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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
Geleitwort des Gutachters
Vorwort
1 Einführung
2 Einstieg in die Praxis
3 Aufwachen – analoger Wecker
4 Daten, Tabellen und Controller
5 Animationen und Layer
6 Programmieren, aber sicher
7 Jahrmarkt der Nützlichkeiten
A Die Buch-DVD
Stichwort

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Apps entwickeln für iPhone und iPad von Klaus M. Rodewig, Clemens Wagner
Das Praxisbuch
Buch: Apps entwickeln für iPhone und iPad

Apps entwickeln für iPhone und iPad
geb., mit DVD
515 S., 34,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 978-3-8362-1463-6
Pfeil 7 Jahrmarkt der Nützlichkeiten
Pfeil 7.1 Xcode 4
Pfeil 7.1.1 Tabs
Pfeil 7.1.2 Organizer
Pfeil 7.2 Das Buildsystem
Pfeil 7.2.1 Workspaces, Projekte und Targets
Pfeil 7.2.2 Klassen in Bibliotheken auslagern
Pfeil 7.2.3 Bibliotheken wiederverwenden
Pfeil 7.2.4 Konfigurationen
Pfeil 7.2.5 Targets
Pfeil 7.2.6 Schemata
Pfeil 7.3 Ad-Hoc-Distributionen
Pfeil 7.3.1 Geräteregistrierung
Pfeil 7.3.2 Installation über das iPhone Konfigurationsprogramm
Pfeil 7.3.3 Ad-Hoc-Distributionen über einen Webserver
Pfeil 7.4 Versionsverwaltung mit Git
Pfeil 7.4.1 Git und Xcode
Pfeil 7.4.2 Git ohne Xcode
Pfeil 7.5 Abschließende Bemerkung

»If I had eight hours to chop down a tree, I’d spend the first six of them sharpening my axe.«
– Abraham Lincoln

7 Jahrmarkt der NützlichkeitenZur nächsten Überschrift

Dieses Kapitel zeigt Ihnen Tipps und Tools, die Ihnen die Arbeit mit Xcode und das Erstellen von iOS-Apps erleichtern. Neben einem kleinen Rundgang durch Xcode erhalten Sie einen Überblick über die Versionsverwaltung Git und die Verteilung von Apps im Entwicklungsstadium an Beta-Tester (siehe Abschnitt 7.2).


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7.1 Xcode 4Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Bis Xcode 4 orientierten sich der Aufbau und das Design von Xcode am Project Builder von NEXTSTEP (siehe Kapitel 1). Insbesondere die Trennung von Xcode und dem Interface Builder in zwei separate Programme war ein Relikt aus NEXTSTEP-Zeiten. 2010 hat Apple mit Xcode 4 die Entwicklungsumgebung komplett überarbeitet und alle zentralen Funktionen in Xcode integriert, so auch den Interface Builder.

Für alte Hasen bedeutete das eine größere Umstellung von Gewohnheiten, und für den Einsteiger hat dies zur Folge, dass viele Beispiele in Literatur und Apple-Dokumentation noch nicht an Xcode 4 angepasst sind. Auch ist Xcode 4 noch nicht so stabil wie seine Vorgängerversion. Leider sieht man bei der Arbeit häufiger diese unschöne Fehlermeldung aus Abbildung 7.1, bei der Sie zur Rettung Ihrer Projektdaten immer Crash wählen sollten, auch wenn Continue sich vielversprechender anhört.

Abbildung

Abbildung 7.1 Tunlichst »Crash« wählen!

Letzteres kann aber dazu führen, dass Xcode die Projektdatei zerschießt und Sie am Ende mit einem kaputten Projekt dastehen. Sie haben also die buchstäbliche Wahl zwischen Pest und Cholera.

Das Xcode-Fenster, der zentrale Ort für die Arbeit des App-Programmierers teilt sich in verschiedene Bereiche auf. Links befindet sich der Navigationsbereich, der alle Dateien und Ressourcen eines Projektes anzeigt und die Navigation im Projektbaum ermöglicht. In der Mitte des Xcode-Fensters ist der Editor angesiedelt, der je nach Auswahl einer Datei im Navigationsbereich entweder Quelltext oder eine GUI anzeigt. Wählen Sie im Navigationsbereich statt einer einzelnen Datei das Projekt selber aus, können Sie im Editor-Bereich alle projektbezogenen Einstellungen vornehmen, von Build-Settings über zu verwendende Bibliotheken und Frameworks bis hin zu Entitlements. Xcode ist also die zentrale Schnittstelle für den App-Programmierer, sodass der Zugriff auf weitere Tools nur im Ausnahmefall notwendig ist.

Die restlichen Elemente des Xcode-Fensters können Sie über die Auswahlbuttons oben rechts in der Toolbar von Xcode aktivieren. Beim Erstellen einer App wird man in der Regel die Inspektor-Leiste am rechten Rand einblenden, beim Debuggen ist der Debug-Bereich unten im Xcode-Fenster von großem Interesse.

Xcode 4 benötigt durch seinen zentralistischen Ansatz und die Darstellung in einem einzigen Fenster einen großen Monitor. Es ist natürlich möglich, auf einem MacBook Air mit 11-Zoll-Display Xcode zu starten und damit zu arbeiten – seinen großen Vorteil, die Übersichtlichkeit, kann Xcode aber nur auf einem großen Display ausspielen. Unter Lion unterstützt Xcode den Vollbild-Modus, was ungestörtes Arbeiten auf dem gesamten Bildschirm ermöglicht.


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7.1.1 TabsZur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das wichtigste Hilfsmittel bei der Navigation in Xcode sind Tabs. In Xcode 3 befand sich z. B. die Konsole mit den Ausgaben des Programms in einem eigenen Fenster. Das macht beim Ausführen des Programms aus Xcode heraus das Überwachen der Konsole einfach. Entweder wechseln Sie mit CMD + TAB von Xcode in die Konsole, oder Sie schieben das Konsolen-Fenster in einen freien Bereich des Bildschirms.

In Xcode 4 ist dies durch das eine Fenster nicht möglich. Hier können Sie entweder mit der Maus die verschiedenen Ansichten im Navigationsbereich auswählen, was einer ergonomischen Arbeit stark widerspricht, oder Sie verwenden Tabs. Einen neuen Tab erzeugen Sie (wie z. B. in Safari auch) über die Tastenkombination CMD + T. Diese Tastenkombination ist wie alle anderen Tastenkombinationen von Xcode auch in den Einstellungen zu finden (Xcode · Preferences · Key Bindings). Dort finden Sie auch die Tastenkombinationen, um zwischen Tabs zu wechseln.

Abbildung

Abbildung 7.2 Die Tastenkombinationen für die Arbeit mit Tabs

Definieren Sie sich über CMD + T anschließend einige Tabs, z. B. für die Dateien, in denen Sie am häufigsten arbeiten und für die Log-Ausgabe des Build-Prozesses. Anzahl, Anordnung und Inhalt der Tabs sind Bestandteil der Projekt-Einstellungen und werden beim Schließen von Xcode gespeichert sowie beim nächsten Start wiederhergestellt. Das Arbeiten mit Tabs mag am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein, ist aber nach einer kleinen Einarbeitungsphase eine gute Alternative zum Multi-Fenster-Konzept von Xcode 3 und seinen Vorgängern.

Abbildung

Abbildung 7.3 Xocde mit verschiedenen geöffneten Tabs


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7.1.2 OrganizerZur vorigen Überschrift

Neben dem Hauptfenster von Xcode, das für die Programmierung die zentrale Schnittstelle ist, gibt es noch den Organizer, der die zentrale Schnittstelle für die Verwaltung von Geräten und Projekten sowie für die Xcode- und API-Dokumentation ist. Den Organizer rufen Sie in Xcode über den Menüpunkt Window · Organizer auf. Die einzelnen Funktionen des Organizers erreichen Sie dann über die entsprechenden Buttons in dessen Toolbar.

Die Geräteverwaltung im Organizer ermöglicht das bequeme Einrichten von Geräten für die Entwicklung (siehe Abbildung 7.4). Der Organizer ruft – einen kostenpflichtigen Zugang für das iPhone Developer Program vorausgesetzt – alle für die Einrichtung notwendigen Daten selbstständig aus dem Entwicklerportal bei Apple ab und installiert die notwendigen Zertifikate und Provisionsprofile auf dem Endgerät.

Sie können über den Organizer nicht nur Geräte einrichten, sondern auch auf Daten dieser Geräte zugreifen, die bei der Entwicklung und insbesondere beim Debugging hilfreich sind. Das sind insbesondere die Konsole eines Gerätes (z. B. um NSLog-Ausgaben zu beobachten) und die Sandboxen der einzelnen Apps. Mit dem Zugriff auf eine Sandbox können Sie alle Dateien einer App vom Gerät herunterladen und auf diese Weise die Aktivitäten der App im Dateisystem kontrollieren (siehe Abbildung 7.5) und z. B. die Wirksamkeit der von Ihnen implementierten Verschlüsselung prüfen.

Abbildung

Abbildung 7.4 Die Geräteverwaltung im Organizer

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Abbildung 7.5 Zugriff auf die Sandbox einer App

Xcode enthält neben der Integration externer SCM-Systeme (siehe Abschnitt 7.3 auch einen integrierten Snapshot-Mechanismus für die Verwaltung von Versionsständen. Um Snapshots verwenden zu können, müssen Sie bei der Installation von Xcode die System Tools mit installieren. Ein Snapshot ist ein komplettes Abbild des Projekts, differenziert also nicht zwischen den einzelnen Dateien eines Projekts. Sie können einen Snapshot über den Menüpunkt File · Create Snapshot erstellen. Im sich öffnenden Dialog haben Sie die Möglichkeit, einen Titel und eine Beschreibung zum Snapshot hinzuzufügen. Im Sinne der Übersichtlichkeit sollten Sie diese Möglichkeit intensiv nutzen.

Abbildung

Abbildung 7.6 Erstellen eines Snapshots

Auf gespeicherte Snapshots können Sie über den Organizer zugreifen. Wählen Sie dort das Icon Projects in der Toolbar und aus der Projektübersicht links das Projekt, für das Sie einen Snapshot suchen. Die vorhandenen Snapshots finden Sie rechts unten im Fenster im Bereich Snapshots. Durch einen Doppelklick auf den gewünschten Snapshot öffnet sich ein Datei-Dialog, in dem Sie ein Verzeichnis angeben können, in das Xcode den Snapshot exportieren soll. Xcode exportiert dann den Zustand des Projekts zum Zeitpunkt der Snapshot-Erstellung in diesen Ordner. Diese Funktion ist zum einen hilfreich, um vor größeren Änderungen einen (hoffentlich funktionierenden) Stand eines Projektes zu sichern. Sie eignet sich aber auch gut dafür, bestimmte Versionsstände an Dritte weiterzugeben.

Auch wenn Snapshots weit davon entfernt sind, die Funktionalität einer Versionsverwaltung abzubilden, sind sie doch ein mächtiges Werkzeug und können, wenn sie konsequent angewendet werden, die Verwendung eines SCM überflüssig machen. Nicht jeder Programmierer muss ja mit Kanonen auf Spatzen schießen. Für Einzelkämpfer können Snapshots ausreichend sein, als Versionsverwaltung taugen sie aber genau dann nicht mehr, wenn mehr als eine Person an demselben Projekt arbeitet – dann muss ein System zur Versionsverwaltung her (siehe Abschnitt 7.4).



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