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JavaScript und AJAX von Christian Wenz
Das umfassende Handbuch
Buch: JavaScript und AJAX

JavaScript und AJAX
839 S., mit DVD, 39,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 3-89842-859-1
gp Kapitel 12 Cookies
  gp 12.1 Was ist ein Cookie?
  gp 12.2 Wie sieht ein Cookie aus?
  gp 12.3 Cookies mit JavaScript
    gp 12.3.1 Cookies setzen
    gp 12.3.2 Cookies löschen
    gp 12.3.3 Cookies lesen
    gp 12.3.4 Cookie-Unterstützung überprüfen
    gp 12.3.5 Ein Cookie statt vieler Cookies

Ihr geht mir auf den keks. ich schicke euch ein tödliches cooky. Dann macht Music, hoopt, loopt and shut up, monsters. – Aus einem Diskussionsbeitrag zum Thema »Anglizismen«; unverändert.

Kapitel 12 Cookies

Cookies sind böse. Man kann damit den Benutzer ausspionieren, seine E–Mail-Adresse und alle seine Passwörter herausbekommen. Über Cookies erhält eine Webseite Lese- und Schreibzugriff auf die lokale Festplatte des Benutzers. Cookies sind primär ein Ärgernis, und sie sollten permanent ausgeschaltet werden. Es gibt keine nützliche Anwendung. Hat man viele Cookies, so hat man automatisch auch viele kleine Dateien auf der Festplatte, und diese wird auf diese Weise zugemüllt, wertvoller Speicherplatz geht verloren. Andererseits sind Cookies eigentlich richtige Programme, Spionageprogramme, um genau zu sein. Der Papst ist evangelisch, und der Bär wohnt nicht im Wald.

Der letzte Satz ist frei erfunden, die Aussagen zuvor stammen jedoch allesamt aus der Presse, teilweise sogar aus der so genannten Fachpresse. An einigen der Aussagen ist entfernt etwas Wahres dran, manche sind bedingt gültig. Man kann jedoch Cookies nicht global als böse abkanzeln. In diesem Kapitel wird beschrieben, was ein Cookie wirklich ist, welche Möglichkeiten und welche Einschränkungen es gibt und wie man Cookies mit JavaScript erstellen und nutzen kann.


Galileo Computing

12.1 Was ist ein Cookie?  toptop

HTTP wird als stateless protocol (zustandsloses Protokoll) bezeichnet: Die Verbindung zum Server wird geöffnet, Browser und Server senden Daten (der Browser eine HTTP-Anfrage, der Server ein Dokument, eine Datei o.  Ä.), und dann wird die Verbindung wieder gekappt. Es ist somit praktisch unmöglich, einen Benutzer auf mehreren Seiten einer Website zu verfolgen. Sieht man von einer Logdatei-Analyse ab, ist es bei mehreren parallelen Zugriffen praktisch unmöglich festzustellen, welche Anfrage von welchem Benutzer kam.

Dies ist nicht nur ein herber Schlag für eine ganze Berufsgruppe, die Marketing-Leute, denn auch für andere Bereiche ist es interessant, den Benutzer zu kennen. In einem virtuellen Kaufhaus muss auf jeder Seite der Kunde bekannt sein, oder zumindest muss die Applikation wissen, welche Artikel dieser Kunde in seinem Warenkorb hat.

Cookies sind manchmal das geringste Übel. Ein Cookie ist prinzipiell eine Textinformation, die auf der Festplatte des Benutzers gespeichert wird. Bei jeder HTTP-Anfrage werden bestimmte Cookies des Benutzers mitgeschickt (dazu später mehr), und bei der HTTP-Antwort des Webservers können ebenfalls Cookies mitgeschickt werden. Der Netscape Navigator speichert Cookies zeilenweise in der Datei cookies.txt im jeweiligen Benutzerverzeichnis, während die Datei beim Macintosh MagicCookie heißt. Der Microsoft Internet Explorer verwendet für jeden einzelnen Cookie eine einzelne Textdatei.

Netscape selbst hat noch zu Zeiten der Version 1.1 Cookies vorgeschlagen (implementiert wurden sie jedoch erst in Version 2.0). Die Spezifikation, damals wie heute gleich, finden Sie unter http://wp.netscape.com/newsref/std/cookie_spec.html. Cookies werden vom Internet Explorer ab Version 3 unterstützt – mit JavaScript im lokalen Gebrauch jedoch erst ab Version 4 (auf einem Webserver schon ab Version 3). Es gibt einige, von Netscape auferlegte Einschränkungen bei Cookies, die zum Großteil auch nur für den Netscape Navigator gelten. Um die Browserkompatibilität zu wahren, sollte man sich jedoch generell daran halten. Ein Cookie darf höchstens 4 kByte an Daten enthalten (in der Realität sind es jedoch nur etwa 2000 Zeichen), und der Browser kann nur 300 Cookies verwalten, was aber neuere Browser nicht immer allzu ernst nehmen. Sobald der Benutzer den 301. Cookie erhält, wird dafür ein anderer (in der Regel der älteste) gelöscht. Cookies werden, wie bereits erwähnt, vom Browser gespeichert und verwaltet; wenn Sie mehrere Browser benutzen, speichert jeder seine eigenen Cookies, Sie können Cookies also nicht browser-übergreifend verwenden.

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