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JavaScript und AJAX von Christian Wenz
Das umfassende Handbuch
Buch: JavaScript und AJAX

JavaScript und AJAX
839 S., mit DVD, 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 3-89842-859-1
gp Kapitel 17 DHTML und CSS
  gp 17.1 Grundlagen
  gp 17.2 Cascading Style Sheets
  gp 17.3 HTML-Elemente
  gp 17.4 Beispiele
    gp 17.4.1 Animiertes Logo
    gp 17.4.2 Sichtbar und unsichtbar
    gp 17.4.3 Neuer Mauszeiger
    gp 17.4.4 Permanentes Werbebanner


Galileo Computing

17.4 Beispiele  downtop

Die folgenden Beispiele demonstrieren die praktische Umsetzung des bisher Gesagten anhand einiger Beispiele, die Sie in ähnlicher Form auch auf diversen Websites finden können.


Galileo Computing

17.4.1 Animiertes Logo  downtop

Unsere erste Anwendung soll eine einfache Animation sein. Ein Firmenlogo soll nicht nur statisch auf der Webseite stehen, sondern animiert werden. Beispielsweise soll es von links ins Bild schweben. Ein erstes HTML-Grundgerüst sieht folgendermaßen aus:

<html>
<head>
<title>Animiertes Logo</title>
</head>
<body>
<h1>Animiertes Logo</h1>
<img src="logo.gif" />
</body>
</html>

Die Animation des Logos geschieht nun folgendermaßen:

gp  Das Logo wird in einen Block (<div>) eingefügt.
gp  Die Positionierung dieses Blocks wird auf relative gesetzt.
gp  Beim Laden der Seite wird der Block zuerst recht weit nach links bewegt.
gp  Dann startet eine Animation, die das Logo stückweise nach rechts schiebt, bis es an seinem angestammten Platz ist.

Diese Liste soll nun abgearbeitet werden. Als Erstes muss der Layer mit relativer Positionierung eingefügt werden:

<html>
<head>
<title>Animiertes Logo</title>
</head>
<body onload="init();">
<h1>Animiertes Logo</h1>
<div id="logo" style="position:relative">
  <img src="logo.gif" /></div>
</body>
</html>

Als Nächstes muss die Funktion init() programmiert werden, die das Logo nach links verschiebt. Beim Mozilla steht die x-Koordinate der linken oberen Ecke eines Blocks in der Eigenschaft left und die y-Koordinate der linken oberen Ecke in der Eigenschaft top (und zwar relativ zum Browserfenster, Frame oder umgebenden Block). Da das Logo am Anfang nicht sichtbar sein soll, kann man hier einen negativen Wert angeben. Die ursprüngliche x-Koordinate wird in einer Variablen für später gespeichert.

Die Eigenschaften top und left sind keine numerischen Werte, sondern Strings. Sie enthalten Werte wie beispielsweise "200px" für 200 Pixel. Es macht dem JavaScript-Interpreter nichts aus, wenn Sie numerische Werte zuweisen – die Umwandlung geschieht automatisch –, aber wenn Sie wie im Beispiel mit den Werten rechnen möchten, müssen Sie sie zunächst in Integer-Werte umwandeln. Dies geht mit der Funktion parseInt().

Der Pferdefuß: Beim Internet Explorer heißen die Eigenschaften nicht left und top, sondern posLeft und posTop. Wie beim Mozilla auch befinden sich die Eigenschaften für die Position in der style-Eigenschaft des Elements.

Zunächst benötigen wir eine Browserunterscheidung. Ein Internet Explorer kann mit if (document.all) erkannt werden; alle anderen Browser müssen »nur« document.getElementById() unterstützen. Die Reihenfolge ist dabei essenziell: Da der Internet Explorer ebenfalls getElementById() unterstützen würde, darf die Fallunterscheidung nicht mit if (document.getElementById) beginnen.

Nun zurück zur Position des <div>-Elements: Diese beiden Hilfsfunktionen ermitteln und verändern die Block-Position in beiden großen Browserklassen:

function lieslinks() {
   if (document.all) {
      return document.all.logo.style.posLeft;
      // oder: document.getElementById("logo").style.posLeft
   } else if (document.getElementById) {
      return parseInt(document.getElementById(
         "logo").style.left);
   }
}
function setzelinks(n) {
   if (document.all) {
      document.all.logo.style.posLeft = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("logo").style.left = n +
         "px";
   }
}

Die Animation funktioniert so ähnlich wie bei der Laufschrift. Das Logo wird um (beispielsweise) drei Pixel nach rechts bewegt, und dann wird mit setTimeout() die Funktion nach einer gewissen Zeit wieder aufgerufen. Das Ganze wird so lange wiederholt, bis die (relative) Position der Grafik wieder gleich der ursprünglichen x-Koordinate ist, bis sie sich also wieder am anfänglichen Platz befindet.

In jedem Bearbeitungsschritt wird das Logo um drei Pixel nach rechts geschoben, sofern die relative Position kleiner als 0 ist (sofern sich das Logo also noch links von der ursprünglichen Position befindet). Ist die Position größer als 0, so ist das Logo ein wenig über das Ziel hinausgeschossen (in unserem Beispiel ist das der Fall, weil 200 nicht durch drei teilbar ist), und die Position wird korrigiert.

function init() {
   if (document.getElementById) {
      //Wenn moderner Browser
      setzelinks(-200);
   }
   //Animation starten
   animate();
}
function animate() {
   if (lieslinks() > 0) {
      setzelinks(0);
   }
   if (lieslinks() < 0) {
      setzelinks(lieslinks() + 3);
      setTimeout("animate()", 50);
   }
}

Das vollständige Listing sieht dann so aus:

<html>
<head>
<title>Animiertes Logo</title>
<script type="text/javascript"><!--
function lieslinks() {
   if (document.all) {
      return document.all.logo.style.posLeft;
   } else if (document.getElementById) {
      return parseInt(
         document.getElementById("logo").style.left);
   }
}
function setzelinks(n) {
   if (document.all) {
      document.all.logo.style.posLeft = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("logo").style.left = n +
         "px";
   }
}
function init() {
   if (document.getElementById) {
      //Wenn moderner Browser
      setzelinks(-200);
   }
   //Animation starten
   animate();
}
function animate() {
   if (lieslinks() > 0) {
      setzelinks(0);
   }
   if (lieslinks() < 0) {
      setzelinks(lieslinks() + 3);
      setTimeout("animate()", 50);
   }
}
//--></script>
</head>
<body onload="init();">
<h1>Animiertes Logo</h1>
<div id="logo" style="position:relative">
<img src="logo.gif" />
</div>
</body>
</html>

Abbildung
Hier klicken, um das Bild zu Vergrößern

Abbildung 17.3     Das Logo bewegt sich, gemäß dem Galileo-Leitspruch


Galileo Computing

17.4.2 Sichtbar und unsichtbar  downtop

Von besonderem Interesse ist noch die Möglichkeit, Blockelemente sichtbar oder unsichtbar zu machen. Man kann sogar Elemente übereinander anordnen und deren (virtuelle) z-Koordinate setzen, aber das geht über dieses Beispiel hinaus. Als Beispielanwendung soll eine Art Registersystem programmiert werden, wie man es von Windows-Applikationen her kennt. In diesem Beispiel gibt es drei Register, und nach einem Klick auf die Registerreiter soll das entsprechende Register angezeigt werden.

Hierzu ist Folgendes zu tun:

gp  Die drei Register werden im HTML-Code definiert und alle an dieselbe Stelle gesetzt.
gp  Das erste Register wird sichtbar gemacht (bzw. bleibt sichtbar), die anderen beiden werden unsichtbar.
gp  Wird ein Reiter angeklickt, so wird das aktuelle Register unsichtbar gemacht und das ausgewählte Register angezeigt.

Wir beginnen mit dem HTML-Code. Beachten Sie, dass dort noch nicht alle Register an dieselbe Stelle gesetzt werden (das wäre mit dem style-Attribut kein Problem); stattdessen wird später mit JavaScript die Position des ersten Registers bestimmt, und die anderen beiden werden dann dorthin bewegt. Bei den drei Reitern ist aber schon die JavaScript-Funktion zum Ein- bzw. Ausblenden der jeweiligen Register vorgesehen.

<html>
<head>
<title>Register</title>
<style text="text/css"><!--
a {color:black; text-decoration:none}
--></style>
</head>
<body onload="init();">
<table><tr>
<td bgcolor="red">
   <a href="javascript:register(1)">Register 1</a>
</td>
<td bgcolor="green">
   <a href="javascript:register(2)">Register 2</a>
</td>
<td bgcolor="blue">
   <a href="javascript:register(3)">Register 3</a>
</td>
</tr></table>
<div id="register1" style="position:absolute">
   <h3>Register 1</h3>
</div>
<div id="register2" style="position:absolute">
   <h3>Register 2</h3>
</div>
<div id="register3" style="position:absolute">
   <h3>Register 3</h3>
</div>
</body>
</html>

Die Implementierung ist klar: Die CSS-Eigenschaft visibility wird gesetzt, um die einzelnen Register ein- und auszublenden. Zwar könnte man hier mit einer Zeichenkette und eval() arbeiten (wie schon einige Male zuvor in diesem Buch), aber es ist praktischer, in einer Variablen eine Referenz auf das Objekt zu speichern. Man kann dann auf die visibility-Eigenschaft mittels Objektreferenz.visibility zugreifen und spart sich alle weiteren Abfragen.

Die Variablendefinition sieht wie folgt aus:

if (document.getElementById) {
   var objref1 =
      document.getElementById("register1").style;
   var objref2 =
      document.getElementById("register2").style;
   var objref3 =
      document.getElementById("register3").style;
}

Der nächste Schritt erstellt wieder ein paar Hilfsfunktionen, um die Koordinaten eines Blocks browserunabhängig zu setzen:

function lieslinks(n) {
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      return obj.posLeft;
   } else if (document.getElementById) {
      return parseInt(obj.left);
   }
}
function setzelinks(n, wert) {
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      obj.posLeft = wert;
   } else if (document.getElementById) {
      obj.left = wert + "px";
   }
}
function liesoben(n) {
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      return obj.posTop;
   } else if (document.getElementById) {
      return obj.top;
   }
}
function setzeoben(n, wert){
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      obj.posTop = wert;
   } else if (document.getElementById) {
      obj.top = wert + "px";
   }
}

Anstelle von eval() können Sie natürlich auch – etwas eleganter – alle Objektreferenzen in einem Array speichern.

Die Funktion init() wird beim Laden der Seite ausgeführt. Dort werden zunächst das zweite und dritte Register neu positioniert, und zwar an derselben Stelle wie das erste Register. Außerdem müssen die beiden Register unsichtbar gemacht werden, denn anfangs ist das erste Register sichtbar:

var layer_x = lieslinks(1);
var layer_y = liesoben(1);
setzelinks(2, layer_x);
setzeoben(2, layer_y);
objref2.visibility = "hidden";
setzelinks(3, layer_x);
setzeoben(3, layer_y);
objref3.visibility = "hidden";

Das war es auch fast schon. Das Einzige, was noch fehlt, ist die Funktion register(), die von den JavaScript-Links aufgerufen wird und das jeweils gewählte Register einblendet und die anderen unsichtbar macht:

function register(n) {
   for (var i=1; i<=3; i++) {
      var visi = (i==n) ? "visible" : "hidden";
      document.layers["register"+i].visibility = visi;
   }
}

Hier der komplette, browserunabhängige Code für dieses Beispiel:

<html>
<head>
<title>Register</title>
<style type="text/css"><!--
a {color:black; text-decoration:none}
--></style>
<script type="text/javascript"><!--
var objref1;
var objref2;
var objref3;
function lieslinks(n) {
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      return obj.posLeft;
   } else if (document.getElementById) {
      return parseInt(obj.left);
   }
}
function setzelinks(n, wert) {
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      obj.posLeft = wert;
   } else if (document.getElementById) {
      obj.left = wert;
   }
}
function liesoben(n) {
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      return obj.posTop;
   } else if (document.getElementById) {
      return obj.top;
   }
}
function setzeoben(n, wert){
   eval("var obj = objref" + n);
   if (document.all) {
      obj.posTop = wert;
   } else if (document.getElementById) {
      obj.top = wert;
   }
}

function init() {
   if (document.getElementById) {
      objref1 =
         document.getElementById("register1").style;
      objref2 =
         document.getElementById("register2").style;
      objref3 =
         document.getElementById("register3").style;
   }


   var layer_x = lieslinks(1);
   var layer_y = liesoben(1);
   setzelinks(2, layer_x);
   setzeoben(2, layer_y);
   objref2.visibility = "hidden";
   setzelinks(3, layer_x);
   setzeoben(3, layer_y);
   objref3.visibility = "hidden";
}
function register(n) {
   for (var i=1; i<=3; i++) {
      var visi = (i==n) ? "visible" : "hidden";
      eval("var obj = objref" + i);
      obj.visibility = visi;
   }
}
//--></script>
</head>
<body onload="init();">
<table><tr>
<td bgcolor="red">
   <a href="javascript:register(1)">Register 1</a>
</td>
<td bgcolor="green">
   <a href="javascript:register(2)">Register 2</a>
</td>
<td bgcolor="blue">
   <a href="javascript:register(3)">Register 3</a>
</td>
</tr></table>
<div id="register1" style="position:absolute">
   <h3>Register 1</h3>
</div>
<div id="register2" style="position:absolute">
   <h3>Register 2</h3>
</div>
<div id="register3" style="position:absolute">
   <h3>Register 3</h3>
</div>
</body>
</html>

Abbildung
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Abbildung 17.4     Immer nur ein Register ist sichtbar.


Galileo Computing

17.4.3 Neuer Mauszeiger  downtop

Ein Effekt, der sich auf vielen privaten Websites befindet, ist die Verwendung eines neuen Mauszeigers. Natürlich ist es nicht möglich, die Anzeigeeigenschaften für den Mauszeiger des Benutzers zu ändern, das wäre allein aus Sicherheitsgründen eine Katastrophe, aber es ist möglich, ein Element zu erstellen, der sich immer an der aktuellen Mauszeigerposition befindet und somit die Maus des Benutzers verfolgt. Als Beispielgrafik verwenden wir – wie zuvor auch – das Logo von Galileo Press. Sie finden es im Internet unter http://www.galileo-press.de/download/images/galileo_press.gif – aber Sie können auch eine beliebige andere Grafik verwenden. Die folgenden Schritte müssen umgesetzt werden, damit dies funktioniert:

gp  Das Element mit der Grafik wird im HTML-Code definiert (mit id="mauszeiger").
gp  Wenn der Benutzer eine Mausbewegung macht (Event-Handler onmousemove), wird das Element an die aktuelle Mausposition bewegt.

Wie bereits in Kapitel 14 beschrieben wurde, funktioniert das Event-Handling in den »großen« Browsern leicht unterschiedlich. Mit dem folgenden Code, der in der schon standardmäßig verwendeten Funktion init() landet, fangen Sie Mausbewegungen ab und weisen JavaScript an, bei jeder Bewegung die Funktion anim() aufzurufen:

function init() {
   if (window.Event) {
      document.captureEvents(Event.MOUSEMOVE);
   }
   document.onmousemove = anim;
}

Die Funktion anim() platziert dann den Mauszeiger und verwendet dabei zwei schon bekannte Hilfsfunktionen:

function setzelinks(n) {
   if (document.all) {
      document.all.mauszeiger.style.posLeft = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("mauszeiger").style.left =
         n + "px";
   }
}
function setzeoben(n) {
   if (document.all) {
      document.all.mauszeiger.style.posTop = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("mauszeiger").style.top =
         n + "px";
   }
}

Doch nun zur Funktion anim() selbst. Diese ermittelt zunächst die aktuelle Mausposition. In Mozilla-Browsern erhalten Sie diese via e.pageX und e.pageY (e ist der Parameter, der automatisch an die Ereignisbehandlungsfunktion übergeben wird). Im Internet Explorer verwenden Sie event.clientX und event.clientY. Dann platzieren Sie – mit setzelinks() und setzeoben() – die Maus an der angegebenen Position:

function anim(e) {
   var x = (window.Event) ? e.pageX : event.clientX;
   var y = (window.Event) ? e.pageY : event.clientY;
   setzelinks(x);
   setzeoben(y);
}

Hier noch einmal der komplette Code im Überblick:

<html>
<head>
<title>Mauszeiger</title>
<script type="text/javascript"><!--
function init() {
   if (window.Event) {
      document.captureEvents(Event.MOUSEMOVE);
   }
   document.onmousemove = anim;
}
function setzelinks(n) {
   if (document.all) {
      document.all.mauszeiger.style.posLeft = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("mauszeiger").style.left =
         n + "px";
   }
}
function setzeoben(n) {
   if (document.all) {
      document.all.mauszeiger.style.posTop = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("mauszeiger").style.top =
         n + "px";
   }
}
function anim(e) {
   var x = (window.Event) ? e.pageX : event.clientX;
   var y = (window.Event) ? e.pageY : event.clientY;
   setzelinks(x);
   setzeoben(y);
}
//--></script>
</head>
<body bgcolor="white" onload="init();">
<h1>Mauszeiger</h1>
<div id="mauszeiger" style="position:absolute">
   <img src="logo.gif" />
</div>
</body>
</html>

Abbildung
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Abbildung 17.5     Ein neuer (und ziemlich großer) Mauszeiger


Galileo Computing

17.4.4 Permanentes Werbebanner  toptop

Gratis-Hoster, also Firmen, die kostenlosen Webspace anbieten, lassen sich ja einiges einfallen, um effektiv Werbung auf den Webseiten unterzubringen. Ein besonders aufdringlicher Gag ist ein Werbebanner, das so konzipiert ist, dass es immer sichtbar ist (beispielsweise, indem es sich immer in der rechten oberen Ecke des Browserfensters befindet). Eine weitere Anwendungsmöglichkeit hierfür ist eine Navigation oder Sitemap, die ebenfalls immer sichtbar ist. Auch hier gilt: Setzen Sie den Effekt recht sparsam ein, oder bieten Sie zumindest die Möglichkeit an, das Banner (oder die Sitemap) ausblenden zu können, um die dahinter liegenden Bereiche auf der Website überhaupt ansehen zu können.

Die Vorgehensweise bei diesem Beispiel ist folgende:

gp  Im HTML-Code wird ein Element definiert, der das Banner enthält (mit id="logo", wir verwenden auch in diesem Beispiel wieder das Galileo-Logo, das hier die Funktion eines Werbelinks auf die Verlags-Homepage hat).
gp  Per Timeouts wird das Element alle halbe Sekunde in die rechte obere Ecke des Browserfensters verschoben.

Auch hier beginnen wir mit einer Funktion init(). Da wir mit Timeouts arbeiten, müssen wir an dieser Stelle nicht mühsam Ereignisse abfangen und umleiten, sondern lediglich das Werbebanner sichtbar machen. (Es wäre nicht hübsch, wenn das Banner schon beim Laden der Seite sichtbar wäre, denn zu diesem Zeitpunkt ist es noch recht schwierig, die richtige Position zu bestimmen.) Dann rufen wir die Funktion auf, die das Logo in die rechte Ecke schiebt (anim()):

function init() {
   if (document.getElementById) {
      document.getElementById("logo").style.visibility =
         "visible";
   }
   anim();
}

Auch die Funktion anim() ist relativ kurz, der Aufwand besteht – wie so oft bei DHTML – eher in der Recherche (und in der Fehlersuche) als in der Programmierung per se. Beginnen wir mit Mozilla-Browsern: In window.pageXOffset und window.pageYOffset steht, an welche Position die aktuelle Seite im Browserfenster gescrollt worden ist. Die Y-Koordinate der linken oberen Ecke des Banners muss also auf window.pageYOffset gesetzt werden, das Banner soll ja oben andocken. Bei der X-Koordinate ist das nicht ganz so trivial, aber nicht unmöglich. Also: In window.innerWidth steht, wie breit das Browserfenster abzüglich Scrollbalken, Leisten etc. ist. In der Praxis ist dieser Wert nicht immer exakt ganz zutreffend, aber man erhält immerhin eine ganz gute Schätzung. Von diesem Wert muss man die Breite der Grafik abziehen (oder am besten noch ein bisschen mehr, eben wegen der Ungenauigkeiten mancher Browser), und dann hat man die Position der Grafik – beinahe. Schließlich ist es auch möglich, auf Webseiten horizontal zu scrollen, also muss zu diesem Wert noch window.pageXOffset addiert werden.

Jedoch heißen die Eigenschaften, die beispielsweise die aktuelle Scrollposition des Browserfensters enthalten, beim Internet Explorer komplett anders als bei Mozilla. Aus window.innerWidth (Breite des Browserfensters) wird document.body.clientWidth, und window.pageXOffset und window.pageYOffset finden in document.body.scrollLeft und document.body.scrollTop ihre Entsprechung. Der Rest bleibt beinahe identisch. Ein kleiner Unterschied am Rande: document.body.clientWidth arbeitet viel exakter als das Mozilla-Pendant. Man muss von diesem Wert also in der Tat nur die Breite der Grafik abziehen und nicht etwas mehr, wie das zuvor noch der Fall war.

Somit sind die Koordinaten ermittelt worden, und Sie müssen nur noch dafür sorgen, dass sich anim() via Timeout wieder selbst aufruft – oder Sie verwenden gleich setInterval() anstelle von setTimeout().

function anim() {
   if (document.all) {
      var x = document.body.clientWidth +
         document.body.scrollLeft – 181;
      var y = document.body.scrollTop;
   } else if (document.getElementById) {
      var x = window.innerWidth + window.pageXOffset -
         192;
      var y = window.pageYOffset;
   }
   setzelinks(x);
   setzeoben(y);
   setTimeout("anim()", 500);
}

Die Funktionen setzelinks() und setzeoben() kennen Sie bereits von den vorherigen Beispielen zur Genüge, weswegen Sie im Folgenden ohne weitere Vorrede den kompletten Code finden:

<html>
<head>
<title>Werbebanner</title>
<script type="text/javascript"><!--
function init() {
   if (document.getElementById) {
      document.getElementById("logo").style.visibility =
         "visible";
   }
   anim();
}
function setzelinks(n) {
   if (document.all) {
      document.all.logo.style.posLeft = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("logo").style.left = n + "px";
   }
}
function setzeoben(n) {
   if (document.all) {
      document.all.logo.style.posTop = n;
   } else if (document.getElementById) {
      document.getElementById("logo").style.top = n + "px";
   }
}
function anim() {
   if (document.all) {
      var x = document.body.clientWidth +
         document.body.scrollLeft – 181;
      var y = document.body.scrollTop;
   } else if (document.getElementById) {
      var x = window.innerWidth + window.pageXOffset -
         192;
      var y = window.pageYOffset;
   }
   setzelinks(x);
   setzeoben(y);
   setTimeout("anim()", 500);
}
//--></script>
</head>
<body bgcolor="white" onload="init();">
<h1>Werbebanner</h1>
<div id="logo"
style="visibility:hide;position:absolute">
<a href="http://www.galileo-press.de/"><img src="logo.gif" border="0" /></a>
</div>
<script type="text/javascript"><!--
for (var i=0; i<30; i++) {
   document.write("F&uuml;lltext");
}
for (i=0; i<3; i++) {
   for (var j=0; j<10; j++) {
      document.write("<" + "br" + " />");
   }
   document.write("F&uuml;lltext");
}
//--></script>
</body>
</html>

Zum Ende dieses Kapitels noch ein kurzer Ausblick: Die Möglichkeiten von DHTML sind fast unendlich. An dieser Stelle kann leider kein ausführlicher Einstieg in die Materie gegeben werden, da dies den Umfang dieses Buches sprengen würde und ja auch nicht unser eigentliches Thema ist. Aus demselben Grund können hier auch nicht alle Inkompatibilitäten der verschiedenen Browser aufgelistet werden. Das Ziel dieses Kapitels war es, Ihnen einen browserunabhängigen Überblick über alle relevanten Aspekte der Materie zu geben. Mit den vorgestellten Techniken, der Referenz und ein wenig Fantasie und Freude am Ausprobieren können Sie beeindruckende Ergebnisse erzielen. Mehr brauchen Sie in der Regel sowieso nicht.

Abbildung
Hier klicken, um das Bild zu Vergrößern

Abbildung 17.6     Das Werbebanner ist immer rechts oben auf der Seite.




1  In manchen Quellen werden sie auch als »kaskadierende Stilvorlagen« o.  Ä. bezeichnet, aber in diesem Fall sollte man nichts gegen den Anglizismus haben.

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