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Galileo Computing - Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger
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PC-Netzwerke von Axel Schemberg, Martin Linten
Planen und sicheres Einrichten von LAN und WLAN
Buch : PC-Netzwerke (2. Aufl.)
gp Kapitel 1 Internetzugang
  gp 1.1 Allgemeines
    gp 1.1.1 Internetzugangstechnik
    gp 1.1.2 DynDNS-Dienste
  gp 1.2 Windows-Internetverbindungsfreigabe
    gp 1.2.1 Server konfigurieren
    gp 1.2.2 Clients konfigurieren
    gp 1.2.3 Alternativen
  gp 1.3 Hardware-Router
    gp 1.3.1 Allgemeine Vorbemerkungen
    gp 1.3.2 Router für die Internetanbindung
    gp 1.3.3 Kriterien für den Routerkauf
    gp 1.3.4 Router aufbauen
    gp 1.3.5 Router konfigurieren
    gp 1.3.6 Timeout-Problem
  gp 1.4 Der Software-Router FLI4L


Galileo Computing

1.4 Der Software-Router FLI4L  toptop

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle sehr ausführlich die Lösung FLI4L (http://www.fli4l.de), eine Disketten-Linux-Distribution, vorstellen, die einen Router auf einer einzigen Diskette unterbringt.


Sie können eine solche Diskette ohne Linux-Kenntnisse erstellen.

FLI4L bedeutet: FLoppy ISDN 4 for Linux. Ursprünglich war FLI4L ein ISDN-Router, selbstverständlich wird DSL heute auch unterstützt.

Ein FLI4L-Router bietet Ihnen u. a. folgende Möglichkeiten:

gp  Erstellung der Bootdiskette unter UNIX/Linux und Windows
gp  Least-Cost-Routing: automatische Auswahl des Providers nach Uhrzeit und Wochentag
gp  Windows-/Linux-Programm zur Steuerung von FLI4L (imonc)
gp  Anzeige, Berechnung und Protokollierung von Verbindungszeiten und -kosten am Router oder am Client über imonc
gp  Upload von neuen Konfigurationsdateien über den Windows-Client imonc
gp  Bootdiskette mit FAT-Dateisystem zum dauerhaften Speichern von Dateien
gp  Unterstützung von 1.680-kByte-Disketten
gp  Unterstützung von IP-Masquerading (NAT) und Port-Forwarding
gp  Firewall: Logging bei Zugriff von außen auf gesperrte Ports
gp  Einheitliche Abbildung von WAN-Schnittstellen auf so genannten Circuits, daher Internetzugang über ISDN- und DSL-Provider parallel möglich
gp  Namensauflösung (DNS-Server) für das LAN

Warum FLI4L?

Mir gefällt dieses Softwareprojekt deshalb so gut, weil es sehr gut gepflegt wird, weil ein umfangreiches Hilfsangebot existiert, die Lösung flexibel erweiterbar ist und die gesamte Software kostenlos angeboten wird. Das wären schon genug Gründe, FLI4L einzusetzen, doch es gibt zumindest noch einen weiteren: Es ist eine Disketten-Distribution. Sie erzeugen eine Diskette, booten von dieser Diskette und können somit gefahrlos FLI4L ausprobieren. Die Daten auf der Festplatte werden nicht modifiziert, und eine Festplatteninstallation entfällt. Auch wenn Sie jetzt skeptisch sind – das Betriebssystem Linux und alle genannten Funktionen passen auf eine 1,44-MByte-Diskette.

Hardware

Sie benötigen einen ausgedienten PC mit einer Netzwerkkarte, einer zusätzlichen Netzwerkkarte für DSL oder einer ISDN-Karte und einem Diskettenlaufwerk. Der PC sollte mindestens acht MByte RAM haben und ein 486er (oder besser) sein. Einen solchen alten PC haben einige von Ihnen vielleicht noch im Keller stehen, wenn nicht, dann gibt es diese alten Geräte für wenige Euro zu kaufen.

Noch einmal im Überblick. Sie benötigen an Hardware:

gp  486er-PC (oder besser) mit mindestens acht MByte RAM und Floppy
gp  Netzwerkkarte für den LAN-Anschluss
gp  möglicherweise eine Netzwerkkarte für DSL
gp  möglicherweise eine ISDN-Karte für ISDN
gp  eine Diskette

Ich setze voraus, dass Sie in der Lage sind, die notwendigen Komponenten einzubauen, und dass diese funktionstüchtig sind. In Kapitel 7, Netzwerkkarten, habe ich beschrieben, wie man Netzwerkkarten einbaut. Entsprechendes gilt für die ISDN-Karten.

Software

Um den Router mit FLI4L-Software erstellen zu können, benötigen Sie mindestens zwei Pakete: fli4l-<Version>.tar.gz und entweder dsl.tar.gz für DSL oder isdn.tar.gz. Ich möchte zunächst den minimalen Funktionsumfang beschreiben, Erweiterungen können Sie dann selbstständig Ihren Bedürfnissen entsprechend vornehmen.

Eine erste Hürde stellt das Entpacken der Software dar. Typisch für UNIX/Linux ist die Verwendung der Programme gzip und tar, um Archive zu erstellen. Beide Programme sind unter Windows völlig unbekannt. Sie können tar.gz- oder tgz-Archive auch mit WinZip – dem wohl verbreitetsten (Ent-)Packer für Windows – entpacken.

Damit die Dateien fehlerfrei entpackt werden, muss eine üblicherweise aktivierte Option abgeschaltet werden: WinZip • Optionen • Konfiguration • Verschiedenes • Weitere Optionen • Umwandlung LF zu CR/LF bei TAR-Archiven. Mit einem an diesem Punkt veränderten WinZip können Sie die genannten Archive in ein Verzeichnis Ihrer Wahl entpacken.

Beginnen Sie mit dem fli4l-<Version>.tar.gz-Archiv. Es wird ein Verzeichnis fli4l-<Version> angelegt. Alle weiteren Archive entpacken Sie in dieses Verzeichnis.

Wenn Sie eine Rückfrage durch das Programm erhalten, ob existierende Dateien überschrieben werden sollen, können Sie bedenkenlos alle existierenden Dateien überschreiben lassen.

Im Verzeichnis fli4l-<Version>\doc\deutsch\html finden Sie gute Anleitungen zu den einzelnen Konfigurationsschritten für FLI4L. Öffnen Sie einfach die Datei index.html.

Sie können die Konfiguration mit zwei Werkzeugen erstellen:

gp  Texteditor (z. B. Notepad, vi), siehe Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor
gp  FliwizNG

FLI4L besteht aus mehreren Konfigurations-Textdateien, die mit einem Texteditor bearbeitet werden können. Die Dateien befinden sich im Verzeichnis fli4l-<Version>\config und haben die Dateiendung .txt, an der Sie sie erkennen können.

All denjenigen von Ihnen, die gezielt eine bestimmte Konfiguration erstellen wollen, empfehle ich den Einsatz eines Texteditors. Sie finden alle wesentlichen Optionen im Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor beschrieben.

Wizard

Wenn Sie zunächst einen Eindruck von FLI4L gewinnen möchten, können Sie den FliwizNG (FLI4L-Wizard) benutzen. Das Programm erzeugt, nachdem Sie die Konfiguration vorgenommen haben, die entsprechenden Konfigurationsdateien und auf Wunsch auch die bootfähige Diskette.

Konfiguration eines ISDN-Routers mit FliwizNG


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Abbildung 1.23   Begrüßung von FliwizNG


Der erste Schritt, den Sie bei FliwizNG erledigen müssen (vgl. Abbildung 12.23), besteht darin, mit der Schaltfläche Öffnen die Konfigurationsdatei base.txt zu laden und zu entscheiden, ob Sie einen ISDN- und/oder DSL-Router konfigurieren möchten. Mit der Schaltfläche Weiter > kommen Sie zum nächsten Menüpunkt der linken Seite.

Hosts im Netz

In Schritt 1 (vgl. Abbildung 12.24) können Sie in das Antwortfeld zu der Frage Wie viele Host-Rechner befinden sich in Ihrem Netz? die Anzahl der PCs in Ihrem LAN eintragen. Die Auswirkung der Antwort ist lediglich für die Namensauflösung per DNS wichtig.


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Abbildung 1.24   Grundkonfiguration Netzwerk


Wesentlich ist die Konfiguration des IP-Netzes. Sie können beliebige Werte eintragen. Wenn Ihr IP-Netz 192.168.1.0/24 ist, dann müssen Sie aus dem Wert 6 den Wert 1 machen. Die übrigen Felder können Sie für ein erstes Probieren unverändert lassen.

Wenn Sie Änderungen vornehmen möchten, dann ändern Sie bitte das Passwort. Es lautet ohne Änderung fli4l, und das ist hinlänglich bekannt.

Mit der Frage Wie soll der Name Ihrer lokalen Domain lauten? wird die Namensauflösung im LAN (DNS) zu einem so genannten Fully Qualified Domain Name (FQDN) erweitert. Wenn Sie keine Veränderungen vornehmen, können Sie mittels ping fli4l.lan.fli4l Ihren FLI4L-Router erreichen.

Netzwerkkarte

FLI4L unterstützt mittlerweile über 40 Typen von Netzwerkkarten, die Sie in Schritt 2 (vgl. Abbildung 12.25) auswählen müssen. Sie können sehr sicher sein, dass auch Ihr Netzwerkkartentyp unterstützt wird. Für PCI-Karten müssen Sie weder einen IRQ noch IO oder MEM angeben; lassen Sie die Felder einfach frei. Wählen Sie für die weit verbreiteten Realtek8139-Karten PCI: Realtek 8139 10/100MB aus. Die IP-Adresse der ersten Netzwerkkarte müssen Sie nur verändern, wenn es schon eine Host-IP-Adresse gibt, die auf .1 endet.


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Abbildung 1.25   Netzwerkkarten-Hardware konfigurieren


Sie wählen an dieser Stelle die Netzwerkkartentreiber aus. Auch wenn Sie mehrere, aber baugleiche Netzwerkkarten verwenden, müssen Sie an dieser Stelle trotzdem nur einmal den Treiber auswählen!

Eine zweite Netzwerkkarte wird insbesondere für die DSL-Konfiguration benötigt.


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Abbildung 1.26   ISDN-Karte als Hardware konfigurieren


ISDN-Karte

Der Treiber für die ISDN-Karte wird in Schritt 3 (vgl. Abbildung 12.26) ausgewählt. Hierzu muss die Option Wollen Sie Angaben zur ISDN-Karte vornehmen? aktiviert sein. Die Zahl, die vor dem Namen der ISDN-Karte steht, ist die Nummer, die man unter Linux für das Programmpaket HiSax verwendet. Wenn Sie eine Fritz!PCI-Karte haben, müssen Sie z. B. den Treiber Nummer 27 verwenden. Da es sich um eine PCI-Karte handeln würde, müssten Sie keine weiteren Angaben auf dieser Seite machen. Den Debug- und Verbose-Level verändern Sie bitte nicht.

Sie erkennen, dass ich eine ISA-Karte verwende. Die ITK ix1-micro ISDN-Karte ist Plug-and-Play-fähig (PnP), das führt zu besonderen Problemen. Bitte lesen Sie die Konfigurationsschritte für PnP-fähige ISA-Karten in der Dokumentation und in Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor, nach. Sie benötigen das optionale Paket ISAPNP, das im Archiv fli4l-<Version>.tar.gz enthalten ist. Aktivieren können Sie das Paket unter Opt-Pakete • OPT_PNP • OPT_PNP=yes.


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Abbildung 1.27   Provider auswählen, MSN konfigurieren


Provider

Tragen Sie in Schritt 4 (vgl. Abbildung 12.27), falls Sie möchten, eine MSN, also eine Rufnummer Ihres ISDN-Anschlusses, ein. Wenn Sie das nicht machen, wird die Haupt-MSN von der Telekom verwendet. Interessant ist eine abweichende MSN insbesondere für die gesonderte Abrechnung der Internetgebühren in der Telefonrechnung.

Voreingestellt ist nur der Provider MSN (Microsoft Network). Diese für ein Linux-Projekt ungewöhnliche Einstellung kann ich auch nicht erklären. Ändern können Sie Provider-Einstellungen unter Circuit, dort können Sie auch andere Provider einfügen.


Abbildung
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Abbildung 1.28   Kein DSL


DSL-Zugang

In diesem Abschnitt beschreibe ich die Konfiguration eines ISDN-Routers, daher muss in Schritt 5 (vgl. Abbildung 12.28) die Option Wollen Sie Angaben zum DSL-Zugang machen? deaktiviert bleiben.

Wenn Sie einen DSL-Router mit ISDN konfigurieren möchten, z. B. weil Sie sich die Option »Internet über ISDN« offen halten möchten, ist das durchaus möglich. DSL und ISDN schließen sich nicht gegenseitig aus.

speichern

Der vorerst letzte Schritt 6 (vgl. Abbildung 12.29) ist das Abspeichern der Konfiguration und die Erstellung der Diskette. Wenn Sie das Programm verlassen, werden Sie gefragt, ob Sie die Änderungen speichern möchten.

Die Schaltfläche Format öffnet den Dialog zum Formatieren von Disketten unter Windows. Die Option Auf eine überformatierte Diskette schreiben sollten Sie nur nutzen, wenn Sie tatsächlich eine auf 1 680 kByte formatierte Diskette verwenden.


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Abbildung 1.29   Konfiguration speichern und Diskette erstellen


Mit der Schaltfläche Weiter > kommen Sie in den Expertenmodus. Die Einstellungen des Expertenmodus sind normalerweise nicht erforderlich. Wenn Sie FLI4L erst einmal ausprobieren möchten, können Sie auf diese Einstellungen verzichten.

Sie können die nächsten Schritte im Abschnitt »Erster Test des Routers« nachlesen.

DSL-Router konfigurieren

Für einen DSL-Router müssen nur einige vom ISDN-Router abweichende Einstellungen vorgenommen werden. Diese Unterschiede und nur sie werden in diesem Abschnitt dargestellt. Die anderen Schritte, die denen für einen ISDN-Router entsprechen, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt »Konfiguration eines ISDN-Routers mit FliwizNG«.

Netzwerkkarte

Schritt 2 (vgl. Abbildung 12.30) unterscheidet sich nicht zwangsläufig von der Konfiguration eines ISDN-Routers, denn wenn Sie zwei baugleiche Netzwerkkarten verwenden, müssen Sie nur einen Netzwerkkartentreiber installieren lassen.


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Abbildung 1.30   Zwei Treiber für unterschiedliche Netzwerkkarten


Nur wenn Sie unterschiedliche Typen von Netzwerkkarten verwenden, müssen Sie an dieser Stelle mehr als einen Treiber laden!

Für einen DSL-Router sollten Sie zwei Netzwerkkarten verwenden: eine, die die Verbindung zum LAN hat, und eine andere, die an das DSL-Modem angeschlossen ist.

Möchten Sie einen Router konfigurieren, der zwischen zwei IP-Subnetzen Ihres LANs routet, dann müssen Sie die manuelle Konfiguration, wie in Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor beschrieben, ausführen.


Abbildung
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Abbildung 1.31   Kein ISDN, somit auch keine Angaben


ISDN-Karte

Abweichend von der Konfiguration eines ISDN-Routers müssen in Schritt 3 (vgl. Abbildung 12.31) keine Angaben zur ISDN-Karte gemacht werden. Deaktivieren Sie die Box auf dieser Seite!

Wenn Sie einen Router konfigurieren möchten, der DSL und ISDN beherrscht, können Sie FliwizNG nicht verwenden, sondern müssen, wie in Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor, beschrieben, Konfigurationsdateien manuell editieren.


Abbildung
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Abbildung 1.32   DSL-Konfiguration


DSL-Zugang

Aktivieren Sie in Schritt 5 (vgl. Abbildung 12.32) die Option Wollen Sie Angaben zum DSL-Zugang machen? Erst jetzt können Sie Angaben zum DSL-Internetprovider machen.

All diejenigen von Ihnen, die in Deutschland Ihren DSL-Zugang haben, müssen in der Auswahlbox PPPoE selektieren. PPPoE heißt Point-to-Point-Protocol over Ethernet und ist das Verfahren, mit dem die Internetdaten zwischen Ihnen und dem Provider ausgetauscht werden.

Sollten Sie Ihren Internetzugang in Österreich einrichten, müssen Sie PPTP wählen, das Point-to-Point Tunneling Protocol. Dieses Protokoll wird auch unabhängig von DSL (z. B. für VPN) eingesetzt.

Egal, welches Zugangsprotokoll Sie verwenden, Sie müssen einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben.

Wenn Sie alle Eintragungen vorgenommen haben, gehen Sie zum Menüpunkt Speichern und erzeugen eine Diskette.

Erster Test des Routers

Selbstverständlich möchten Sie die Diskette ausprobieren. Stecken Sie sie in das Laufwerk und starten Sie den PC.

Der PC lädt von der Diskette SYSLINUX 1.63 und startet Linux. Wenn Sie bisher noch nie ein startendes Linux gesehen haben, werden Sie sich vermutlich erst einmal erschrecken, denn es laufen hunderte von Textzeilen an Ihnen vorbei. Keine Angst, das sind nicht alles Fehlermeldungen, zumindest nicht zwangsläufig. Linux ist sehr auskunftsfreudig; man sieht, was passiert. Das ist insbesondere dann eine wertvolle Hilfe, wenn Sie nach Fehlern suchen.

Wenn Sie die log-Meldungen lesen möchten, können Sie mit (ª)+(Bild½) und mit (ª)+(Bild¼) in den Bildschirmausgaben blättern.

Normalerweise sehen Sie als Nächstes den Login-Bildschirm:

-------------------------------------------------------
fli4l Version 2.0.8
-------------------------------------------------------
Password:_

Das Passwort ist fli4l, wenn Sie es nicht geändert haben. Nach der Anmeldung sind Sie als Benutzer root, also als Systemadministrator, angemeldet.

Sie befinden sich an der Textkonsole, der so genannten Shell Ihres Routers. Als Erstes müssen Sie herausfinden, ob die Verbindung zum Internet funktioniert. Daher geben Sie folgenden Befehl ein:

ping -c 5 www.web.de

Der Router versucht nun, die Internetverbindung zu öffnen und den Namen www.web.de aufzulösen. Nach wenigen Sekunden stehen im Erfolgsfall Zeilen wie diese auf Ihrem Monitor:

PING www.web.de (217.72.195.42): 56 data bytes
64 bytes from 217.72.195.42: icmp_seq=0 ttl=248 time=36.9 ms
64 bytes from 217.72.195.42: icmp_seq=1 ttl=248 time=35.4 ms
64 bytes from 217.72.195.42: icmp_seq=2 ttl=248 time=40.9 ms
64 bytes from 217.72.195.42: icmp_seq=3 ttl=248 time=36.7 ms
64 bytes from 217.72.195.42: icmp_seq=4 ttl=248 time=39.9 ms
--- www.web.de ping statistics ---

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Sie diese Zeilen sehen, haben Sie es geschafft: Der Router funktioniert.

Sollten Sie keine Antwortzeiten als Erfolgsmeldungen sehen, sondern Fehlermeldungen, dann liegt offenbar noch ein Fehler vor. An dieser Stelle möchte ich nicht auf alle denkbaren Fehler eingehen. Ich empfehle Ihnen, sich mit dem Texteditor Notepad oder vi die Konfigurationsdateien anzusehen. Wenn Sie einige Dinge in den Konfigurationsdateien nicht verstehen, können Sie Hilfe in Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor, finden, im schon oben erwähnten HTML-Hilfedokument oder im Internet unter http://www.fli4l.de. Sicherlich ist auch ein Blick in Kapitel 10.1, Troubleshooting, empfehlenswert.

Erweiterungen

Wenn alles funktioniert und der Router sich in das Internet eingewählt hat, ist Ihr Ehrgeiz geweckt und Sie möchten nun einen Router nach Ihren Bedürfnissen konfigurieren.

Circuit

Ich halte insbesondere den Punkt Circuit in Schritt 9 für einen ISDN-Router für nahezu unverzichtbar, denn den Zugang über MSN möchten Sie vermutlich nicht für längere Zeit nutzen.


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Abbildung 1.33   Einen neuen ISDN-Provider einrichten


Um einen neuen Provider für ISDN einzufügen, klicken Sie auf die Schaltfläche Einen Circuit hinzufügen. In dem Fenster können bzw. müssen Sie einen Namen eintragen.

Der Provider erscheint zunächst nicht in der Auswahlbox. Erst nachdem Sie einmal auf Zurück und dann auf Weiter > geklickt haben, können Sie aus der Auswahlbox den neuen Provider auswählen. Sie können anschließend die einzelnen Circuit Variablen bearbeiten.

Detaillierte Informationen zur Bedeutung jeder Variable erhalten Sie in der HTML-Hilfe für das Paket ISDN oder in Kapitel 16, FLI4L mit dem Texteditor.

keine Angst!

Eine weiter gehende Konfiguration kann man mit FliwizNG in der jetzigen Version noch nicht abdecken. Sie können das aber sehr einfach mit einem Texteditor erledigen, indem Sie die notwendigen Dateien im Verzeichnis config bearbeiten. Den Respekt, den ich persönlich vor solchen Änderungen in Textdateien hatte, habe ich schnell verloren. Sie können nur sehr wenig Schaden anrichten, denn schlimmstenfalls ist die Konfiguration auf der Diskette unbrauchbar und Sie müssen sie ersetzen.

IMONC

IMONC ist der Windows-Client für den Router FLI4L (http://www.wallmeier-online.de/imonc/). Mit IMONC können Sie den Status der beiden ISDN-Kanäle einsehen und aktiv beeinflussen.

IMONC ist nach meiner Meinung in fast allen Fällen zur Administration von FLI4L völlig ausreichend. Die Bedienung ist sehr übersichtlich und auch intuitiv zu verstehen (vgl. Abbildung 12.34).


Abbildung
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Abbildung 1.34   IMONC beobachtet FLI4L.


Um die volle Bandbreite an Möglichkeiten zu haben, muss man zunächst auf Admin klicken und das Passwort eingeben.

Es lässt sich sehr leicht z. B. die Default-Router, also der Provider, verändern. Wenn Sie online sind, geht ein zusätzliches Fenster auf, das den Datendurchsatz anzeigt. Hinter dem Punkt Config verbirgt sich u. a. die Möglichkeit, Dateien per IMONC auf den Router zu übertragen.

Verknüpfung

Man legt eine neue Verknüpfung unter Windows an und trägt bei Ziel <Pfad>\imonc.exe /s:192.168.4.1 ein. Nach einem Doppelklick sollte die Verbindung zum Router hergestellt werden.






 

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