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Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger
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PC-Netzwerke von Axel Schemberg, Martin Linten
Planen und sicheres Einrichten von LAN und WLAN
Buch : PC-Netzwerke (2. Aufl.)
gp Kapitel 2 Ein vielseitiger Linux-Server
  gp 2.1 Motivation – oder: Warum ausgerechnet Linux?
  gp 2.2 Aufgaben Ihres Netzwerkservers
  gp 2.3 Installation des Basissystems
    gp 2.3.1 Installation von SUSE Linux
    gp 2.3.2 siegfried
  gp 2.4 Erste Schritte mit dem Webmin
    gp 2.4.1 Die Kategorie Webmin
    gp 2.4.2 Die Kategorie System
    gp 2.4.3 Die Kategorie Server
    gp 2.4.4 Die Kategorie Netzwerk
    gp 2.4.5 Die Kategorie Hardware
    gp 2.4.6 Die Kategorie Cluster
    gp 2.4.7 Die Kategorie Sonstiges
  gp 2.5 DHCP-Server
  gp 2.6 Samba als Fileserver
    gp 2.6.1 Linux als Server
    gp 2.6.2 Windows als Client
    gp 2.6.3 Linux als Client
    gp 2.6.4 Windows als Server
  gp 2.7 Drucken im Netzwerk
    gp 2.7.1 Drucker am Server einrichten
    gp 2.7.2 PDF-Drucker einrichten
    gp 2.7.3 Netzwerkdrucker am Client einrichten
  gp 2.8 Mailserver
    gp 2.8.1 Mails mit Postfix verschicken
    gp 2.8.2 Mails mit Postfix empfangen
    gp 2.8.3 Mails mit Postfix über einen Provider verschicken
    gp 2.8.4 Postfächer aus dem Internet holen
    gp 2.8.5 Clients im LAN an den Server anbinden
  gp 2.9 Voicemails mit vbox
    gp 2.9.1 Vbox mit ISDN
    gp 2.9.2 Vbox mit einem analogen Modem
    gp 2.9.3 Alternativen
  gp 2.10 Groupwareserver
    gp 2.10.1 Vorbemerkungen
    gp 2.10.2 Installation
    gp 2.10.3 Konfiguration
    gp 2.10.4 PHProjekt benutzen
  gp 2.11 MLDonkey: Tauschbörsentalente
    gp 2.11.1 Tauschbörsen
    gp 2.11.2 MLDonkey einrichten
  gp 2.12 Timeserver
    gp 2.12.1 Zeitservice aufsetzen
    gp 2.12.2 Zeitsynchronisierung beim Systemstart
    gp 2.12.3 Clients an den Zeitserver anbinden
    gp 2.12.4 Andere Zeitdienste als NTP
  gp 2.13 Ein Backupkonzept für den Netzwerkserver
    gp 2.13.1 Wozu Backup?
    gp 2.13.2 Backup
    gp 2.13.3 Restore
    gp 2.13.4 Disaster Recovery


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2.11 MLDonkey: Tauschbörsentalente  downtop


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2.11.1 Tauschbörsedowntop

Tauschbörsen seien der Sargnagel der Musikindustrie, sie schädigen die Filmindustrie. Solche und weitere Ansichten oder auch deren Gegendarstellungen werden von mir in diesem Buch nicht behandelt.

(il-)legal

Im Jahr 2003 wurde die rechtliche Grundlage, auf deren Basis jeder Privatmann ungestraft Filme und Musik tauschen konnte, geändert. Es ist inzwischen illegal, zumindest bei gewerbsmäßigem Handel mit Raubkopien wird von den Herstellern oder deren Verbänden gegen Raubkopierer vorgegangen.

Es gibt aber nicht nur illegale Dateien in Tauschbörsen, sondern auch völlig legale. Beispielsweise wird in den Tauschbörsen die Auskopplung zu FLI4L aus meinem Buch angeboten.

Wesentlich interessanter als die juristischen sind die technischen Fragen. Wie funktionieren diese Peer-to-Peer-Netzwerke?

Das übliche Prinzip ist, dass jeder Teilnehmer etwas in diesem Netzwerk zur Verfügung stellt und im gleichen Maße, wie er das tut, auch Daten aus diesem Netzwerk herunterladen darf.

Es gibt üblicherweise in diesen Netzwerken keine übergeordnete Instanz, sondern – das drückt Peer-to-Peer aus – nur gleichberechtigte Teilnehmer. Anders als im normalen Internet laden Sie die Daten nicht von einem Server herunter, sondern direkt von einem anderen Teilnehmer. Damit Sie überhaupt eine Datei bei einem anderen Teilnehmer finden, gibt es Verzeichnisserver, die Inhaltsverzeichnisse mit Dateien der einzelnen Teilnehmer führen. An diese Verzeichnisserver stellen Sie eine Suchanfrage, klicken auf das gewünschte File und das Tauschprogramm sorgt dafür, dass es bei allen Besitzern dieser Datei gleichzeitig anfragt, ob man es dort herunterladen darf. Es trägt sich bei den anderen Teilnehmern in eine Warteliste ein, aufgrund eines kompilizierten Algorithmus bekommen Sie bei jedem Teilnehmer einen Warteplatz.

Größere Dateien werden in kleinere Stücke geteilt, und jeder Teil kann von einem anderen Teilnehmer heruntergeladen werden. Manche Tauschbörsenprogramme bieten zwangsweise fertig heruntergeladene Teile wieder anderen Teilnehmern zum Download an.

Hinsichtlich der Datenmenge gilt bei solchen Tauschbörsen für einen Download daher, dass Sie in etwa die gleiche Menge Daten in das Internet hochladen müssen, wie Sie sie herunterladen. Für eine CD von 700 MByte werden ungefähr 1 400 MByte übertragen.

Je mehr Daten Sie in das Netzwerk hochgeladen haben – Sie werden über Ihre offizielle IP-Adresse identifiziert –, desto mehr Bonuspunkte haben Sie, entsprechend besser ist Ihr Listenplatz auf den Wartelisten.


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2.11.2 MLDonkey einrichten  toptop

MLDonkey ist ein Tauschbörsenprogramm. Es beherrscht nicht nur ein Peer-to-Peer-Netzwerk, sondern gleich mehrere. Unter http://www.mldonkey.org finden Sie nähere Informationen, welche Tauschbörsen insgesamt unterstützt werden.

Die wichtigsten Netzwerke sind eDonkey, gnutella und Bittorrent. Sie können also mit MLDonkey alles herunterladen, was auch mit emule – dem bekanntesten Client für das eDonkey-Netzwerk – herunterladbar ist.

MLDonkey besteht aus dem so genannten MLDonkey-Server, dieser lädt Dateien aus dem Internet herunter, und einem MLDonkey-Client.

Der MLDonkey-Client dient lediglich der Bedienung, wenn diese nicht über Telnet oder einen Webbrowser stattfinden soll.

SUSE

Das rpm-Paket für SUSE 9.0 (mldonkey-2.5-57.i586.rpm) ist offenbar nur auf der SUSEDVD enthalten. MLDonkey finden Sie in der Gruppe Productivity/Networking/Other.

Starten Sie MLDonkey unter siegfried mit dem Befehl

mldonkey_server --daemon

Sie können sich nun lokal auf dem siegfried-PC mit Telnet, dem Browser oder dem mlgui um die Konfiguration kümmern.

Mein Favorit ist der Browserzugriff über

http://localhost:4080

der einen umfangreichen Zugriff erlaubt.


Abbildung
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Abbildung 2.80   Downloadanzeige von MLDonkey


Die Oberfläche ist weitestgehend selbsterklärend (vgl. Abbildung 15.80). Zunächst sollten Sie unter dem Punkt Servers sicherstellen, dass Sie mit einem Server verbunden sind.

freischalten


Damit im eDonkey-Netzwerk auf Daten unter Ihrer IP-Adresse zugegriffen werden kann, müssen Sie folgende Einstellungen an Ihrem Router/Ihrer Firewall freischalten. Leiten Sie 4661 TCP 4662 TCP 4665 UDP 4672 UDP jeweils an den PC weiter, auf dem der MLDonkey läuft. Üblicherweise wird die Funktion in DSL-Routern Virtual Server genannt. Diese Weiterleitungen sind unabhängig vom verwendeten Client und spezifisch für jedes Peer-to-Peer-Netzwerk einzurichten. An je mehr Netzwerken Sie teilnehmen, desto mehr Lücken hat Ihre Firewall.

Wenn Sie die richtigen TCP- und UDP-Ports weiterleiten, müssten Sie eine gute Verbindung bekommen, das wird im eDonkey-Netzwerk durch eine hohe ID gekennzeichnet. Bei MLDonkey (vgl. Abbildung 14.81) steht neben dem Server der Hinweis HI, oder wenn es nicht funktioniert hat, LO für Low ID.

Der MLDonkey verwendet eine server.ini, in der die Verzeichnisserver aufgelistet sind. Diese Datei entspricht der Datei server.met bei eMule. Sie finden aktuelle Versionen dieser Dateien mit einem entprechenden Suchwort einer Suchmaschine.


Abbildung
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Abbildung 2.81   Serveranzeige bei MLDonkey


Wenn Sie mit den Funktionen der Weboberfläche nicht zurechtkommen, können Sie auf die spartanische Telnet-Oberfläche von MLDonkey zurückgreifen. Verbinden Sie sich mittels

telnet localhost 4000

auf den lokalen TCP-Port 4000 des Netzwerkservers.

Bequemer ist da schon die grafische Oberfläche, die der MLDonkey-Client bietet. Sie können den Client mittels

mlgui

starten (vgl. Abbildung 14.82).


Abbildung
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Abbildung 2.82   MLDonkey-Client


Die Oberflächen und Funktionen sind gleichwertig wie bei eMule, die Reichenfolge der Menüs ist etwas besser sortiert als im Webzugriff, weil die Servers ganz links stehen, dann die Downloads kommen und dann die Results. Genau so arbeiten Sie auch mit einem solchen Client: Sie verbinden sich zu einem Verzeichnisserver, suchen eine Datei, laden sie herunter und wenn der Download beendet ist, ist die Datei unter Results zu finden.

 

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