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Galileo Computing - Programming the Net
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Einstieg in ASP.NET von Matthias Lohrer
Einstieg in ASP.NET
gp Kapitel Wie .NET und ASP.NET funktionieren
  gp 1.1 Komponenten der .NET-Architektur
    gp 1.1.1 Common Language Runtime (CLR)
    gp 1.1.2 .NET Framework
    gp 1.1.3 Microsoft Intermediate Language (MSIL)
    gp 1.1.4 Managed Code, unmanaged Code
    gp 1.1.5 Common Type System (CTS)
    gp 1.1.6 Common Language Specification (CLS)
    gp 1.1.7 Just-in-Time-Compiler
    gp 1.1.8 ASP.NET
    gp 1.1.9 Web Services
    gp 1.1.10 VB- und C#-Compiler
    gp 1.1.11 Assembly
  gp 1.2 Aufbau des .NET Frameworks
    gp 1.2.1 Namensräume (Namespaces)
    gp 1.2.2 Häufig verwendete Namensräume
  gp 1.3 Grundlagen von ASP.NET
    gp 1.3.1 Gemeinsamkeiten mit anderen serverseitigen Programmiersprachen
    gp 1.3.2 Unterschiede zu anderen serverseitigen Programmiersprachen


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1.3 Grundlagen von ASP.NET  downtop


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1.3.1 Gemeinsamkeiten mit anderen serverseitigen Programmiersprachen  downtop

Das Grundprinzip von ASP.NET ist identisch mit dem Grundprinzip aller anderen serverseitigen Programmiersprachen. Ein beliebiger Client richtet über einen Browser einen Request an einen Webserver. Der Webserver führt daraufhin ein ASP.NET-Programm aus und erzeugt eine Ausgabe in Form von HTML-Code. Diese Ausgabe wird als Response zum Client zurückgeschickt. Der Client zeigt die Response in seinem Browser an.

ASP.NET tastet diese grundlegende HTTP-Kommunikationsstruktur nicht an. Aus diesem Grund versteht auch jeder Browser ASP.NET-Seiten. Der Browser erhält reinen HTML- und JavaScript-Code. Mit ASP.NET lässt sich darüber hinaus auch so programmieren, dass der Client nicht einmal JavaScript benötigt.

Wer ASP.NET einsetzt, muss also keine Angst haben, dass die zugreifenden Browser irgendwelche Plug-Ins oder dergleichen benötigen. Das ist nicht der Fall. Nicht einmal der Internet Explorer wird für den Zugriff benötigt. Der Netscape-Browser oder der Konqueror unter Linux funktionieren genauso gut.

Eine weitere Gemeinsamkeit besteht im grundlegenden Aufbau der Codeseiten. Der Aufbau ist ähnlich wie bei ASP oder PHP. Da ist zunächst einmal der HTML-Code vorhanden. Skriptanteile können in den HTML-Code eingefügt werden. ASP.NET hat dieses Prinzip ein wenig modifiziert, weil die Skriptanteile jetzt nicht mehr völlig beliebig mit HTML gemischt werden können, aber das Prinzip ist das gleiche geblieben. Völlig anders sind demgegenüber beispielsweise Perl-Skripte aufgebaut. Hier gibt es zunächst einmal den Perl-Code, der dann gelegentlich HTML-Sequenzen aussendet.


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1.3.2 Unterschiede zu anderen serverseitigen Programmiersprachen  toptop

Generierung von HTML- und JavaScript-Code

Ein Hauptunterschied zwischen ASP.NET und etwa dem herkömmlichen ASP besteht darin, dass ASP.NET in weiten Teilen wie ein HTML- und JavaScript-Code-Generator funktioniert. Als ASP.NET-Entwickler hat man viel weniger mit HTML zu tun als vorher. Eigenschaften von Schaltflächen, Textfeldern und Tabellen werden beispielsweise über die Eigenschaften entsprechender Webserversteuerelemente festgelegt, die ASP.NET zur Verfügung stellt. ASP.NET kümmert sich anschließend darum, dass die gewünschten Anforderungen in korrektes HTML umgesetzt werden.


Tipp   Hier liegt die Befürchtung nahe, dass ASP.NET vielleicht Code erzeugt, der nur vom Internet Explorer verstanden wird. Aber diese Befürchtung bewahrheitet sich nicht. Tatsächlich hält sich der erzeugte Code eng an die gültigen HTML-Spezifikationen, so dass auch Netscape und Konqueror den erzeugten HTML- und JavaScript-Code problemlos verarbeiten können.

Fertige Bausteine für typische Aufgaben

Für viele klassische Aufgaben bei der Programmierung von Webanwendungen stellt ASP.NET fertige Lösungen bereit. Ein Entwickler kann diese Bausteine für seine eigenen Arbeiten verwenden. Durch die Verwendung dieser Bausteine erhöht sich die Effizienz beim Programmieren. Solche Bausteine gibt es beispielsweise für

gp  Sessionverfolgung (jetzt auch ohne Cookies möglich),
gp  Authentifizierung und Autorisierung,
gp  Caching,
gp  Darstellung und Bearbeitung von Daten aus Datenbanken,
gp  Steuerelemente für die Darstellung im Browser.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Unterschied besteht dann natürlich darin, dass man über ASP.NET das komplette .NET Framework für die Programmierung zur Verfügung hat. Jemand, der sich gut in .NET und ASP.NET eingearbeitet hat, das dauert allerdings eine gewisse Zeit, kann mit ASP.NET anschließend sehr effizient Webapplikationen entwickeln.

Einfache Installation und problemloser Betrieb auf dem Webserver

Im Vergleich zu herkömmlichen ASP-Anwendungen verursachen Installation und Betrieb einer ASP.NET-Anwendung auf dem Server weniger Probleme. Dieser Vorteil resultiert insbesondere aus dem Wegfall der Registrierung bei .NET-Applikationen generell. Die Installation einer kompletten ASP.NET-Anwendung auf dem Server ist allein durch das Kopieren der benötigten Dateien in das Anwendungsverzeichnis des Servers möglich. Änderungen an Konfigurationseinstellungen können im laufenden Betrieb durch die Bearbeitung von Textdateien vorgenommen werden.

Hohe Skalierbarkeit und hohe Performance

ASP.NET ist von Anfang an auf hohe Skalierbarkeit hin ausgelegt. ASP.NET-Anwendungen können auf einzelnen Servern, aber auch auf Webfarmen betrieben werden. Unter dem herkömmlichen ASP war beispielsweise keine Session-Verfolgung auf Webfarmen möglich. Diese Einschränkung fällt mit ASP.NET weg.

ASP.NET-Anwendungen werden nicht interpretiert, sondern als kompilierter Code ausgeführt. In Kombination mit ausgeklügelten Caching-Möglichkeiten erlaubt das eine hohe Performance.

  

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