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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Grundlagen
3 Fehlerbehandlung
4 Erweiterte Grundlagen
5 Objektorientierte Programmierung
6 Wichtige Klassen in .NET
7 Weitere Elemente eines Windows-Programms
8 Datenbank-Anwendungen mit ADO.NET
9 Internet-Anwendungen mit ASP.NET
10 Zeichnen mit GDI+
11 Neues in Visual Basic 2008
12 Beispielprojekte
A Installation
B Lösungen der Übungsaufgaben
Stichwort

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Einstieg in Visual Basic 2008 von Thomas Theis
Inkl. zahlreicher Beispiele und Uebungen
Buch: Einstieg in Visual Basic 2008

Einstieg in Visual Basic 2008
geb., mit DVD
442 S., 24,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1192-5
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* versandkostenfrei in (D) und (A)
Pfeil 1 Einführung
  Pfeil 1.1 Aufbau dieses Buches
  Pfeil 1.2 Mein erstes Windows-Programm
  Pfeil 1.3 Visual Basic 2008-Entwicklungsumgebung
    Pfeil 1.3.1 Ein neues Projekt
    Pfeil 1.3.2 Einfügen von Steuerelementen
    Pfeil 1.3.3 Arbeiten mit dem Eigenschaftenfenster
    Pfeil 1.3.4 Speichern eines Projekts
    Pfeil 1.3.5 Das Codefenster
    Pfeil 1.3.6 Schreiben von Programmcode
    Pfeil 1.3.7 Kommentare
    Pfeil 1.3.8 Starten, Ausführen und Beenden des Programms
    Pfeil 1.3.9 Ausführbares Programm
    Pfeil 1.3.10 Projekt schließen, Projekt öffnen
    Pfeil 1.3.11 Übung
  Pfeil 1.4 Arbeiten mit Steuerelementen
    Pfeil 1.4.1 Steuerelemente formatieren
    Pfeil 1.4.2 Steuerelemente kopieren
    Pfeil 1.4.3 Eigenschaften zur Laufzeit ändern
    Pfeil 1.4.4 Vergabe und Verwendung von Namen
    Pfeil 1.4.5 Verknüpfung von Texten, mehrzeilige Texte
    Pfeil 1.4.6 Eigenschaft BackColor, Farben allgemein


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1.3 Visual Basic 2008-Entwicklungsumgebung  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift


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1.3.1 Ein neues Projekt  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Nach dem Aufruf des Programms Visual Basic 2008 Express Edition muss zur Erstellung eines neuen Projekts der Menüpunkt DateiNeuProjektWindows Forms-Anwendung ausgewählt werden. Es erscheinen einige Elemente der Entwicklungsumgebung. Folgende Elemente sind besonders wichtig:

    Toolbox

  • Die Werkzeugsammlung (Toolbox) enthält die Steuerelemente für den Benutzer, mit denen er den Ablauf des Programms steuern kann. Sie werden vom Programm-Entwickler in das Formular eingefügt (siehe Abbildung 1.4).

    Abbildung 1.4  Toolbox, Alle Steuerelemente

    Eigenschaftenfenster

  • Das Eigenschaftenfenster (Properties Window) dient zum Anzeigen und Ändern der Eigenschaften von Steuerelementen innerhalb des Formulars durch den Programm-Entwickler (siehe Abbildung 1.5).

    Abbildung 1.5  Eigenschaftenfenster

    Projektmappen-Explorer

  • Der Projektmappen-Explorer (Solution Explorer) zeigt das geöffnete Projekt und die darin vorhandenen Elemente (siehe Abbildung 1.6).

    Abbildung 1.6  Projektmappen-Explorer

Sollte eines der letzten drei Elemente einmal nicht sichtbar sein, so kann es über das Menü Ansicht eingeblendet werden.

Zunächst werden nur einfache Programme mit wenigen Elementen geschrieben, daher wird der Projektmappen-Explorer noch nicht benötigt. Es empfiehlt sich, das Eigenschaftenfenster nach oben zu vergrößern.

Englische Terminologie

Im vorliegenden Buch werden sowohl die deutschen als auch die englischen Begriffe für die Elemente der Entwicklungsumgebung genutzt. Dies erleichtert den Umgang mit den Begriffen, mit den verschiedenen Versionen und mit der Visual Basic-Hilfe.


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1.3.2 Einfügen von Steuerelementen  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Label, Button

Zunächst sollen drei Steuerelemente in das Formular eingefügt werden: ein Bezeichnungsfeld (Label) und zwei Befehlsschaltflächen (Buttons). Ein Bezeichnungsfeld dient im Allgemeinen dazu, feste oder veränderliche Texte auf der Benutzeroberfläche anzuzeigen. In diesem Programm soll das Label einen Text anzeigen. Ein Button dient zum Starten bestimmter Programmteile oder, allgemeiner ausgedrückt, zum Auslösen von Ereignissen. In diesem Programm sollen die Buttons dazu dienen, den Text anzuzeigen bzw. das Programm zu beenden.

Allgemeine Steuerelemente

Um ein Steuerelement einzufügen, zieht man es mithilfe der Maus von der Toolbox an die gewünschte Stelle im Formular. Alle Steuerelemente finden sich in der Toolbox unter Alle Windows Forms. Übersichtlicher ist der Zugriff über Allgemeine Steuerelemente (Common Controls):

Abbildung 1.7  Toolbox, Allgemeine Steuerelemente

Steuerelement auswählen

Ein Doppelklick auf ein Steuerelement in der Toolbox fügt es ebenfalls in die Form ein. Anschließend können Ort und Größe noch verändert werden. Dazu muss das betreffende Steuerelement vorher durch Anklicken ausgewählt werden. Ein überflüssiges Steuerelement kann durch Auswählen und Drücken der Taste entfernt werden.

Die Größe und andere Eigenschaften des Formulars selbst können auch verändert werden. Dazu muss man es vorher durch Anklicken auf einer freien Stelle auswählen.

Abbildung 1.8  Ausgewählter Button


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1.3.3 Arbeiten mit dem Eigenschaftenfenster  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die eingefügten Steuerelemente haben zunächst einheitliche Namen und Aufschriften, diese sollten allerdings zur einfacheren Programmentwicklung geändert werden. Es haben sich bestimmte Namenskonventionen eingebürgert, die die Lesbarkeit erleichtern. Diese Namen beinhalten den Typ (mit drei Buchstaben abgekürzt) und die Aufgabe des Steuerelements (mit großem Anfangsbuchstaben).

cmd, txt, lbl, ...

Ein Button (eigentlich: Command Button), der die Anzeige der Zeit auslösen soll, wird beispielsweise mit cmdZeit bezeichnet. Weitere Vorsilben sind txt (Textfeld/Text Box), lbl (Bezeichnungsfeld/Label), opt (Optionsschaltfläche/Option Button), frm (Formular/Form) und chk (Kontrollkästchen/Check Box).

Zur Änderung des Namens eines Steuerelementes muss es zunächst ausgewählt werden. Die Auswahl kann entweder durch Anklicken des Steuerelements auf dem Formular oder durch Auswahl aus der Liste am oberen Ende des Eigenschaftenfensters geschehen.

Eigenschaftenfenster

Im Eigenschaftenfenster werden alle Eigenschaften des ausgewählten Steuerelements angezeigt. Die Liste ist zweispaltig: In der linken Spalte steht der Name der Eigenschaft, in der rechten Spalte ihr aktueller Wert. Die Eigenschaft »(Name)« steht relativ am Anfang der Liste der Eigenschaften. Die betreffende Zeile wird durch Anklicken ausgewählt und der neue Name wird eingegeben. Nach Bestätigung mit der Taste ist die Eigenschaft geändert.

Abbildung 1.9  Button, nach der Namensänderung

Eigenschaft »Text«

Die Aufschrift von Buttons, Labels und Formularen ist in der Eigenschaft Text angegeben. Sobald diese Eigenschaft verändert wird, erscheint die veränderte Aufschrift in dem betreffenden Steuerelement. Auch der Name und die Aufschrift des Formulars sollten geändert werden. Im Folgenden sind die gewünschten Eigenschaften für die Steuerelemente dieses Programms in Tabellenform angegeben:


Typ Eigenschaft Einstellung

Formular

Name

frm0101

Text

Erstes Programm

Button

Name

cmdHallo

Text

Hallo

Button

Name

cmdEnde

Text

Ende

Label

Name

lblAnzeige

Text

(leer)

BorderStyle

Fixed Single


Abbildung 1.10  Label, nach der Änderung von Name und BorderStyle

Startzustand

Zu diesem Zeitpunkt legt man den Startzustand fest, also die Eigenschaften, die die Steuerelemente zu Beginn des Programms bzw. eventuell während des gesamten Programms haben sollen. Viele Eigenschaften kann man auch während der Laufzeit des Programms durch den Programmcode verändern lassen.

Bei einem Label ergibt die Einstellung der Eigenschaft Border Style auf Fixed Single einen Rahmen. Zur Änderung auf Fixed Single muss die Liste bei der Eigenschaft aufgeklappt und der betreffende Eintrag ausgewählt werden. Zur Änderung einiger Eigenschaften muss ein Dialogfeld aufgerufen werden.

Im Label soll zunächst der Text »(leer)« erscheinen. Hierzu muss der vorhandene Text durch Anklicken ausgewählt und geändert werden.

Liste der Steuerelemente

Man findet alle in diesem Formular vorhandenen Steuerelemente in der Liste, die sich am oberen Ende des Eigenschaftenfensters öffnen lässt. Dabei zeigt sich ein Vorteil der einheitlichen Namensvergabe: Die Steuerelemente des gleichen Typs stehen direkt untereinander.


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1.3.4 Speichern eines Projekts  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Alles speichern

Die Daten eines Visual Basic-Projekts werden in verschiedenen Dateien gespeichert. Zum Speichern des gesamten Projekts wird der Menüpunkt DateiAlle Speichern verwendet. Im Dialogfeld Projekt speichern werden als Name und Projektmappenname WindowsApplication1 vorgeschlagen. Beide Namen sollten in p0101 geändert werden. Das gleiche Dialogfeld erscheint, wenn man das Projekt noch nicht gespeichert hat und den Menüpunkt DateiProjekt schließen wählt.

Abbildung 1.11  Projekt p0101 speichern

p0101

Die in diesem Skript angegebenen Namen dienen als Empfehlung, um die eindeutige Orientierung und das spätere Auffinden von alten Programmen zu erleichtern. Alle Namen beginnen mit »p« (für Projekt), es folgen zwei Ziffern für die Kapitelnummer (mit führender 0) und zwei Ziffern für die fortlaufende Nummerierung (mit führender 0) innerhalb des Kapitels. Das Gleiche gilt für die Formulare: Das zu diesem Projekt gehörende Formular trägt bereits den Namen frm0101.


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1.3.5 Das Codefenster  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Ereignis

Der Ablauf eines Visual Basic-Programms wird im Wesentlichen durch das Auslösen von Ereignissen durch den Benutzer gesteuert. Er löst z. B. die Anzeige des Texts »Hallo« aus, indem er auf den Button Hallo klickt. Der Entwickler muss dafür sorgen, dass aufgrund dieses Ereignisses der gewünschte Text angezeigt wird. Zu diesem Zweck schreibt er Programmcode und ordnet diesen Code dem Ereignis zu. Der Code wird in einer Ereignisprozedur abgelegt.

Ereignisprozedur

Zum Schreiben einer Ereignisprozedur führt man am besten einen Doppelklick auf das betreffende Steuerelement aus. Es erscheint das Codefenster. Zwischen der Formularansicht und der Codeansicht kann man anschließend über die Menüpunkte AnsichtCode bzw. AnsichtDesigner hin- und herschalten. Dies ist auch über die Registerkarten oberhalb des Formulars bzw. des Codefensters möglich:

Abbildung 1.12  Registerkarten

Nach erfolgtem Doppelklick auf den Button Hallo erscheinen im Codefenster folgende Einträge:

Public Class frm0101 
   Private Sub cmdHallo_Click(ByVal sender As System.Object, _ 
           ByVal e As System.EventArgs) Handles cmdHallo.Click 
   End Sub 
End Class

Innerhalb der Ereignisprozedur ist der Platz für den eigenen Programmcode.

Class

VB.NET ist eine objektorientierte Sprache. Ein wichtiges Element objektorientierter Sprachen sind Klassen. Alle Elemente des aktuellen Formulars frm0101 stehen innerhalb der Klasse frm0101 (zwischen Public Class und End Class). Auf die Einzelheiten der Objektorientierung wird zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen, da dies hier noch nicht notwendig ist und eher verwirren würde.

Sub

Der Programmcode der Ereignisprozedur steht später zwischen Private Sub und End Sub. Der Name der Prozedur besteht aus den zwei Teilen »Name des Steuerelements« und »ausgelöstes Ereignis«.

Code über mehrere Zeilen

Das Zeichen _ (= Unterstrich) am Ende einer Zeile zeigt in Visual Basic an, dass die aktuelle Zeile in der nächsten Zeile fortgesetzt wird. Dies ist hier am Ende der Zeile Private Sub ... der Fall. Aus Platzgründen werden in diesem Buch häufig längere Codezeilen auf mehrere Zeilen verteilt. Diesem Beispiel muss der Leser beim Erstellen des eigenen Codes nicht notwendig folgen.

Am oberen Ende des Codefensters kann auf der linken Seite eine Liste der Steuerelemente aufgeklappt werden, um die Ereignisprozedur eines anderen Steuerelements anzusehen oder zu verändern.

Abbildung 1.13  Liste der Steuerelemente, links

Auf der rechten Seite kann eine Liste der Ereignisse bzw. Ereignisprozeduren aufgeklappt werden, die mit diesem Steuerelement verbunden werden können. Der anfänglich ausgeführte Doppelklick führt immer zu dem Ereignis, das am häufigsten mit dem betreffenden Steuerelement verbunden wird. Dies ist beim Button natürlich das Ereignis Click.

Abbildung 1.14  Liste der Ereignisse, rechts


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1.3.6 Schreiben von Programmcode  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

In der Prozedur cmdHallo_Click() soll eine Befehlszeile eingefügt werden, die wie folgt aussieht:

Private Sub cmdHallo_Click(ByVal sender As System.Object, _ 
        ByVal e As System.EventArgs) Handles cmdHallo.Click 
   lblAnzeige.Text = "Hallo" 
End Sub

Der Text muss in Anführungszeichen gesetzt werden, da Visual Basic sonst annimmt, dass es sich um eine Variable mit dem Namen Hallo handelt.

Anweisung

Der Inhalt einer Prozedur setzt sich aus einzelnen Anweisungen zusammen, die nacheinander ausgeführt werden. Die vorliegende Prozedur enthält nur eine Anweisung; in ihr wird mithilfe des Gleichheitszeichens eine Zuweisung durchgeführt.

Zuweisung

Bei einer Zuweisung wird der Ausdruck rechts vom Gleichheitszeichen ausgewertet und der Variablen, der Objekt-Eigenschaft oder der Steuerelement-Eigenschaft links vom Gleichheitszeichen zugewiesen. Die Zeichenkette »Hallo« wird der Eigenschaft Text des Steuerelements lblAnzeige mithilfe der Schreibweise Steuerelement.Eigenschaft = Wert zugewiesen. Dies führt zur Anzeige des Werts.

Nach dem Wechsel auf die Formularansicht kann das nächste Steuerelement ausgewählt werden, für das eine Ereignisprozedur geschrieben werden soll.

Code editieren

Innerhalb des Codefensters kann Text mit den gängigen Methoden der Textverarbeitung editiert, kopiert, verschoben und gelöscht werden.

Syntaxfehler

Sollte man bereits bei der Eingabe des Programmcodes Syntaxfehler gemacht haben, so wird dies angezeigt. Man sollte den Code unmittelbar entsprechend korrigieren.

In der Ereignisprozedur cmdEnde_Click() soll der folgende Code stehen:

Private Sub cmdEnde_Click(ByVal sender As System.Object, _ 
        ByVal e As System.EventArgs) Handles cmdEnde.Click 
   Me.Close() 
End Sub

Me

Die Methode Close() dient zum Schließen eines Formulars. Da es sich um das einzige Formular dieses Projekts handelt, wird dadurch das Programm beendet und die gesamte Windows-Anwendung geschlossen. Mit Me wird das aktuelle Objekt einer Klasse bezeichnet. Da wir uns innerhalb der Klasse für das aktuelle Formular befinden, bezieht sich Me auf dieses Formular.

Dies waren Beispiele zur Änderung der Eigenschaften eines Steuerelements zur Laufzeit des Programms durch Programmcode. Sie erinnern sich: Zu Beginn hatten wir die Start-Eigenschaften der Steuerelemente im Eigenschaftenfenster eingestellt.


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1.3.7 Kommentare  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Einfaches Hochkomma

Bei längeren Programmen mit vielen Anweisungen gehört es zum guten Programmierstil, Kommentarzeilen zu schreiben. In diesen Zeilen werden einzelne Anweisungen oder auch längere Blöcke von Anweisungen erläutert, damit man selber oder auch ein anderer Programmierer sie später leichter versteht. Eine Kommentarzeile beginnt mit einem einfachen Hochkomma. Alle Zeichen bis zum Ende der Zeile werden als Kommentar angesehen und folglich nicht übersetzt oder ausgeführt.

Der folgende Programmcode wurde um eine Kommentarzeile ergänzt:

Private Sub cmdEnde_Click( ... ) Handles ... 
   ' Schließt die Anwendung 
   Me.Close() 
End Sub

Code auskommentieren

Ein kleiner Trick: Sollen bestimmte Programmzeilen für einen Test des Programms kurzfristig nicht ausgeführt werden, so kann man sie »auskommentieren«, indem man das Hochkomma vor die betreffenden Zeilen setzt. Dies geht sehr schnell über das entsprechende Symbol in der Symbolleiste. Rechts daneben befindet sich das Symbol, das die Auskommentierung nach dem Test wieder rückgängig macht.

Abbildung 1.15  Kommentar ein/aus

Click( ... ) Handles ...

Ein Hinweis: Der Kopf der Prozedur cmdEnde_Click() wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit in verkürzter Form abgebildet. Dies wird bei den meisten nachfolgenden Beispielen ebenfalls so sein, außer wenn es genau auf die Inhalte des Prozedurkopfs ankommt.


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1.3.8 Starten, Ausführen und Beenden des Programms  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Programm starten

Nach dem Einfügen der Steuerelemente und dem Erstellen der Ereignisprozeduren ist das Programm fertig und kann gestartet werden. Dazu wird der Start-Button in der Symbolleiste (dreieckiger Pfeil nach rechts) betätigt. Alternativ startet man das Programm über die Funktionstaste oder den Menüpunkt DebuggenStarten. Das Formular erscheint, das Betätigen der Buttons führt zum programmierten Ergebnis.

Programm beenden

Zur regulären Beendigung eines Programms ist der Button mit der Aufschrift Ende vorgesehen. Möchte man ein Programm während des Verlaufs abbrechen, kann man auch den End-Button in der Symbolleiste (Quadrat) betätigen. Außerdem kann man, sofern vorhanden, den aus vielen Windows-Anwendungen bekannten Button X oben rechts betätigen; dieser erscheint nur, wenn die Eigenschaft ControlBox des Formulars auf True steht.

Fehler

Tritt während der Ausführung eines Programms ein Fehler auf, so wird dies angezeigt und das Codefenster zeigt die entsprechende Ereignisprozedur sowie die fehlerhafte Zeile an. Man beendet das Programm, korrigiert den Code und startet das Programm wieder.

Programm testen

Es wird empfohlen, das Programm bereits während der Entwicklung mehrmals durch Aufruf zu testen und nicht erst, wenn das Programm vollständig erstellt worden ist. Geeignete Zeitpunkte sind zum Beispiel:

  • nach dem Einfügen der Steuerelemente und dem Zuweisen der Eigenschaften, die sie zu Programmbeginn haben sollen
  • nach dem Erstellen jeder Ereignisprozedur

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1.3.9 Ausführbares Programm  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

.exe-Datei

Nach erfolgreichem Test des Programms könnte man auch die ausführbare Datei (.exe-Datei) außerhalb der Entwicklungsumgebung aufrufen. Hat man an den Grundeinstellungen nichts verändert und die vorgeschlagenen Namen verwendet, so findet sich die zugehörige .exe-Datei des aktuellen Projekts im Verzeichnis Eigene Dateien\Visual Studio 2008\Projects\p0101\p0101\bin\Debug. Das Programm kann also im Windows-Explorer direkt über Doppelklick gestartet werden.

Die Weitergabe eines eigenen Windows-Programms auf einen anderen PC ist etwas aufwendiger. Der Vorgang wird im Anhang beschrieben. Im Folgenden soll jedoch zunächst die Windows-Programmierung erlernt werden.


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1.3.10 Projekt schließen, Projekt öffnen  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Projekt schließen

Man kann ein Projekt schließen über den Menüpunkt DateiProjekt schließen. Falls man Veränderungen vorgenommen hat, wird man gefragt, ob man diese Änderungen speichern möchte.

Möchte man die Projektdaten sicherheitshalber zwischendurch speichern, so ist dies über den Menüpunkt DateiAlle speichern möglich.

Projekt öffnen

Zum Öffnen eines vorhandenen Projekts wählt man den Menüpunkt DateiProjekt öffnen. Im darauf folgenden Dialogfeld Projekt öffnen wählt man zunächst das gewünschte Projektverzeichnis aus und anschließend die gleichnamige Datei mit der Endung .sln.


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1.3.11 Übung  topZur vorigen Überschrift

Übung p0102:

Erstellen Sie ein Windows-Programm, das zwei Buttons und ein Label beinhaltet. Bei Betätigung des ersten Buttons erscheint im Label Ihr Name wie im folgenden Satz: »Dieses Programm wurde erstellt von Bodo Basic«. Bei Betätigung des zweiten Buttons wird das Programm beendet. Namensvorschläge: Projektname p0102, Buttons cmdMyName und cmdEnde, Label lblMyName.

Abbildung 1.16  Übung p0102



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