternative, um ein nicht Jahr-2000-fähiges BIOS zu korrigieren.

Alle anderen PCs im LAN synchronisieren sich mit dem FLI4L-Router, um die richtige Uhrzeit zu erhalten. Dazu ist es erforderlich, die PCs mit einem Synchronisierungsprogramm auszustatten, z. B. dem Freeware-Programm Automachron, das Sie unter http://www.oneguycoding.com/automachron und auf der Buch-DVD finden.

time.txt

OPT_TIME='yes' #
TIME_ZONE='MET'                  #
TIME_SERVICE='yes'               #
TIME_SERVER='ptbtime2.ptb.de ntps1-1.cs.tu-berlin.de'
TIME_ACCESS_AT_BOOT_TIME='no'   #
TIME_CIRCUITS='1 2'                #
gp  OPT_TIME muss mit dem Wert 'yes' belegt sein, damit der Zeitdienst installiert wird.
gp  TIME_ZONE: Die mitteleuropäische Zeitzone 'MET' dürfte für die meisten von Ihnen die richtige Einstellung sein. Die Alternative 'GMT' bedeutet Weltzeit.
gp  TIME_SERVICE: Sie haben die Möglichkeit, nur die Uhr des Routers zu korrigieren. Der Zeitdienst stellt auch den anderen PCs im LAN die Uhrzeit zur Verfügung: 'yes'.
gp  TIME_SERVER enthält die wichtigste Einstellung der Konfiguration: die Timeserver-Adressen im Internet. Eine Liste solcher Server ist unter http://www.eecis.udel.edu/~mills/ntp/clock1.htm erhältlich. Der Timeserver 'ptbtime2.ptb.de' ist von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Sie können mehrere Server eintragen und müssen dabei die Einträge durch ein Leerzeichen voneinander trennen. Die Einträge werden bei Bedarf der Reihe nach abgearbeitet.
gp  TIME_ACCESS_AT_BOOT_TIME: Soll beim Booten die Uhr des Routers gestellt werden? Falls 'no' , wird bei jeder Verbindung ins Internet synchronisiert, dann also, wenn ohnehin Kosten anfallen. Mit dem Eintrag 'yes' versucht der Router nach dem Booten, die Uhr zu stellen. Das ist sehr nützlich, wenn Sie einen PC verwenden, dessen BIOS-Akku defekt ist oder der nicht Jahr-2000-fähig ist.
gp  TIME_CIRCUITS meint die Provider, bei denen synchronisiert wird. Die Einstellung '1 2' geht davon aus, dass Sie zwei Internetprovider haben und bei der Einwahl über beide die Uhrzeit synchronisieren möchten.

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3.4.4 Clients  downtop

Ich habe schon erwähnt, dass die anderen PCs in Ihrem LAN die Zeit mit dem FLI4L-Router synchronisieren sollten. Das Programm Automachron kann in den Autostart-Ordner gelegt werden. So wird die Uhrzeit automatisch beim Hochfahren des Systems synchronisiert. Sie müssen dafür lediglich die IP-Adresse des Routers im Programm eintragen (vgl. Abbildung 16.1).


Abbildung
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Abbildung 3.1   Automachron


Sie müssen bei Automachron durch einen Klick auf die Schaltfläche Host... das Protokoll für die Synchronisierung auf SNTP v1 stellen. So funktioniert es zumindest bei mir, möglicherweise kann man auch eine andere Version benutzen. Mit der Schaltfläche <> können Sie sich zusätzliche Informationen anzeigen lassen, z. B. den korrigierten Zeitunterschied. Vielleicht ist es für Sie interessant, in einem bestimmten Zeitintervall einen Abgleich durchzuführen. Auch das ist mit Automachron möglich.

Alternativ zur Synchronisierung des Routers mit einem Timeserver im Internet könnten Sie auch eine Funklösung am PC anbringen. Da dies aber Geld kostet und für mich die Genauigkeit von einigen Hundertstelsekunden völlig ausreichend ist, habe ich darauf verzichtet. Wichtig wird eine exakte Uhrzeit, wenn z. B. aufeinander abgestimmte Produktionssteuerungen betrieben werden.


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3.4.5 Festplatteninstallation  downtop

Vorbemerkungen

Die Festplatteninstallation ist aus meiner Sicht eine wirklich lohnende Angelegenheit. Sie können mehr Möglichkeiten mit dem Router realisieren, weil Sie mehr Platz zur Verfügung haben. Leider sind einige Einstellungen vorzunehmen, damit alles einwandfrei funktioniert.

Die Installation gliedert sich in zwei Teile:

1. Setupdiskette 2. Festplatteninstallation

Die Setupdiskette dient lediglich der Partitionierung, der Formatierung und der Installation des Grundsystems auf der Festplatte. Nachträglich werden dann ein umfangreicheres Archiv, opt.tgz, und die neue Konfigurationsdatei rc.cfg auf den Router kopiert. Beim nächsten Start entpackt der Router das Archiv und wendet die Konfigurationsdatei an. So installieren Sie auch Updates.

Setupdiskette

Für die Setupdiskette können Sie die Diskette der Grundkonfiguration verwenden. Lediglich eine Ergänzung ist notwendig: Laden Sie aus dem Internet das Paket hd.tar.gz herunter, und entpacken Sie es in das Grundverzeichnis von FLI4L. Achten Sie bitte auch darauf, ob ein Patch (dt. Flicken) installiert werden soll! Falls ja, ist das Paket zusätzlich zu installieren! Ändern Sie in der Datei hd.txt im Verzeichnis /config die folgende Zeile:

OPT_HDINSTALL='yes'               #
gp  OPT_HDINSTALL muss auf 'yes' gesetzt sein, damit die Installation auf der Festplatte vorgenommen werden kann.

Erzeugen Sie eine neue Diskette, wie in Kapitel 16.3, Konfiguration erstellen, erläutert und booten Sie von dieser Diskette!

Gehen Sie nach dem Booten wie folgt vor:

1. Loggen Sie sich an der Konsole ein. Geben Sie dann setup ein. Es erscheinen jetzt mehrere Textmenüs. 2. Die erste Frage nach der Sprache werden Sie wohl mit d für deutsch beantworten. 3. Ich habe als Installationsvariante B gewählt. 4. Die Größe der Bootpartition habe ich auf 8 MByte beschränkt. 5. Die OPT-Partition ist mit 32 MByte bei mir deutlich größer als empfohlen, Sie können sie auch kleiner wählen. 6. Ich benutze keine SWAP-Partition. 7. Es gibt bei mir noch eine weitere Partition mit 100 MByte, z. B. für Daten. 8. Starten Sie mit JA die Installation. 9. Booten Sie ohne Diskette.

Sie haben jetzt die Grundkonfiguration, die auf der Diskette war, auf der Festplatte installiert. Das Booten geht wesentlich schneller, wie Sie sicherlich bemerken. Das Festplattengeräusch hat an meinen Nerven gezerrt; wie ich das geändert habe, wird unten im Abschnitt hd.txt beschrieben.


Erzeugen Sie jetzt eine Konfiguration, die auf der Festplatte zum Einsatz kommen soll.

opt.tgz

Da Sie auf der Festplatte deutlich mehr Platz haben als auf der Diskette, können Sie mehr OPT-Pakete installieren. Dazu müssen Sie nicht jedes Mal eine Neuinstallation vornehmen, sondern lediglich ein opt.tgz mit rc.cfg erzeugen. Dazu dient das Programm mktgz.bat oder unter Linux mktgz.sh.

base.txt

Einige Anpassungen für die Festplatten-FLI4L-Version müssen noch in der base.txt vorgenommen werden.

#------------------------------------------------------
# General settings:
#------------------------------------------------------
...
...
MOUNT_BOOT='rw'                 #
RAMSIZE=''                   #
MOUNT_OPT='rw'                   #
PART_OPT='hda2'                  #
UPDATE_MODE ='full'              #
gp  MOUNT_BOOT ist zwingend auf 'rw' zu setzen. Sonst kann man das erzeugte – neue – opt.tgz nicht auf den Router kopieren. 'rw' bedeutet lesen und schreiben, read/write.
gp  RAMSIZE bezeichnet die RAM-Disk-Größe für die OPT-Partition. Diese muss bei der Installationsvariante B leer bleiben (''), weil keine RAM-Disk für /opt verwendet wird, sondern eine Festplattenpartition.
gp  MOUNT_OPT: Auch hier sollte 'rw' eingetragen werden. Für die reine Installation wäre es ausreichend, 'ro' einzutragen, weil während der Installation die Partition read/write gemountet wird.
gp  PART_OPT: Wo liegen denn die optionalen Pakete? Der Eintrag 'hda2' entspricht Ihrer Konfiguration und beinhaltet folgende Ortsangabe: auf der zweiten Partition der Masterplatte am ersten IDE-Bus.
gp  UPDATE_MODE: Der Update-Modus 'full' überschreibt alle bestehenden Konfigurationen und Dateien. Wenn Sie selbst geschriebene Shell-Skripten verwenden, dann sollten Sie an dieser Stelle 'add' wählen.

hd.txt

#------------------------------------------------------
# Optional: mount additional devices
#------------------------------------------------------
OPT_MOUNT='yes'                   #
MOUNT_N='1'                      #
MOUNT_1_DEV='hda3'               #
MOUNT_1_POINT='/data'  #
MOUNT_1_FS='ext2'                #
MOUNT_1_CHECK='yes'              #
MOUNT_1_OPTION='rw'              #

Sie haben drei Partitionen auf der Festplatte. Die dritte Partition für Daten (hda3) muss noch in das Dateisystem eingebunden werden, das heißt, der Partition wird ein Mountpoint im Filesystem zugewiesen.

gp  OPT_MOUNT muss auf 'yes' stehen, denn das Einbinden in das Dateisystem heißt unter UNIX/Linux mounten (dt. anbringen).
gp  MOUNT_N: Wie viele Geräte sollen gemountet werden? Eine weitere Partition, daher '1'.
gp  MOUNT_1_DEV: Alle Gerätedateien werden unter Linux im Unterordner /dev abgelegt. Ein Devicefile heißt /dev/hda3, die dritte Partition auf der Master-Festplatte am ersten IDE-Bus. Der Eintrag heißt entsprechend 'hda3'.
gp  MOUNT_1_POINT: Der Mountpoint ist das Verzeichnis im Dateisystem, in dem der Inhalt von /dev/hda3 verfügbar sein wird. Ich habe '/data' gewählt. Dieses Verzeichnis existiert normalerweise nicht, dadurch steht der Name nicht im Konflikt mit anderen Verzeichnissen.
gp  MOUNT_1_FS: Das Filesystem der Partition ist 'ext2', das alte Standarddateisystem von Linux.
gp  MOUNT_1_CHECK: Wird die Partition überprüft, wenn der Router nicht ordnungsgemäß heruntergefahren wurde? 'yes'.
gp  MOUNT_1_OPTION: Damit Sie auf diese Partition auch Daten schreiben können, muss der Eintrag 'rw' lauten.
#------------------------------------------------------
# Optional package: HDINSTALL
#------------------------------------------------------
OPT_HDINSTALL='no'               #
gp  OPT_HDINSTALL ist überflüssig, denn die Festplatteninstallation ist schon erfolgt, daher 'no'.
#------------------------------------------------------
# Optional package: FDISK
#------------------------------------------------------
OPT_FDISK='no'                   #
gp  OPT_FDISK dient der Möglichkeit, Partitionen manuell anzulegen. Sie können an der Konsole mittels fdisk Partitionierungen vornehmen. Das ist üblicherweise nicht notwendig, daher 'no'.
#------------------------------------------------------
# Optional package: Modes for IDE Harddisk
#------------------------------------------------------
OPT_HDTUNE='yes'                  #
HDTUNE_N='1'                     #
HDTUNE_DISK_1='hda'              #
HDTUNE_SLEEP_1='yes'             #
HDTUNE_SLEEPTIME_1='2'           #
HDTUNE_32BIT_1='no'             #
HDTUNE_DMA_1='no'               #
HDTUNE_READLA_1='no'            #
gp  OPT_HDTUNE wird auch Ihre Festplatte zum Schweigen bringen, daher 'yes'.
gp  HDTUNE_N: Wie viele Laufwerke gibt es? Normalerweise wird wohl nur eine Festplatte eingebaut sein, daher '1'.
gp  HDTUNE_DISK_1 Welches Laufwerk?
Masterplatte am ersten IDE-Bus = 'hda' Slaveplatte am ersten IDE-Bus = 'hdb' Masterplatte am zweiten IDE-Bus = 'hdc' Slaveplatte am zweiten IDE-Bus = 'hdd'
gp  HDTUNE_SLEEP_1: Sie möchten Ruhe, daher wollen Sie, dass die Festplatte bei Inaktivität ausgeschaltet und bei Bedarf wieder eingeschaltet wird: 'yes'.
gp  HDTUNE_SLEEPTIME_1: Nach welcher Zeit soll die Platte abgeschaltet werden? '2' Minuten sind eine gute Zeit, dann herrscht kurz nach dem Booten wieder Ruhe.
gp  HDTUNE_32BIT_1: kein weiteres Tuning, daher 'no'
gp  HDTUNE_DMA_1: kein weiteres Tuning, daher 'no'
gp  HDTUNE_READLA_1: kein weiteres Tuning, daher 'no'
#------------------------------------------------------
# Optional package: RESCUE
#------------------------------------------------------
OPT_RESCUE='no'                  #
gp  OPT_RESCUE: Fernwartung über ISDN. Man kann mit dem Programm e2fsck Partitionen überprüfen u. Ä. Ich habe das Paket noch nie verwendet: 'no'. Damit die Fernwartung wirklich funktioniert, müssen weitere Einstellungen vorgenommen werden. Mehr Informationen finden Sie in der Dokumentation zum Paket HD.
#------------------------------------------------------
# Optional package: CDROM
#------------------------------------------------------
OPT_CDROM='no'                   #
gp  OPT_CDROM dient zum Einbinden eines IDE-CD-ROM-Laufwerks. Ich benötige das nicht: 'no'.

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3.4.6 DHCP  downtop

Das Dynamic Host Configuration Protocol bietet die Möglichkeit, eine IP-Konfiguration über das Netzwerk von einem Server vornehmen zu lassen. Beim Booten fragen die Clients im Netzwerk nach einer IP-Konfiguration, und der DHCP-Server antwortet ihnen. Die vom Server mitgeteilten Informationen stellt sich der Client ein. Ein Beispiel ist die IP-Adresse, aber auch Default-Gateway, Subnetzmaske und DNS-Server lassen sich zuweisen.

DHCP ist sehr praktisch, wenn man auf Rechnern mehrere Betriebssysteme hat und/oder relativ viele Rechner im Netzwerk sind. Weitere Informationen zu DHCP finden Sie in Kapitel 5.5, DHCP.

dhcp.txt

#------------------------------------------------------
# Optional package: DHCP server
#------------------------------------------------------
OPT_DHCP='yes'                    #
DHCP_LS_TIME_DYN='36000'          #
DHCP_MAX_LS_TIME_DYN='72000'      #
DHCP_LS_TIME_FIX='86400'         #
DHCP_MAX_LS_TIME_FIX='604800'    #
DHCP_RANGE_1='192.168.4.10 192.168.4.100'    #
DHCP_WINSSERVER=''  #
gp  OPT_DHCP muss 'yes' lauten, damit DHCP verwendet wird.
gp  DHCP_LS_TIME_DYN beschreibt die so genannte Default-Lease-Time. Ein Client bekommt die IP-Konfiguration, insbesondere die IP-Adresse, für einen festgelegten Zeitraum zugewiesen. Für nicht statisch zugewiesene IP-Adressen (siehe unten) beträgt die Lease-Time '36000' Sekunden. Das entspricht zehn Stunden.
gp  DHCP_MAX_LS_TIME_DYN: Wenn der PC explizit nach einer maximalen Zeit anfragt, bekommt er dies als Antwort: '72000' Sekunden.
gp  DHCP_LS_TIME_FIX: IP-Adressen können Sie anhand der Hardwareadresse, also der MAC-Adresse, vergeben. Die Zuordnung erfolgt über die Datei base.txt. Die Default-Lease-Time für diejenigen PCs, denen statisch eine IP-Adresse zugeordnet wird, ist in Sekunden angegeben: '86400'.
gp  DHCP_MAX_LS_TIME_FIX: Für die statischen IP-Leases können Sie noch die maximale Lease-Time in Sekunden angeben: '604800'.
gp  DHCP_RANGE_1 ist der Bereich, den ein DHCP-Server dynamisch vergeben kann. Der Eintrag besagt, dass der Bereich von 192.168.4.10 bis 192.168.4.100 vergeben werden darf. Dieser Bereich darf sich nicht mit fest vergebenen IP-Adressen überschneiden! _1 bezieht sich auf ETH_1. Wenn Sie also über ETH_2 IP-Adressen vergeben möchten, müssen Sie entsprechend DHCP_RANGE_2 eintragen.
gp  DHCP_WINSSERVER: WINS-Server sind ähnlich wie DNS-Server für die Auflösung von Computernamen in IP-Adressen zuständig. Es würde mich wundern, wenn Sie hier einen Eintrag vornehmen müssten.
#------------------------------------------------------
# Optional package: DHCP client
#------------------------------------------------------
OPT_DHCLIENT='no'                #
DHCLIENT_INTERFACES='eth1'       #
DHCLIENT_USEPEERDNS='no #

Es könnte auch sein, dass Sie dem Router mit DHCP eine IP-Konfiguration zuweisen möchten, weil Sie schon einen anderen DHCP-Server betreiben.

Achtung, Falle

OPT_DHCP muss dann auf 'no' stehen, damit sich die DHCP-Server nicht in die Quere kommen!

gp  OPT_DHCLIENT sollte auf 'no' stehen, sonst erwartet der Router eine IP-Konfiguration per DHCP.
gp  DHCLIENT_INTERFACES: Für welches Interface, d. h. für welche Netzwerkkarte, soll dem Router eine IP-Konfiguration per DHCP zugewiesen werden? Der Eintrag 'eth1' führt dazu, dass einer zweiten Netzwerkkarte eine IP-Konfiguration per DHCP zugewiesen wird.
gp  DHCLIENT_USEPEERDNS Soll der DNS-Server des Providers bei der Konfiguration des Interfaces verwendet werden?

base.txt

Wenn Sie IP-Adressen statisch, also anhand der MAC-Adresse, vergeben wollen, z. B. weil ein PC immer die gleiche IP-Adresse haben soll, müssen Sie die MAC-Adresse in der Datei base.txt eintragen.

Domain configuration (DNS)
#------------------------------------------------------
# Domain configuration:
#------------------------------------------------------
...
HOST_1='192.168.4.1 fli4l'           #
HOST_2='192.168.4.2 Eins 00:a0:b4:f0:77:cc' #
HOST_3='192.168.4.3 Zwei 00:f0:a7:bb:35:7c'  #
gp  HOST_<Nr>: Fortlaufend durchnummeriert enthalten diese Einträge die Angaben: 'IP-Adresse Name MAC'. Dabei ist die MAC-Adresse eine hexadezimale Zahl, die aus sechs Bytes besteht, die jeweils durch Doppelpunkte getrennt sind. Die MAC-Adresse Ihres PCs können Sie erfahren, indem Sie in einer DOS-Box ipconfig /all eingeben. Bei Windows 9x/Me führen Sie unter Start • Ausführen... winipcfg.exe aus. Unter Physikalische Adresse ist die MAC-Adresse zu finden. Bei Linux geben Sie auf der Kommandozeile ifconfig eth0 ein, die MAC-Adresse steht dort hinter HWaddr.

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3.4.7 DynDNS  toptop

Für FLI4L sind auch Pakete erhältlich, die eine dynamische IP-Adresse beim Provider automatisch aktualisieren. Wie Sie eine solche Adresse bekommen, erfahlen Sie in Kapitel 12.1.2, DynDNS-Dienste. Sie können z. B. das Paket OPT_DYNDNS einsetzen. In der aktuellen FLI4L-Version 2.0.x werden allerdings nur wenige Provider unterstützt. Aus diesem Grund stelle ich das Paket an dieser Stelle nicht vor. In der Pre-Version ist die Liste der unterstützten Provider deutlich länger.

 

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