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Galileo Computing - Professionelle Buecher. Auch fuer Einsteiger.
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Kompendium der Informationstechnik
 von Sascha Kersken
EDV-Grundlagen, Programmierung, Mediengestaltung
Buch: Kompendium der Informationstechnik
gp Kapitel 20 Macromedia Flash
  gp 20.1 Arbeitsumgebung und Werkzeuge
    gp 20.1.1 Zeichnungen erstellen
    gp 20.1.2 Mit Text arbeiten
    gp 20.1.3 Die restlichen Werkzeuge
  gp 20.2 Animationstechniken
    gp 20.2.1 Elemente und Begriffe der Zeitleiste
    gp 20.2.2 Bewegungs-Tweening
    gp 20.2.3 Maskenebenen verwenden
    gp 20.2.4 Form-Tweening
    gp 20.2.5 Arbeiten mit Symbolen und Instanzen
    gp 20.2.6 Anwendungsbeispiel: Bauanleitung für ein Fahrrad
    gp 20.2.7 Arbeiten mit Farbeffekten
  gp 20.3 Medienintegration
    gp 20.3.1 Sound
    gp 20.3.2 Bitmaps importieren und verwenden
    gp 20.3.3 Digitalvideo
  gp 20.4 Filme exportieren und in Webseiten einbetten
    gp 20.4.1 Überblick über die Exportfunktionen
    gp 20.4.2 Der einfache Export einer SWF-Datei
    gp 20.4.3 SWF-Filme in HTML einbetten
    gp 20.4.4 Die Funktion »Veröffentlichen«
  gp 20.5 Interaktivität mit ActionScript
    gp 20.5.1 Erstes Beispiel: Ein Film, der am Ende anhält
    gp 20.5.2 Schaltflächen verwenden
    gp 20.5.3 Die Aktion Goto
    gp 20.5.4 Andere Filme laden: die loadMovie-Aktionen
    gp 20.5.5 Steuern von Movieclips
    gp 20.5.6 Eigenschaften von Movieclip-Instanzen
    gp 20.5.7 Verschiedene ActionScript-Lösungen
  gp 20.6 Zusammenfassung

gp

Prüfungsfragen zu diesem Kapitel (extern)


Galileo Computing

20.3 Medienintegration  downtop

In diesem Abschnitt werden der Import verschiedener Ressourcen und die Arbeit mit ihnen vorgestellt; dazu gehören Sound, Bitmaps und Digitalvideo. Beachten Sie, dass importierte Dateien immer in den eigentlichen Datenbestand des Flash-Films übernommen werden und dabei dessen Dateigröße entsprechend erhöhen. Es findet niemals eine Verknüpfung statt, wie sie beispielsweise bei Director möglich ist.


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20.3.1 Sound  downtop

Mit Hilfe des Dialogs Datei • Importieren... können Sie Sounddateien der folgenden Formate importieren: WAV (Windows Standard-Soundformat), AIFF (Apple Standard-Soundformat), MP3, Sun AU und Sound Designer II.

Soundeigenschaften

Importierte Sounds werden zunächst in der Bibliothek abgelegt; mit den Eigenschaften aus dem Bibliotheks-Popup können ihre diversen Komprimierungseinstellungen verändert werden. Zunächst einmal ist Dokumenteinstellungen verwenden angekreuzt, sodass der Sound die Standard-Soundkomprimierung des Films verwendet, die beim weiter unten behandelten SWF-Export eingestellt werden kann. Wird diese Checkbox deaktiviert, dann können für den jeweiligen Sound individuelle Einstellungen vorgenommen werden. Je nach Qualitätsbedarf kann die MP3-Bitrate herauf- oder heruntergesetzt werden. Es sollten aber nie die anderen (völlig veralteten) Kompressionsarten ADPCM oder Raw verwendet werden – sie werden nur noch aus Gründen der Kompatibilität mit alten Flash-Playern unterstützt.

Ein Sound wird verwendet, indem das Schlüsselbild (am besten auf einer separaten Ebene), das ihn enthalten soll, in der Zeitleiste markiert wird, und der entsprechende Sound nach Anklicken eines Schlüsselbildes in der Eigenschaften-Leiste aus dem Popup-Menü neben Ton ausgewählt wird. Hier stehen alle bereits importierten Sounds zur Verfügung. Alternativ kann der Sound auch einfach aus der Bibliothek auf die Bühne gezogen werden, wenn das passende Schlüsselbild markiert ist – dies ist besonders bei Sounds aus externen Bibliotheken wie Fenster • Allgemeine Bibliotheken • Sounds wichtig.

In der Eigenschaften-Leiste können Einstellungen für den Sound vorgenommen werden; am wichtigsten ist die Einstellung Sync (für Synchronisation), die das Abspielverhalten des Sounds bestimmt. Es existieren vier mögliche Werte: Die ersten drei betreffen Varianten des so genannten Ereignis-Sounds, die vierte ist der Stream-Sound.

Ereignis- kontra Stream-Sound

Ereignis-Sound beschreibt kurze, an bestimmten Punkten auftretende Soundeffekte wie zum Beispiel Button-Geräusche. Bei Stream-Sound handelt es sich um längere Sounds wie Hintergrundmusik oder Sprachsequenzen, die nicht vorausgeladen, sondern während des Ladens abgespielt (gestreamt) werden. Die wichtigste Besonderheit besteht in der genauen Synchronisation von Bild und Ton – anders als üblich lässt Flash in Sequenzen mit Stream-Sound lieber Frames aus, als den Gesamtfilm langsamer abzuspielen.

Die drei Einstellungen für Ereignis-Sound sind folgende:

gp  Ereignis: Der Sound wird im aktuellen Keyframe gestartet. Auch dann, wenn das Keyframe in einer Schleife mehrmals abgespielt wird und der vorherige Abspielvorgang des Sounds noch nicht beendet war; der gleiche Sound kann sich mehrfach überlagern.
gp  Start: Dieser Sound wird ebenfalls im aktuellen Keyframe gestartet, aber nur dann, wenn er nicht bereits läuft. Andernfalls wird das Keyframe übergangen, und er startet erst in einem Durchlauf neu, in dem er bereits beendet wurde.
gp  Stoppen: Kann in einem späteren Keyframe auf einen Sound angewendet werden, der mit Start in Gang gesetzt wurde, um sein Abspielen punktgenau zu beenden.

Die Einstellung Wiederholungen dient dazu, den Sound mehrmals (in einer Schleife) abzuspielen; eine Endlosschleife ist nicht möglich. Es wird einfach ein sehr hoher Wert (zum Beispiel 1.000) eingestellt.

Als Nächstes kann ein Effekt für den Sound bestimmt werden: Jeder Sound, auch Mono, belegt standardmäßig beide Soundkanäle (links und rechts). Das Volumen beider Kanäle kann unabhängig voneinander eingestellt und über die Zeit verändert werden. Dazu kann entweder einer der vorgefertigten Effekte ausgewählt werden oder der Effekt wird bearbeitet.

Benutzerdefinierte Effekte

Für einen benutzerdefinierten Effekt können Sie auf Bearbeiten klicken. In einem zusätzlichen Fenster werden beide Kanäle mit den Soundwellen angezeigt (linker Kanal oben, rechter Kanal unten). Mit Hilfe der »Lupen« kann die zeitliche Auflösung verfeinert beziehungsweise vergröbert werden. Die Buttons Uhr/Film stellen die Zeitanzeige von Sekunden auf Frames um und umgekehrt.

Die Pegel der beiden Kanäle werden angepasst, indem an den passenden Stellen hineingeklickt wird. Die entstehenden Anfasser können nach oben (volle Lautstärke) und unten (Ton aus) gezogen werden. Dabei sind die horizontalen Positionen der Anfasser in beiden Kanälen gleich, der Lautstärkewert kann jedoch unterschiedlich sein. Maximal sind acht solcher Anfasser möglich. Ein Anfasser wird wieder entfernt, indem er einfach nach oben oder unten weggezogen wird.


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20.3.2 Bitmaps importieren und verwenden  downtop

Auch wenn Flash vornehmlich mit Vektorgrafik arbeitet, können Sie Bitmaps importieren, um sie einfach als geschlossene Bilder oder Füllmuster einzusetzen oder sogar in Vektorgrafiken zu konvertieren.

Der Import erfolgt wiederum über Datei • Importieren beziehungsweise (STRG) + (R). Die möglichen Formate sind GIF, JPEG, PNG, BMP, PICT, TIFF, Photoshop (PSD), MacPaint, und TGA (Targa).

Das importierte Bitmap wird als in sich geschlossenes Objekt in der Bühnenmitte im aktuellen Keyframe der aktiven Ebene platziert, aber auch in der Bibliothek, von wo es beliebig oft wieder benutzt werden kann. Das Objekt verhält sich zunächst wie eine Gruppe, kann also beliebig transformiert und für Bewegungs-Tweening eingesetzt werden.

Bitmaps zerlegen

Außerdem kann es in einzelne Farbkomponenten zerlegt werden, genauer gesagt in eine Vektorform, die das Bitmap selbst als (gekacheltes) Füllmuster verwendet. Dazu müssen Sie es markieren und Modifizieren • Teilen auswählen oder (STRG) + (B) drücken. Die entstehende Form kann nun mit Hilfe beliebiger Auswahl- und Vektorverformungswerkzeugen verformt oder transformiert werden.

Eine besondere Option nur für zerlegte Bitmaps ist der Zauberstab, ein Unterwerkzeug des Lassos. Er wählt zusammenhängende Flächen gleicher beziehungsweise ähnlicher Farbe aus. Mit Klick auf den Button neben dem Zauberstab (das Zauberstabsymbol mit »...«) können dessen Optionen eingestellt werden: Der Schwellenwert 0 bis 200 legt fest, wie ähnlich die ausgewählten Farben einander sein müssen: Bei 0 wird nur exakt dieselbe Farbe ausgewählt, bei höheren Werten werden auch ähnliche Farben ausgewählt. Glätten sorgt für Anti-Alias an Kanten und Kurven.

Bitmaps nachzeichnen

Zu guter Letzt kann ein Bitmap auch vektorisiert werden. Dazu wird Modifizieren • Bitmap nachzeichnen auf das (noch nicht zerlegte!) Bitmap angewendet. Die Optionen bedeuten Folgendes:

gp  Farbschwelle (0-500): Wie ähnlich müssen sich Farben sein, um eine gemeinsame Vektorform zu bilden? 0 bedeutet identisch, 500 beliebig unterschiedlich.
gp  Kleinste Fläche (1-1000): Wie viele Pixel müssen mindestens zusammenkommen, um eine eigene Vektorform zu bilden?
gp  Kurvenanpassung: Wie nah sollen sich die berechneten Kurven an den Originalpixeln des Bitmaps orientieren?
gp  Kantenschwelle: Wie viele Eckpunkte sollen produziert werden?

Allgemein ergeben sehr feine Einstellungen ein exaktes Ergebnis, das jedoch als Vektorgrafik relativ unbrauchbar ist, weil viel zu viele Kurven entstehen: Das Ergebnis verbraucht sogar noch mehr Speicher als das ursprüngliche Bitmap. Sehr grobe Einstellungen sind dagegen relativ weit vom Original entfernt, erzeugen aber einigermaßen erträgliche Vektorgrafik. Insgesamt ist die Option am ehesten für flächige Grafik beziehungsweise Strichzeichnungen geeignet, aber nur bedingt für Fotos.


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20.3.3 Digitalvideo  toptop

Auf sehr einfache Art und Weise können Sie in Flash Digitalvideofilme importieren und abspielen: Sobald ein Film importiert und aus der Bibliothek auf die Bühne gebracht wurde, wird er einfach zusammen mit der Zeitleiste des Flash-Films abgespielt und angehalten.

Der Import des Films erfolgt wie immer über Datei • Importieren oder (STRG) + (R). Unterstützt werden alle gängigen Videoformate, das heißt QuickTime (.mov), Microsoft Video for Windows (.avi), MPEG (.mpg) und so weiter. Um die Videokomprimierung innerhalb von Flash kümmert sich das moderne und effiziente Codec Sorensen Spark. Beim Importieren können Sie verschiedene Kompressionseinstellungen vornehmen:

gp  Qualität bestimmt in 100 möglichen Stufen die Darstellungsqualität und damit auch die Datenmenge.
gp  Schlüsselbildintervall entscheidet, wie oft statt der üblichen Differenz-Frames ein vollständiges Bild gespeichert werden soll.
gp  Skalieren stellt das Video bei Auswahl von 100% in Originalgröße dar, ansonsten entsprechend kleiner.
gp  Die Einstellung Video mit Bildrate des Macromedia Flash-Dokuments synchronisieren rechnet den Film auf die Framerate des Flash-Films um.
gp  Anzahl der zu codierenden Videobilder pro Macromedia Flash-Bild ermöglicht es schließlich, das Verhältnis zwischen Flash-Frames und Video-Frames explizit einzustellen, um noch mehr Speicher einzusparen.

Schließlich werden Sie beim Import sogar gefragt, ob Flash die Dauer der Ebene ab dem aktuellen Schlüsselbild an die Dauer der Videosequenz anpassen soll, damit der Videofilm in seiner vollen Länge auf der Zeitleiste des Flash-Films abgebildet wird.

Da Video extrem einfach in Flash integriert werden kann, und der Flash-Player das bei weitem verbreitetste Web-Plug-in ist, entwickelt sich SWF allmählich zur bevorzugten Plattform für Video im Web.

  

Einstieg in PHP 5

Einstieg in Java

C von A bis Z

Einstieg in C++

Einstieg in Linux

Einstieg in XML

Apache 2




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