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Galileo Computing - Professionelle Buecher. Auch fuer Einsteiger.
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Kompendium der Informationstechnik
 von Sascha Kersken
EDV-Grundlagen, Programmierung, Mediengestaltung
Buch: Kompendium der Informationstechnik
gp Kapitel 9 DTP und digitale Druckvorstufe
  gp 9.1 Satz, Layout und Typographie
    gp 9.1.1 Grundlagen der Typographie
    gp 9.1.2 Grundlagen der Gestaltung
  gp 9.2 Der DTP-Workflow
  gp 9.3 Elektronische Schriften
  gp 9.4 InDesign
    gp 9.4.1 Arbeitsoberfläche und Werkzeuge
    gp 9.4.2 Der InDesign-Arbeitsablauf
  gp 9.5 PDF und Acrobat
    gp 9.5.1 PDF-Dokumente erstellen
  gp 9.6 Zusammenfassung

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Prüfungsfragen zu diesem Kapitel (extern)


Galileo Computing

9.5 PDF und Acrobat  downtop

Das Portable Document Format ist eine von Adobe erfundene Alternative zu ihrem eigenen Format PostScript. PDF besitzt eine Reihe von Vorteilen:

gp  Sämtliche Schriftarten, Bilder und Grafiken werden mit in die Datei gepackt und lassen sich auf diese Weise leicht auf einen anderen Rechner übertragen. PostScript ist dagegen nicht in der Lage, solche Daten zu integrieren. Das EPS-Format, bei dem die Einbettung von Schriften und Bildern grundsätzlich möglich ist, hat ein anderes Problem: Es kann nicht mehrseitig sein.
gp  Die Dateien sind durch eine effiziente Komprimierung ziemlich kompakt. Dies macht PDF zu einem idealen Format für die Online-Datenübertragung.
gp  Der Acrobat Reader, Adobes Programm zum Anzeigen und Ausdrucken von PDF-Dokumenten, ist kostenlos und steht für viele verschiedene Betriebssysteme zur Verfügung. PDF-Dateien kann also jeder lesen, was für PostScript absolut nicht selbstverständlich ist.

PDF-Dokumente werden vor allem in den folgenden Bereichen eingesetzt:

gp  In der Druckvorstufe wird PDF immer häufiger statt PostScript verwendet.
gp  Auf Websites werden oft PDF-Dokumente mit ausführlicheren Textinhalten zum Download angeboten. Dieser Service wird von vielen Anwendern gern genutzt, weil sich diese Dateien einfach ausdrucken und auf dem Papier bequemer lesen lassen.
gp  Auch auf CD-ROMs wird das PDF-Format häufig eingesetzt: Bei Software-Lieferungen ergänzen oder ersetzen PDF-Dokumente die gedruckten Handbücher, bei Multimedia-CD-ROMs lassen sich ausführlichere Textfassungen in diesem Format anbieten.

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9.5.1 PDF-Dokumente erstellen  toptop

Die ursprüngliche Software zum Erstellen und Bearbeiten von PDF-Dateien ist der Adobe Acrobat. Es gibt einige erheblich preisgünstigere Konkurrenzprodukte, die aber über weniger Optionen verfügen.

Üblicherweise wird der folgende Arbeitsablauf angewandt, der mit Dateien aus jedem beliebigen Anwendungsprogramm funktioniert:

1. Dokument in eine PostScript-Datei ausgeben lassen.
       
    Als Erstes müssen Sie einen PostScript-kompatiblen Druckertreiber installieren. Unter Mac  OS wird gewöhnlich der Treiber LaserWriter 8 verwendet. Windows liefert Unmengen von Druckertreibern mit. Wenn Sie einen Treiber für einen hochwertigen Laserdrucker installieren, dürfte er PostScript unterstützen. Es geht wohlgemerkt nicht darum, den gewählten Drucker tatsächlich zu besitzen, sondern um die PostScript-Erzeugung, die der Druckertreiber durchführt.
       
    Nachdem Sie den passenden Treiber eingerichtet haben, können Sie in Ihrem Anwendungsprogramm den Druckdialog aufrufen (meist Datei • Drucken). Als Ziel für den Druck muss »Datei« ausgewählt werden; wie das konkret funktioniert, hängt vom jeweiligen Druckertreiber ab.
       
    Beachten Sie, dass die meisten PostScript-Drucker, die in der Praxis verwendet werden, Schwarzweiß-Laserdrucker sind. Um farbige Dokumente als PostScript-Dateien zu speichern, müssen Sie dies im Druckdialog Ihres Programms einstellen, in vielen Programmen sogar an zwei Stellen: Wenn das Programm über eine separate Papierformat-Option verfügt, kann an dieser Stelle meist die PostScript-Druckerbeschreibungsdatei (PPD) ausgewählt werden. Hier müssen Sie von Standard-S/W auf Standard-Farbe umschalten. Außerdem werden im Druckdialog selbst noch einmal Farbeinstellungen vorgenommen.
       
2. Starten Sie das Programm Acrobat Distiller. Ziehen Sie die im vorigen Schritt erstellte PostScript-Datei auf das Distiller-Fenster. Je nach Komplexität und Größe des Dokuments dauert es einige Sekunden oder auch Minuten, bis Sie eine PDF-Datei erhalten. In wenigen Fällen kann es stattdessen zu Fehlermeldungen kommen, die meist fehlende Bilddateien oder defekte Schriften betreffen.
       
3. In dem Programm Adobe Acrobat selbst können Sie das fertige PDF-Dokument weiterbearbeiten. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, automatische Verknüpfungen (ähnlich den Internet-Hyperlinks) zu erstellen oder sogar Multimedia-Daten einzufügen. Diese Optionen sind natürlich nicht angebracht, wenn Ihr Dokument für eine Druckerei bestimmt ist, sondern nur für PDFs, die im Web zum Download angeboten werden sollen.
       
    Gerade wegen der Überflutung von PDF-Dokumenten mit interaktiven und multimedialen Elementen wurde vor einiger Zeit ein Standard definiert, der bestimmt, welche Arten von Informationen in einem druckoptimierten PDF erwünscht beziehungsweise sinnvoll sind. Dieses Format wird als PDF-X bezeichnet; die Spezifikation kann unter www.pdf-x.de studiert und heruntergeladen werden.
       

Die hier beschriebene recht umständliche Erstellung von PDF-Dokumenten hat sich inzwischen in den meisten Fällen erledigt: Wie oben beschrieben, verfügt InDesign über eine eingebaute PDF-Unterstützung. Auch die nächste Version von QuarkXPress soll selbstständig PDF-Dokumente erzeugen können. Wenn Sie Adobe Acrobat installieren, werden darüber hinaus automatisch Acrobat-Plug-ins für Microsoft Office installiert, die Ihnen auf Knopfdruck den PDF-Export aus Word oder Excel ermöglichen.

  

Einstieg in PHP 5

Einstieg in Java

C von A bis Z

Einstieg in C++

Einstieg in Linux

Einstieg in XML

Apache 2




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